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Kleine AnfrageWahlperiode 19Beantwortet
Kommunale Entwicklungspolitik
(insgesamt 15 Einzelfragen)
Fraktion
FDP
Ressort
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Datum
16.09.2019
Aktualisiert
15.05.2024
BT19/1284229.08.2019
Kommunale Entwicklungspolitik
Kleine Anfrage
Volltext (unformatiert)
[Kleine Anfrage
der Abgeordneten Till Mansmann, Alexander Graf Lambsdorff, Olaf in der Beek,
Renata Alt, Mario Brandenburg (Südpfalz), Dr. Marco Buschmann,
Dr. Marcus Faber, Katrin Helling-Plahr, Dr. Christoph Hoffmann,
Reinhard Houben, Ulla Ihnen, Dr. Marcel Klinge, Pascal Kober,
Konstantin Kuhle, Michael Georg Link, Oliver Luksic, Matthias Seestern-Pauly,
Dr. Hermann Otto Solms, Bettina Stark-Watzinger, Katja Suding,
Michael Theurer, Manfred Todtenhausen, Gerald Ullrich, Nicole Westig und
der Fraktion der FDP
Kommunale Entwicklungspolitik
Immer mehr Kommunen setzen sich für eine nachhaltige Entwicklung auf
globaler Ebene ein. Auch mit der im September 2015 von den Vereinten Nationen
verabschiedeten Agenda 2030 gewinnt das Engagement der Kommunen in der
Entwicklungs- und Nachhaltigkeitspolitik weiter an Bedeutung. Die
Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) unterstützt Städte, Gemeinden
und Landkreise umfassend, ihre Arbeit global, zum Beispiel durch kommunale
Nachhaltigkeitsstrategien, auszurichten. Um das entwicklungspolitische
Engagement vieler Kommunen in Deutschland zu stärken, wurde im Jahr 2001 die
Serviceeinrichtung „Servicestelle Kommunen in der Einen Welt“ (SKEW)
gegründet. Die Trägerschaft der SKEW liegt vor allem bei der vom
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
finanzierten Durchführungsorganisation „Engagement Global gGmbH“, aber auch bei
kommunalen Spitzenverbänden und einer Mehrzahl der Bundesländer.
(http://kommunalwiki.boell.de/index.php/Servicestelle_Kommunen_in_der_
Einen_Welt).
Ziel soll es sein, Landkreise, Städte und Gemeinden zu beraten, finanziell zu
fördern, personell zu unterstützen und mit Kommunen in Entwicklungsländern
zu vernetzen. Die von der SKEW geförderten Projekte sind nach den
Themenschwerpunkten „fairer Handel“, „faire Beschaffung“, „global nachhaltige
Kommune“, „kommunale Partnerschaften“ und „Migration und Entwicklung“
gegliedert (https://skew.engagement-global.de/themen.html). Für die Integration
der SKEW in das Monitoring- und Evaluationssystem von „Engagement
Global gGmbH“ ist seit kurzer Zeit das „Institut für Sozialforschung,
Praxisberatung und Organisationsentwicklung“ (iSPO) und das „Centrum für Evaluation
GmbH“ (CEVal) beauftragt. (https://ispo-institut.de/engagement-global-hat-
ispo-gemeinsam-mit-der-ceval-gmbh-mit-der-integration-der-servicestelle-
fuerkommunen-in-der-einen-welt-skew-in-ihr-unternehmensweites-
monitoringund-evalua-2/).
Deutscher Bundestag Drucksache 19/12842
19. Wahlperiode 29.08.2019
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Wie haben sich die Kosten für die „Servicestelle Kommunen in der Einen
Welt“ seit 2001 entwickelt (bitte nach Jahren aufschlüsseln)?
2. Welche Institutionen sind jeweils mit welchem Anteil an der Finanzierung
der SKEW beteiligt?
3. Hat die Bundesregierung vor, die Finanzierung der SKEW in den
kommenden Jahren auszubauen?
4. Welche genauen Projekte wurden unter welchem übergeordneten
Themenschwerpunkt seit 2010 durch die SKEW durchgeführt, und welche davon
sind bereits vollständig umgesetzt (bitte nach Themenschwerpunkt
aufschlüsseln)?
5. Wie hoch ist jeweils der Anteil der finanziellen Förderung durch die
SKEW an den Gesamtkosten der Projekte, die von der SKEW finanziell
unterstützt wurden bzw. werden?
6. Welche Kommunen waren in der Vergangenheit bzw. sind noch an
welchem Projekt beteiligt?
7. Wie haben sich die Anzahl und die Art der Beteiligungen von Kommunen
an Entwicklungsprojekten seit 2010 entwickelt?
8. Welche Gründe sieht die Bundesregierung dafür, dass sich bestimmte
Kommunen mehr und andere wenig bzw. gar nicht an
Entwicklungsprojekten beteiligen?
9. Wie möchte die Bundesregierung in Zukunft Kommunen gezielt anwerben,
um sich entwicklungspolitisch mehr oder generell zu engagieren?
10. Wie stellt die Bundesregierung sicher, dass die SKEW bei der Förderung
von Projekten dem Prinzip der Nachhaltigkeit folgt?
11. Welche Institution bzw Institutionen war bzw. waren für die Evaluierung
der SKEW vor und während 2017 beauftragt?
12. Nach welchen Kriterien werden die von der SKEW durchgeführten
Entwicklungsprojekte bewertet?
13. Wie hoch ist der Anteil derjenigen von der SKEW durchgeführten
Entwicklungsprojekte, die als erfolgreich abgeschlossen eingestuft werden
können?
14. Welche Gründe gab es in der Vergangenheit dafür, dass bestimmte Projekte
nicht als erfolgreich abgeschlossen eingestuft werden konnten oder dass
die Ergebnisse hinter den Erwartungen lagen?
15. Plant die Bundesregierung, aus Mitteln des BMZ Kommunen für die
Entsendung von Fachkräften zum Erfahrungsaustausch in
Kommunalverwaltungen der EZ-Staaten (EZ = Entwicklungszusammenarbeit) direkt zu
unterstützen?
Wenn ja, welche Unterstützung ist geplant?
Berlin, den 14. August 2019
Christian Lindner und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]
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