Pflegenotstand in deutschen Kinderkrebszentren
der Abgeordneten Frau Kelly und der Fraktion DIE GRÜNEN/Bündnis 90
Vorbemerkung
Kleine Anfrage der Abgeordneten Frau Kelly und der Fraktion DIE GRÜNEN/Bündnis 90
Pflegenotstand in deutschen Kinderkrebszentren
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen10
Ist der Bundesregierung bekannt, daß die Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Leukämieforschung und -behandlung im Kindesalter einen erneuten Pflegenotstand in den deutschen Kinderkrebszentren festgestellt haben (Pressemeldungen vom 18. Oktober 1990)?
Welchen Beitrag will die Bundesregierung nun leisten um die katastrophale Fehlentwicklung auf den Kinderkrebsstationen abzuwenden?
Wie bewertet die Bundesregierung die jetzige Situation in den Kinderkrebszentren in der ehemaligen DDR?
Wie beurteilt die Bundesregierung die aufwendige, nebenwirkungsreiche und pflegeintensive Chemotherapie?
Trifft es zu, daß in vielen Kinderkrebszentren bis zu einem Drittel der Planstellen nicht besetzt sind?
Welches sind 'die Hauptursachen für den Pflegenotstand?
Trifft es zu, nach Meinung der Bundesregierung, daß eine der Hauptursachen für den Pflegenotstand die soziale Unzufriedenheit wegen unangemessen niedriger Bezahlung ist?
Wie kann nach Meinung der Bundesregierung die Aufwertung des Schwesternberufes beschleunigt werden?
Ist der Bundesregierung bekannt, daß die Selbsthilfegruppen betroffener Eltern Spendengelder einsetzten, um länger in der pädiatrischen Onkologie tätigen Pflegekräften eine jährliche Treueprämie in Form eines 14. oder 15. Monatsgehaltes zu gewähren?
Welche Gegenmaßnahmen können ergriffen werden, um den Pflegenotstand abzuwenden?