Onlinestrategie in der Drogen- und Suchtarbeit sowie Prävention
der Abgeordneten Dr. Wieland Schinnenburg, Michael Theurer, Grigorios Aggelidis, Renata Alt, Christine Aschenberg-Dugnus, Nicole Bauer, Jens Beeck, Nicola Beer, Dr. Jens Brandenburg (Rhein-Neckar), Mario Brandenburg (Südpfalz), Dr. Marco Buschmann, Dr. Marcus Faber, Otto Fricke, Thomas Hacker, Katrin Helling-Plahr, Markus Herbrand, Katja Hessel, Dr. Christoph Hoffmann, Reinhard Houben, Ulla Ihnen, Olaf in der Beek, Dr. Marcel Klinge, Pascal Kober, Carina Konrad, Ulrich Lechte, Dr. Martin Neumann, Hagen Reinhold, Matthias Seestern-Pauly, Frank Sitta, Judith Skudelny, Benjamin Strasser, Katja Suding, Stephan Thomae, Dr. Florian Toncar, Gerald Ullrich, Nicole Westig, Katharina Willkomm und der Fraktion der FDP
Vorbemerkung
In ihrem Drogen- und Suchtbericht 2018 führt die Bundesregierung viele Onlineportale und Homepages von Einrichtungen und Kampagnen auf. Einige Bemerkungen im Bericht lassen aus Sicht der Fragesteller Zweifel aufkommen. So heißt es etwa zum Angebot Dot.sys (S. 11): „Aktuell befindet sich Dot.sys in einer vollständigen fachlich-inhaltlichen und sicherheitstechnischen Überarbeitung.“ Die entsprechende Domain war zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Anfrage nicht erreichbar und wurde auf eine Unterseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zu nationalen Kooperationen umgeleitet.
Aber auch bei den weiteren Onlineangeboten ist unklar, welche konkrete Reichweite sie haben. Genaue Zahlen hierzu werden nicht angegeben. In einem „Im Focus“-Beitrag wird weiter bemängelt, dass „viele Homepages von Suchtberatungsstellen kaum mehr als dürftige Informationen enthalten“ (S. 31).
Für den sorgsamen und effektiven Einsatz von Steuergeldern ist eine regelmäßige Erfolgskontrolle aller von der Bundesregierung selbst durchgeführten sowie geförderten Programme und Maßnahmen notwendig. Dies gilt auch für Onlineportale und Webseiten von Hilfseinrichtungen. Weiter bedarf es aus Sicht der Fragesteller eine Onlinestrategie in der Drogen- und Suchtarbeit, mit der Doppelstrukturen und zu eng oder zu weit gefasste Zielgruppen vermieden werden.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen2
Welche Webangebote (Webseiten, Apps, Newsletter, Social Media etc.) im Bereich Drogen- und Suchtarbeit sowie Prävention betreibt die Bundesregierung, und welchen Drogen- und Suchtprojekten sind diese jeweils zugeordnet?
a) Welche jährlichen Kosten verursachen diese Angebote jeweils von 2008 bis 2018, welche Kosten sind davon Online-Werbeausgaben?
b) Welche einmaligen Kosten haben diese Angebote bei der Aufsetzung, Erstellung und beim letzten Relaunch jeweils verursacht, und in welchem Jahr sind diese angefallen?
c) Welche Anzahl an Unique Visits hatten diese Angebote in den Jahren 2008 bis 2018 jeweils jährlich?
d) Welche Anzahl an Page Impressions hatten diese Angebote in den Jahren 2008 bis 2018 jeweils jährlich?
e) Welche Anzahl an Downloads und regelmäßigen Usern gibt es bei Apps jeweils pro Jahr von 2008 bis 2018?
f) Welche Anzahl an Abonnenten gibt es bei Newslettern und anderen Direktkontaktdiensten jeweils, und wie oft werden die einzelnen Newsletter bzw. Nachrichten versendet, und welche Klick- bzw. Öffnungsraten gibt es?
g) Welche Anzahl an Followern gibt es bei Social-Media-Profilen jeweils, wie hoch sind die Reaktionsraten und Views?
h) Durch welche Maßnahmen wird jeweils sichergestellt, dass die richtige Zielgruppe erreicht wird?
i) Wie oft werden die Webangebote jeweils inhaltlich aktualisiert?
j) Durch welche Maßnahmen sind jeweils Datenschutz und Anonymität gewährleistet?
k) Welcher Anzahl an Menschen konnte durch die jeweiligen Angebote in welcher Form geholfen werden?
Welche Webangebote (Webseiten, Apps, Newsletter, Social Media etc.) im Bereich Drogen- und Suchtarbeit, Prävention und von Drogen- und Suchteinrichtungen fördert oder unterstützt die Bundesregierung direkt oder indirekt, und welchen Drogen- und Suchtprojekten sind diese jeweils zugeordnet?
a) Welche jährlichen Kosten verursachen diese Angebote jeweils von 2008 bis 2018, welche Kosten sind davon jeweils Online-Werbeausgaben?
b) Welche dieser Kosten trägt jeweils die Bundesregierung, bzw. wie hoch ist die Förderung dieser Angebote jeweils im Jahr (bitte von 2008 bis 2018 angeben)?
c) Welche einmaligen Kosten haben diese Angebote bei der Aufsetzung, Erstellung und beim letzten Relaunch jeweils verursacht, und in welchem Jahr sind diese angefallen?
d) Welche Anzahl an Unique Visits hatten diese Angebote in den Jahren 2008 bis 2018 jeweils jährlich?
e) Welche Anzahl an Page Impressions hatten diese Angebote in den Jahren 2008 bis 2018 jeweils jährlich?
f) Welche Anzahl an Downloads und regelmäßigen Usern gibt es bei Apps jeweils pro Jahr von 2008 bis 2018?
g) Welche Anzahl an Abonnenten gibt es bei Newslettern und anderen Direktkontaktdiensten jeweils, und wie oft werden jeweils Newsletter bzw. Nachrichten versendet, und welche Klick- bzw. Öffnungsraten gibt es?
h) Welche Anzahl an Followern gibt es bei Social-Media-Profilen jeweils, wie hoch sind die Reaktionsraten und Views?
i) Durch welche Maßnahmen wird jeweils sichergestellt, dass die richtige Zielgruppe erreicht wird?
j) Wie oft werden die Webangebote inhaltlich aktualisiert?
k) Durch welche Maßnahmen sind jeweils Datenschutz und Anonymität gewährleistet?
l) Welcher Anzahl an Menschen konnte durch die jeweiligen Angebote in welcher Form geholfen werden?
m) Bei welchen der eigenen bzw. geförderten Webangebote ist es seit 2008 zu Hacks, Datenverlusten oder der Ausnutzung von Sicherheitslücken durch Dritte gekommen, und welche Folgen hatte dies?
n) Welche Onlinestrategie verfolgt die Bundesregierung in der Drogen- und Suchtarbeit sowie Prävention?
o) Nach welchen Kriterien erstellt oder fördert die Bundesregierung neue und bestehende Webangebote?
p) Welche neuen Webangebote plant die Bundesregierung in den nächsten fünf Jahren?
q) Welche Webangebote sollen in den nächsten fünf Jahren eingestellt werden, und aus welchen Gründen?