Laufbahn der Offiziere des militärfachlichen Dienstes
der Abgeordneten Horn, Dr. von Bülow, Frau Fuchs (Verl), Gerstl (Passau), Heistermann, Jungmann, Dr. Klejdzinski, Kolbow, Leonhart, Pfuhl, Dr. Scheer, Dr. Soell, Steiner, Frau Traupe, Wiefel, Würtz und der Fraktion der SPD
Vorbemerkung
Kleine Anfrage der Abgeordneten Horn, Dr. von Bülow, Frau Fuchs (Verl), Gerstl (Passau), Heistermann, Jungmann, Dr. Klejdzinski, Kolbow, Leonhart, Pfuhl, Dr. Scheer, Dr. Soell, Steiner, Frau Traupe, Wiefel, Würtz und der Fraktion der SPD
Laufbahn der Offiziere des militärfachlichen Dienstes
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen11
Wie viele Offiziere des militärfachlichen Dienstes gehören den Geburtsjahrgängen 1935 bis 1944 an (Zahl und Prozentanteil am Gesamtbestand)?
Wie viele Offiziere des Truppendienstes gehören im Vergleich dazu den Geburtsjahrgängen 1935 bis 1944 an (Zahl und Prozentanteil am Gesamtbestand)?
Wie viele Oberleutnante des militärfachlichen Dienstes, getrennt nach den Teilstreitkräften, erfüllen — eine Mindestbeförderungszeit zum Dienstgrad Hauptmann/Kapitänleutnant von fünfeinhalb Jahren Offizierdienstzeit vorausgesetzt — nach diesem Kriterium die Voraussetzungen zur Beförderung zum Hauptmann/Kapitänleutnant?
Wie viele dieser Oberleutnante des militärfachlichen Dienstes, getrennt nach den Teilstreitkräften, haben inzwischen eine auf die Beförderung zum Hauptmann/Kapitänleutnant anrechenbare Offizierdienstzeit von 10 Jahren, 12 Jahren, 14 Jahren, 16 Jahren erreicht?
Wie viele Beförderungen zum Dienstgrad Hauptmann/Kapitänleutnant, getrennt nach den Teilstreitkräften, wurden in den Jahren 1980, 1981, 1982 und 1983 in der Laufbahn der Offiziere des militärfachlichen Dienstes ausgesprochen?
In ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage „Laufbahn der Offiziere des militärfachlichen Dienstes (Offz mil FD)" der SPD-Fraktion (Drucksache 10/805) spricht die Bundesregierung vom Laufbahnziel Hauptmann (Bes.-Gr. A 11) für die Offiziere des militärfachlichen Dienstes.
Kann von der Gültigkeit dieser Aussage auch angesichts der in den kommenden Jahren bevorstehenden Zurruhesetzungsquoten noch ausgegangen werden? Wie soll dieses Laufbahnziel insbesondere erreicht werden, wenn einerseits der Umfang für Planstellen der Offiziere des militärfachlichen Dienstes verringert wird, es andererseits aber so viele Plan-Planstellen geben soll, daß jeder Offizier Hauptmann werden kann (Bundesminister Dr. Wörner vor der Kommandeurtagung der Kampftruppen des Heeres, laut „Bundeswehr aktuell" vom 25. April 1984)?
Wie viele Offiziere des militärfachlichen Dienstes, getrennt nach den Teilstreitkräften, haben in den Jahren 1980, 1981, 1982 und 1983 dieses Laufbahnziel nicht erreicht?
Plant die Bundesregierung, nachdem sie in ihrer Antwort auf die o. a. Kleine Anfrage der SPD-Fraktion geantwortet hatte, die Übernahme von Offizieren des militärfachlichen Dienstes in die Laufbahn der Offiziere des Truppendienstes sei „ein Denkmodell", dieses Denkmodell weiter zu verfolgen, und wann ist ggf. mit dem Abschluß dieser Überlegungen zu rechnen?
Wie viele Offiziere des militärfachlichen Dienstes, ausgenommen in Spezialverwendungen wie Flugzeugführer u. a., wurden in den Jahren 1975 bis 1983 zur Laufbahn der Offiziere des Truppendienstes zugelassen?
Beabsichtigt die Bundesregierung, in die derzeit diskutierten Lösungsvorschläge zur Verringerung des Verwendungsstaus durch vorzeitige Zurruhesetzung auf eigenen Antrag auch Offiziere des militärfachlichen Dienstes einzubeziehen?
Welche Kosten werden nach den bisherigen Erkenntnissen der Bundesregierung bei der Realisierung des Lösungsvorschlages „vorzeitige Zurruhesetzung von Offizieren des Truppendienstes" entstehen, und welche Kosten würden durch die Einbeziehung der Offiziere des militärfachlichen Dienstes zusätzlich entstehen?