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Kleine AnfrageWahlperiode 12Beantwortet

Skorpiongift als Pflanzenschutz (G-SIG: 12010787)

Patentantrag eines US-Unternehmens betr. Verwendung von Skorpiongift als Pflanzenschutzmittel durch Gentransfer, Schutz von Tieren und Verbrauchern

Ressort

Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Datum

20.05.1992

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 12/252330.04.92

Skorpiongift als Pflanzenschutz

der Abgeordneten Dr. Marliese Dobberthien, Hermann Bachmaier, Angelika Barbe, Friedhelm Julius Beucher, Thea Bock, Ursula Burchardt, Marion Caspers-Merk, Ludwig Eich, Dr. Konrad Elmer, Lothar Fischer (Homburg), Arne Fuhrmann, Monika Ganseforth, Dr. Liesel Hartenstein, Renate Jäger, Susanne Kastner, Sigrun Klemmer, Horst Kubatschka, Dr. Klaus Kübler, Klaus Lennartz, Ulrike Mehl, Jutta Müller (Völklingen), Michael Müller (Düsseldorf), Dr. Rolf Niese, Jan Oostergetelo, Peter Paterna, Manfred Reimann, Harald B. Schäfer (Offenburg), Otto Schily, Karl-Heinz Schröter, Dietmar Schütz, Ernst Schwanhold, Hans Georg Wagner, Reinhard Weis (Stendal), Dr. Axel Wernitz

Vorbemerkung

Das US-Unternehmen Agracetus hat beim Europäischen Patentamt einen Patentantrag für eine neue gentechnische Methode des Pflanzenschutzes gestellt: Das Gen, das das Gift des gemeinen Skorpions kodiert, wird hierbei mit Hilfe eines Agrobacteriums in Pflanzen übertragen, so daß die Pflanzen das Skorpiongift aus Polypeptid-Toxinen, bestehend aus 70 Aminosäuren, selbsttätig bilden können.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen3

1

Ist der Bundesregierung dieser Patentantrag bekannt?

2

Wie beurteilt die Bundesregierung die möglichen ökologischen, gesundheitlichen und toxikologischen Folgen einer Anwendung dieser Methode auf Nutzpflanzen?

3

Welche Maßnahmen müßten nach Auffassung der Bundesregierung ergriffen werden, um freilebende Tiere und Haustiere vor möglichen Schäden zu schützen, einen Gentransfer auf andere Organismen und den Pollenflug zu anderen Pflanzen zu verhindern sowie Verbraucherinnen und Verbraucher aufzuklären und zu schützen?

Bonn, den 30. April 1992

Dr. Marliese Dobberthien Hermann Bachmaier Angelika Barbe Friedhelm Julius Beucher Thea Bock Ursula Burchardt Marion Caspers-Merk Ludwig Eich Dr. Konrad Elmer Lothar Fischer (Homburg) Arne Fuhrmann Monika Ganseforth Dr. Liesel Hartenstein Renate Jäger Susanne Kastner Sigrun Klemmer Horst Kubatschka Dr. Klaus Kübler Klaus Lennartz Ulrike Mehl Jutta Müller (Völklingen) Michael Müller (Düsseldorf) Dr. Rolf Niese Jan Oostergetelo Peter Paterna Manfred Reimann Harald B. Schäfer (Offenburg) Otto Schily Karl-Heinz Schröter Dietmar Schütz Ernst Schwanhold Hans Georg Wagner Reinhard Weis (Stendal) Dr. Axel Wernitz

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