NATO-Truppenübungsplatz Senne bei Paderborn — C-Waffen-Verseuchung
des Abgeordneten Lange und der Fraktion DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Ein größerer Teil des 12 000 ha großen NATO-Truppenübungsplatzes Senne bei Paderborn wird durch Tafeln bis heute als „phosphorverseucht" ausgewiesen.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen4
Liegt eine Verseuchung allein durch Phosphor oder auch durch andere chemische Kampfstoffe vor? Wenn ja, welche?
Haben die Munitionsfabriken, die während des Zweiten Weltkrieges auf dem Gebiet des heutigen Truppenübungsplatzes angesiedelt waren, nur konventionelle Munition oder auch chemische Kampfstoffe und Munition hergestellt?
Was geschah in letzterem Fall mit den vorhandenen chemischen Kampfstoffen und Munitionen? Wo wurden sie ggf. eingelagert?
Dient der Übungsplatz heute der Übung in chemischer Kriegführung und Verteidigung?