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Kleine AnfrageWahlperiode 13Beantwortet

Arbeit und Aufgabenfelder der Koordinierungsstelle "Frauen geben Technik neue Impulse" (G-SIG: 13012003)

Auflösung der bisherigen Koordinierungsstelle und Vergabe an einen neuen Projektträger, Kooperations- und Mitsprachemöglichkeiten von Verbänden und Institutionen, Förderung aus Bundesmitteln

Fraktion

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ressort

Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie

Datum

12.11.1996

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 13/590121. 10.96

Arbeit und Aufgabenfelder der Koordinierungsstelle „Frauen geben Technik neue Impulse"

der Abgeordneten Simone Probst, Elisabeth Altmann (Pommelsbrunn), Rita Grießhaber, Irmingard Schewe-Gerigk und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Bereits 1990 wurde dem damaligen Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft von Fachfrauen aus den Vereinen und Verbänden das Anliegen vorgetragen, die Gründung einer Koordinierungsstelle für Aktivitäten in den Bereichen „Frauen und Technik" finanziell zu unterstützen.

1994 wurde unter Beteiligung des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie, der Bundesanstalt für Arbeit und der Deutschen Telekom AG die Initiative „Frauen geben Technik neue Impulse" gegründet.

Eine Koordinierungsstelle beim Bundesinstitut für Berufsbildung in Bonn sollte bei der Umsetzung der Aufgabe der Initiative, der Förderung von Frauen in technikorientierten Ausbildungs- und Studiengängen, als Anlaufstelle dienen.

Die Unterstützung der auf diesen Gebieten arbeitenden Fachfrauen sowie die der einschlägigen Vereine und Verbände war jedoch nicht vorgesehen, ebensowenig wie die Mitsprachemöglichkeit im Hinblick auf die zu koordinierenden Aufgaben.

Die Koordinierungsstelle wurde im Juni 1996 überraschend aufgelöst. Ein neuer Projektträger soll zum 15. November 1996 die Koordinierungsaufgaben übernehmen.

Angesichts des nach wie vor niedrigen Anteils von Frauen in ingenieur- und naturwissenschaftlichen Ausbildungen, Studiengängen und Berufen ist es gesellschaftspolitisch notwendig, die Förderung der Frauen in diesen Tätigkeitsfeldern zu verstärken.

Vor dem Hintergrund der wenig transparenten Vorgänge um die Auflösung der bisherigen Koordinierungsstelle und der Vergabe an einen neuen Projektträger ergibt sich insbesondere im Hinblick auf die Einbindung und die Unterstützung der bereits an anderen Stellen vorhandenen Aktivitäten und des Fachwissens Informationsbedarf.

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Bundesregierung:

Fragen9

1

Welche Grunde führten zur Umstrukturierung der Koordinierungsstelle der Initiative „Frauen geben Technik neue Impulse" zum November 1996?

2

Welche Konzeptionen wurden für die effizientere Arbeit des neuen Projektträgers zugrunde gelegt?

3

Warum wurden die Vorgänge um diese Umstrukturierung den beteiligten Verbänden erst nach Bekanntgabe des neuen Projektträgers für die Koordinierungsstelle offengelegt?

4

Aus welchen Gründen wurde auf die Ausschreibung zur Einreichung eines Projektvorschlages zur Verlagerung der Initiative „Frauen geben Technik neue Impulse" verzichtet?

5

Erfolgt eine jährliche Begutachtung der Arbeit der Koordinierungsstelle, die der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird?

Falls nein, warum wird auf die Veröffentlichung eines Jahresberichts verzichet?

6

Welche Kooperations- und Mitsprachemöglichkeiten der im Bereich „Frauen in Technik und Naturwissenschaft" engagierten Verbände bestehen bei der Arbeit der Koordinierungsstelle sowohl in der alten als auch der neuen Projektträgerschaft?

Falls ja, in welcher Form wird diese Mitsprache ausgeübt?

Falls nein, warum nicht?

7

In welcher Form sind das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie, die Bundesanstalt für Arbeit und die Deutsche Telekom AG an der Planung und Durchführung der Aufgaben der Initiative beteiligt?

8

In welcher Höhe ist die obengenannte Initiative seit ihrer Gründung mit Bundesmitteln gefördert worden und aus welchen Haushaltstiteln?

9

Wie hoch ist der Haushalt für die Arbeit des neuen Projektträgers der Initiative für 1997 angesetzt?

Bonn, den 17. Oktober 1996

Simone Probst Elisabeth Altmann (Pommelsbrunn) Rita Grießhaber Irmingard Schewe-Gerigk

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