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Kleine AnfrageWahlperiode 10Beantwortet

Pershing II-Einheiten in Schwäbisch Gmünd (G-SIG: 10003411)

Belastung der Stadt Schwäbisch Gmünd durch militärische Anlagen der US-Streitkräfte, Pläne für die Errichtung einer Schießanlage auf dem Lindenfeld in der Nähe von Wohngebieten

Fraktion

Die Grünen

Ressort

Bundesministerium der Verteidigung

Datum

14.01.1986

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 10/456816.12.85

Pershing II — Einheiten in Schwäbisch Gmünd

des Abgeordneten Lange und der Fraktion DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen4

1

Teilt die Bundesregierung die Auffassung, daß die Stadt Schwäbisch Gmünd mit dem Hauptquartier der Pershing II-Einheiten, mit zwei Kasernen der US-Streitkräfte, mit Teilen des Stationierungsgeländes auf der Mutlanger Heide und mit zwei Übungsgebieten, die von auswärtigen US-Einheiten benützt werden, erheblich belastet ist?

2

Wenn ja, wie vereinbart sich dies mit der geplanten Errichtung einer Schießanlage auf dem Lindenfeld (siehe Mitteilung des BMVg vom 13. November 1985 an den Gemeinderat der Stadt Schwäbisch Gmünd)?

3

Teilt die Bundesregierung die Auffassung, daß die Errichtung von Schießanlagen in unmittelbarer Nähe von Wohngebieten grundsätzlich vermieden werden sollte?

4

Wie bewertet die Bundesregierung die Tatsache, daß der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Lothar Späth, dem Gemeinderat von Schwäbisch Gmünd in einer Erklärung vom 10. November 1983 zugesichert hatte, daß die geplante Schießanlage in Schwäbisch Gmünd „tot" sei, am Mittwoch, dem 27. November 1985, in einem Gespräch mit dem Oberbürgermeister, Dr. Schoch, dagegen äußerte, daß die Amerikaner und Bonn gewisse Absichten damit hätten (siehe Rems-Zeitung vom 29. November 1985)?

Bonn, den 16. Dezember 1985

Lange Hönes, Schmidt (Hamburg-Neustadt) und Fraktion

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