Status der Bahnstrecke Schweinfurt–Kitzingen/Etwashausen
der Abgeordneten Hans-Josef Fell, Dr. Anton Hofreiter, Omid Nouripour, Winfried Hermann, Bettina Herlitzius, Stephan Kühn, Ingrid Nestle, Daniela Wagner, Dr. Valerie Wilms und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Die Bahnstrecke Schweinfurt–Kitzingen/Etwashausen war jahrelang ein wichtiger Verkehrsweg für die Bundeswehr. Grund hierfür war vor allem die Möglichkeit, militärisches Gerät aus der Kaserne in Volkach in Gerolzhofen auf Züge zu verladen und kurzfristig und problemfrei transportieren zu können, was wegen der Stationierung von Pionieren des Kommandos Spezialkräfte (kurz: KSK) vonnöten war. Die letzte verzeichnete Verladung dieser Art fand im Jahr 2004 statt, man könnte also von einer Einstellung des Betriebs ausgehen. Doch in einem Beschluss des Kreises Schweinfurt vom 30. April 2001 wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Bundeswehr ein erhebliches Interesse am Erhalt der Bahnstrecke hat.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen5
Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung, warum an der oben genannten, nach wie vor betriebsbereiten, Bahnstrecke nicht mehr verladen wird?
Hat die Bundesregierung Kenntnis des aktuellen Ortes für Bahnverladungen der Kaserne Volkach, da in Gerolzhofen, obwohl mit zehn Kilometern der am nächsten gelegene Bahnhof, nicht mehr verladen wird?
Wenn ja, wo wird derzeit verladen?
Welche Bundeswehreinheiten sind in Volkach derzeit stationiert, und welche Rückwirkungen hat dies auf die Erforderlichkeit von Bahnverladungen?
Sind weiterhin KSK-Einheiten dort stationiert?
Sind der Bundesregierung aktuelle Angebote Dritter zur Nutzung der Strecke bekannt?
Was weiß die Bundesregierung über die weiter geplante Nutzung der Bahnstrecke?
Soll sie weiterhin ausschließlich für Güterverkehr benutzt werden, oder werden aktuell Möglichkeiten gesehen, um die Strecke auch für den Personenverkehr wieder zu reaktivieren (entweder durch Nutzung der DB AG oder anderer privater Betreiber)?