Gentechnisch veränderte Kartoffeln
der Abgeordneten Dr. Marliese Dobberthien, Hermann Bachmaier, Angelika Barbe, Friedhelm Julius Beucher, Thea Bock, Edelgard Bulmahn, Ursula Burchardt, Marion Caspers-Merk, Ludwig Eich, Dr. Konrad Elmer, Lothar Fischer (Homburg), Arne Fuhrmann, Monika Ganseforth, Dr. Liesel Hartenstein, Renate Jäger, Susanne Kastner, Sigrun Klemmer, Horst Kubatschka, Dr. Klaus Kübler, Klaus Lennartz, Ulrike Mehl, Jutta Müller (Völklingen), Michael Müller (Düsseldorf), Dr. Rolf Niese, Peter Paterna, Manfred Reimann, Harald B. Schäfer (Offenburg), Otto Schily, Karl-Heinz Schröter, Dietmar Schütz, Ernst Schwanhold, Hans Georg Wagner, Reinhard Weis (Stendal), Dr. Axel Wernitz
Vorbemerkung
Pressemeldungen ist zu entnehmen, daß ein Freilandversuch mit gentechnisch veränderten Kartoffeln in der Schweiz „erfolgreich" verlaufen ist. Die geernteten Kartoffeln waren jedoch nicht nur, wie geplant, gegen Schädlingsviren immunisiert, sondern — überraschenderweise — in der Länge auch verformt.
Vor diesem Hintergrund fragen wird die Bundesregierung:
Fragen4
Sind der Bundesregierung die Schweizer Versuche und deren Ergebnisse bekannt?
Wie beurteilt die Bundesregierung die Versuchsergebnisse bezüglich der wirtschaftlichen Effizienz, der ökologischen Verträglichkeit, der gesundheitlichen Unbedenklichkeit?
Liegt ein Antrag vor, gentechnisch veränderte Kartoffeln auch in der Bundesrepublik Deutschland zu Versuchszwecken freizusetzen?
Sollen gentechnisch veränderte Kartoffeln auch in der Bundesrepublik Deutschland in Verkehr gebracht werden? Wenn ja, wie werden die Verbraucherinnen und Verbraucher darüber informiert? Wenn nein, wird die Bundesregierung die Länder unterstützen, ein Inverkehrbringen zu verhindern?