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Kleine AnfrageWahlperiode 8Beantwortet

Schutz der Kinder im Konsum- und Freizeitbereich (G-SIG: 00001938)

Schutz der Kinder vor Werbepraktiken in den elektronischen Medien, Gefährdung durch Spielzeug, Unterbindung des Vertriebs von Kriegsspielzeug, Vergiftungen bei Kindern, Kinderunfälle im Haus- und Freizeitbereich sowie im Straßenverkehr

Fraktion

FDP, SPD

Ressort

Bundesministerium für Jugend, Familie und Gesundheit

Datum

27.02.1979

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 8/249423.01.79

Schutz der Kinder im Konsum- und Freizeitbereich

der Abgeordneten Frau Dr. Martiny-Glotz, Egert, Fiebig, Heyenn, Dr. Jens, Marschall, Dr. Steger, Eimer (Fürth), Dr. Haussmann, Spitzmüller und der Fraktionen der SPD und FDP

Vorbemerkung

Kinder sind als Käufer und Verbraucher besonders schutzbedürftig. Es ist Aufgabe der Eltern, sie vor körperlicher, seelischer und wirtschaftlicher Schädigung zu bewahren. Daneben aber müssen z. B. auf Kinder gerichtete Werbe- und Verkaufspraktiken besonders kritisch gewertet und Kinder vor gesundheitsschädlichen, unsicheren, gefährlichen und minderwertigen Produkten geschützt werden.

Wir fragen daher die Bundesregierung:

Fragen6

1

Wie beurteilt die Bundesregierung Wirtschaftswerbung in den elektronischen Medien, die sich an Kinder richtet?

2

Welche Möglichkeiten sieht die Bundesregierung, gegebenenfalls Kinder vor einer stark beeinflussenden Werbung insbesondere im Fernsehen und in Kinderzeitschriften zu schützen?

3

Welche Möglichkeiten sieht die Bundesregierung, Kinder vor gefährlichen Geräten und gefährlichem Spielzeug zu schützen?

4

Wie beurteilt die Bundesregierung den Vertrieb von Kriegsspielzeug, von Spielzeugverpackungen mit kriegsverherrlichenden Darstellungen und von Spielzeug mit NS-Symbolen, und welche Möglichkeiten sieht sie, die Kinder vor diesem Spielzeug im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften zu schützen?

5

Wie hoch ist die Zahl der jährlich durch Vergiftungen geschädigten Kinder, was hat die Bundesregierung bisher getan, und was will sie tun, um die Kinder noch wirkungsvoller vor Vergiftungen zu schützen?

6

Wie hoch ist die Zahl der Kinderunfälle im Haus- und Freizeitbereich und im Straßenverkehr, und wird die Bundesregierung eine spezielle Kinderunfallforschung verstärkt fördern sowie die statistische Erfassung von Kinderunfällen regeln, um wirkungsvolle Maßnahmen zur Eindämmung dieser Unfälle ergreifen zu können?

Bonn, den 23. Januar 1979

Frau Dr. Martiny-Glotz Egert Fiebig Heyenn Dr. Jens Marschall Dr. Steger Wehner und Fraktion Eimer (Fürth) Dr. Haussmann Spitzmüller Mischnick und Fraktion

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