Krebsgefahren in Schwimmbädern
der Abgeordneten Klaus Lennartz, Marion Caspers-Merk, Susanne Kastner, Dr. Marliese Dobberthien, Hermann Bachmaier, Friedhelm Julius Beucher, Lieselott Blunck, Ursula Burchardt, Peter Conradi, Klaus Daubertshäuser, Ludwig Eich, Lothar Fischer (Homburg), Arne Fuhrmann, Monika Ganseforth, Dr. Liesel Hartenstein, Renate Jäger, Volker Jung (Düsseldorf), Siegrun Klemmer, Horst Kubatschka, Dr. Klaus Kübler, Ulrike Mehl, Michael Müller (Düsseldorf), Jutta Müller (Völklingen), Jan Oostergetelo, Manfred Reimann, Harald B. Schäfer (Offenburg), Otto Schily, Karl-Heinz Schröter, Dietmar Schütz, Ernst Schwanhold, Hans Georg Wagner, Wolfgang Weiermann, Reinhard Weis (Stendal), Dr. Axel Wernitz
Vorbemerkung
Durch Presseäußerungen von Fachleuten — Professor Ralph Schubert, Frankfurt, bzw. Dr. Hermann Kruse, Kiel, — wird auf gesundheitliche Beeinträchtigungen durch die Chlorung von Badewässern hingewiesen.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen6
Welches ist der neueste wissenschaftliche Kenntnisstand zur Krebsgefahr durch die Chlorung von Badewässern?
In welchem Umfang ist es nach dem neuesten Stand der Technik möglich, die Chlorung von Badewässern auf ein Minimum zu reduzieren?
Welche Alternativen zur Chlorung gibt es, und wie sind diese hinsichtlich ihrer gesundheitlichen Auswirkungen bewertet?
Ist die Bundesregierung bereit, durch Erlaß entsprechender Rechtsvorschriften die Betreiber zumindest von öffentlichen Schwimmbädern auf die Nachrüstung der Wasseraufbereitungsanlagen nach dem neuesten Stand der Technik zu verpflichten?
Gibt es für den Arbeitsplatz Schwimmbad, d. h. für Schwimmmeister etc., MAK-Werte für Haloforme bzw. andere Gefahrstoffe, und wie werden diese ggf. überwacht?
Sind der Bundesregierung Fälle bekannt, in denen durch das Personal von Schwimmbädern die Anerkennung von Krebsfällen als Berufskrankheit beantragt wird oder wurde? Wie ist ggf. in diesen Fällen entschieden worden?