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Kleine AnfrageWahlperiode 12Beantwortet

Zivile Nutzung der Colbitz-Letzlinger Heide (G-SIG: 12010627)

Militärische Nutzung der Colbitz-Letzlinger Heide, Pläne für Übungen mit Luftangriffen, Milderung der Auswirkungen auf die Umwelt (Grundwasser, Flora, Fauna), Einbeziehung der betroffenen Gemeinden und des Landes Sachsen-Anhalt in die Pläne der Bundeswehr

Fraktion

PDS/LL

Ressort

Bundesministerium der Verteidigung

Datum

10.03.1992

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 12/208312.02.92

Zivile Nutzung der Colbitz-Letzlinger Heide

der Abgeordneten Dr. Dagmar Enkelmann und der Gruppe der PDS/Linke Liste

Vorbemerkung

Der bevorstehende Abzug von ehemaligen sowjetischen Streitkräften aus dem Gebiet der Colbitz-Letzlinger Heide (Sachsen-Anhalt) würde eine zivile Nutzung des neben dem Harz größten Wasserspeichers in Sachsen-Anhalt ermöglichen.

Pro Tag werden dort gegenwärtig 190 000 m 3 sauberes Trinkwasser gefördert. Angesichts des in hohem Grade belasteten Grundwassers im Hallenser und Halberstädter Raum muß alles unternommen werden, um zu verhindern, daß die Qualität des Wassers in der Heide nachhaltig beeinträchtigt wird.

Wir fragen daher die Bundesregierung:

Fragen8

1

In welchem Umfang (territorial und zeitlich) soll die Heide militärisch genutzt werden?

2

Welche Art militärischer Übungen sind dort geplant?

3

Mit welchen kurz- und langfristigen Auswirkungen auf die Umwelt (Grundwasser, Flora, Fauna) rechnet die Bundesregierung?

4

Welche Maßnahmen werden unternommen, um die durch eventuell geplante Taktikmanöver vorhersehbaren Umweltfolgen zu mildern?

5

Sind im Gebiet Colbitz-Letzlinger Heide auch Übungen für Luftangriffe vorgesehen?

Wenn ja, welche Auswirkungen hätten diese auf die Bewohnerinnen und Bewohner umliegender Ortschaften?

6

Ist für die Brutzeit dort lebender Vögel eine Einstellung der Schießübungen vorgesehen?

7

Wie groß wird der Sperrbereich sein?

8

Inwieweit wurden entsprechende Pläne der Bundeswehr mit den Vertretern der umliegenden Kommunen bzw. des Landes Sachsen-Anhalt beraten?

Bonn, den 11. Februar 1992

Dr. Dagmar Enkelmann Dr. Gregor Gysi und Gruppe

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