Schutz der Kinder im Konsum- und Freizeitbereich
der Abgeordneten Frau Dr. Martiny-Glotz, Egert, Fiebig, Heyenn, Dr. Jens, Marschall, Dr. Steger, Eimer (Fürth), Dr. Haussmann, Spitzmüller und der Fraktionen der SPD und FDP
Vorbemerkung
Kinder sind als Käufer und Verbraucher besonders schutzbedürftig. Es ist Aufgabe der Eltern, sie vor körperlicher, seelischer und wirtschaftlicher Schädigung zu bewahren. Daneben aber müssen z. B. auf Kinder gerichtete Werbe- und Verkaufspraktiken besonders kritisch gewertet und Kinder vor gesundheitsschädlichen, unsicheren, gefährlichen und minderwertigen Produkten geschützt werden.
Wir fragen daher die Bundesregierung:
Fragen6
Wie beurteilt die Bundesregierung Wirtschaftswerbung in den elektronischen Medien, die sich an Kinder richtet?
Welche Möglichkeiten sieht die Bundesregierung, gegebenenfalls Kinder vor einer stark beeinflussenden Werbung insbesondere im Fernsehen und in Kinderzeitschriften zu schützen?
Welche Möglichkeiten sieht die Bundesregierung, Kinder vor gefährlichen Geräten und gefährlichem Spielzeug zu schützen?
Wie beurteilt die Bundesregierung den Vertrieb von Kriegsspielzeug, von Spielzeugverpackungen mit kriegsverherrlichenden Darstellungen und von Spielzeug mit NS-Symbolen, und welche Möglichkeiten sieht sie, die Kinder vor diesem Spielzeug im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften zu schützen?
Wie hoch ist die Zahl der jährlich durch Vergiftungen geschädigten Kinder, was hat die Bundesregierung bisher getan, und was will sie tun, um die Kinder noch wirkungsvoller vor Vergiftungen zu schützen?
Wie hoch ist die Zahl der Kinderunfälle im Haus- und Freizeitbereich und im Straßenverkehr, und wird die Bundesregierung eine spezielle Kinderunfallforschung verstärkt fördern sowie die statistische Erfassung von Kinderunfällen regeln, um wirkungsvolle Maßnahmen zur Eindämmung dieser Unfälle ergreifen zu können?