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Kleine AnfrageWahlperiode 12Beantwortet

Brikotherm-Verfahren zur Behandlung von Abfällen (G-SIG: 12011888)

Bewertung des Brikotherm-Verfahrens, geplante Forschungsvorhaben

Ressort

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Datum

11.02.1994

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 12/663919. 01.94

Brikotherm-Verfahren zur Behandlung von Abfällen

der Abgeordneten Michael Müller (Düsseldorf), Marion Caspers-Merk, Hermann Bachmeier, Hans Gottfried Bernrath, Friedhelm Julius Beucher, Lieselott Blunck (Uetersen), Ursula Burchardt, Peter Conradi, Dr. Marliese Dobberthien, Ludwig Eich, Lothar Fischer (Homburg), Arne Fuhrmann, Monika Ganseforth, Dr. Liesel Hartenstein, Dieter Heistermann, Renate Jäger, Susanne Kastner, Siegrun Klemmer, Rolf Koltzsch, Horst Kubatschka, Dr. Klaus Kübler, Klaus Lennartz, Ulrike Mehl, Jutta Müller (Völklingen), Manfred Reimann, Günter Rixe, Otto Schily, Dietmar Schütz, Ernst Schwanhold, Bodo Seidenthal, Johannes Singer, Hans Georg Wagner, Wolfgang Weiermann, Reinhard Weis (Stendal), Dr. Axel Wernitz

Vorbemerkung

Die heutige Situation in der Abfallwirtschaft hat auch zur intensiven Suche nach alternativen Verfahren der Abfallbehandlung geführt. Neben biologisch-mechanischen Verfahren werden auch neue thermische Behandlungsverfahren entwickelt. Beim Brikotherm-Verfahren handelt es sich um eine Verfahrenskombination von Verpressen des Abfalls mit Zuschlagstoffen und anschließender Vergasung/Pyrolyse. Es liegen allerdings derzeit nur wenige Informationen über dieses Verfahren vor.

Deshalb fragen wir die Bundesregierung:

Fragen4

1

Ist der Bundesregierung das Brikotherm-Verfahren bekannt?

2

Wie beurteilt die Bundesregierung die Verfahrenskombination von Verpressen des Abfalls mit Zuschlagstoffen wie beispielsweise Steinkohle/Kalk und anschließender Vergasung/Pyrolyse hinsichtlich ihrer Umweltauswirkungen?

3

Wie beurteilt die Bundesregierung die Angaben des Patentinhabers hinsichtlich

a) Energie- und Massenbilanz (Input/Output) unter Berücksichtigung des zusätzlichen Einsatzes von Primärenergieträgern, von Zuschlagstoffen und Katalysatoren,

b) der eingesetzten Katalysatoren,

c) Emissionsdaten, insbesondere unter dem Aspekt der Schwermetall- und Organohalogenemissionen,

d) des Einsatzes der Schlacke und Asche als Zuschlagstoffe oder im Straßenbau,

e) des Einsatzes von Sonderabfällen nach § 2 Abs. AbfG,

f) der Kosten des Verfahrens?

4

Sind der Bundesregierung Forschungsvorhaben zu diesem Verfahren bekannt oder sind Forschungsvorhaben dazu geplant?

Bonn, den 19. Januar 1994

Michael Müller (Düsseldorf) Marion Caspers-Merk Hermann Bachmeier Hans Gottfried Bernrath Friedhelm Julius Beucher Lieselott Blunck (Uetersen) Ursula Burchardt Peter Conradi Dr. Marliese Dobberthien Ludwig Eich Lothar Fischer (Homburg) Arne Fuhrmann Monika Ganseforth Dr. Liesel Hartenstein Dieter Heistermann Renate Jäger Susanne Kastner Siegrun Klemmer Rolf Koltzsch Horst Kubatschka Dr. Klaus Kübler Klaus Lennartz Ulrike Mehl Jutta Müller (Völklingen) Manfred Reimann Günter Rixe Otto Schily Dietmar Schütz Ernst Schwanhold Bodo Seidenthal Johannes Singer Hans Georg Wagner Wolfgang Weiermann Reinhard Weis (Stendal) Dr. Axel Wernitz

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