Gefechtsübung „Protée" in Baden-Württemberg
der Abgeordneten Frau Teubner und der Fraktion DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen20
Welches Übungsszenario wird bei der für September 1990 in Baden-Württemberg geplanten Gefechtsübung „Protée" zugrunde gelegt?
Hält die Bundesregierung das Übungsszenario für realistisch, und sieht sie diese Übung als unverzichtbar an?
Warum soll diese Gefechtsübung trotz der Entwicklungen in Osteuropa noch durchgeführt werden?
An der Übung „Protée" beteiligen sich Streitkräfte des II. französischen Korps.
Wie ist dieses Korps zusammengesetzt?
Befinden sich im Waffenarsenal des Korps auch strategische oder prästrategische Waffen?
Wo ist dieses Korps in Friedenszeiten stationiert?
Über wie viele Soldaten verfügt dieses Korps (Friedens- und Kriegsstärke)?
Wieviel Mann und Gerät des II. französischen Korps werden an der Übung teilnehmen (Art der Teilnahme)?
Werden bundesdeutsche Truppenteile an der Übung beteiligt sein, und wenn ja, in welcher Form (auch logistische Unterstützung)?
Wo sind die betreffenden Truppenteile stationiert?
Sind sie Teil des Territorialheeres oder Teil der der NATO unterstellten Truppenteile der Bundeswehr?
Werden Teile der gemeinsamen deutsch-französischen Brigade mit Oberkommando in Böblingen an „Protée" beteiligt sein?
Werden Einheiten anderer NATO-Staaten an der Übung teilnehmen, und wenn ja, welcher?
Welchen personellen Gesamtumfang wird das Manöver haben (Zusammenfassung nach Militärbereichen)?
Welche Rolle werden die einzelnen beteiligten Truppenteile in dem Übungsszenario jeweils spielen?
Wie genau werden sich die Truppen im Rahmen des Übungsszenarios räumlich bewegen (Landkreis, Datum, Teil des Übungsszenarios)?
Wo soll das Hauptquartier des Manövers eingerichtet werden?
Ist das Manöver gemäß den Bestimmungen der Konferenz für vertrauensbildende Maßnahmen und Abrüstung in Europa anmeldepflichtig?
Wie viele Manöverbeobachter und aus welchen Staaten werden daran teilnehmen?