Corona-Prävention durch Homeoffice im Bundesministerium für Gesundheit
der Abgeordneten Dr. Wieland Schinnenburg, Michael Theurer, Grigorios Aggelidis, Renata Alt, Nicole Bauer, Jens Beeck, Dr. Jens Brandenburg (Rhein-Neckar), Sandra Bubendorfer-Licht, Dr. Marco Buschmann, Carl-Julius Cronenberg, Britta Katharina Dassler, Hartmut Ebbing, Dr. Marcus Faber, Daniel Föst, Thomas Hacker, Reginald Hanke, Peter Heidt, Markus Herbrand, Torsten Herbst, Katja Hessel, Manuel Höferlin, Reinhard Houben, Olaf in der Beek, Dr. Christian Jung, Dr. Marcel Klinge, Daniela Kluckert, Carina Konrad, Konstantin Kuhle, Ulrich Lechte, Alexander Müller, Dr. Martin Neumann, Bernd Reuther, Matthias Seestern-Pauly, Frank Sitta, Judith Skudelny, Dr. Hermann Otto Solms, Bettina Stark-Watzinger, Stephan Thomae, Manfred Todtenhausen, Dr. Florian Toncar, Dr. Andrew Ullmann, Gerald Ullrich, Sandra Weeser, Nicole Westig und der Fraktion der FDP
Vorbemerkung
Viele Betriebe haben während der Corona-Krise ihre Mitarbeiter nach Hause geschickt und sie im Homeoffice arbeiten lassen. Die Bundesregierung stellt im Internet Informationen zum Homeoffice bereit (https://www.bmas.de/DE/Schwerpunkte/Informationen-Corona/Fragen-und-Antworten/Fragen-und-Antworten-corona/corona-virus-arbeitsrechtliche-auswirkungen.html). Ebenso existieren bereits einige Informationen über den Umgang einiger Bundesministerien mit der Corona-Krise, etwa indem sie auf Videokonferenzen und Homeoffice setzen https://www.tagesspiegel.de/politik/wie-die-coronakrise-auf-den-politikbetrieb-wirkt-die-bundesregierung-setzt-auf-homeoffice/25650090.html).
In einem Interview mit dem Deutschlandfunk empfiehlt der Bundesminister für Gesundheit Jens Spahn, „da wo es geht mit dem Arbeitgeber über Heimarbeit, Home Office zu reden“ (https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/interviews/interviews/deutschlandfunk-110320.html). Nach Auffassung der Fragesteller müsste daher das Bundesgesundheitsministerium mit gutem Beispiel vorangehen und ein möglichst gutes Homeoffice-Angebot für alle seine Mitarbeiter zur Verfügung stellen.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen7
Welche Anzahl an Mitarbeitern (Personen) waren im Bundesministerium für Gesundheit (BMG) jeweils im Januar, Februar, März und April 2020 an welchen Standorten beschäftigt?
Welche Anzahl dieser Mitarbeiter wurde jeweils in den Monaten Januar, Februar, März und April 2020 an den einzelnen Standorten des BMG ins Homeoffice geschickt bzw. erklärte sich freiwillig dazu bereit?
a) Welche durchschnittliche Wochenarbeitszeit verbrachten diese Mitarbeiter jeweils im Homeoffice und an ihrem regulären Arbeitsort im BMG?
b) Welche Anzahl an Mitarbeitern musste bzw. muss aus welchen Gründen dauerhaft in ihren Büros im BMG bleiben?
Welche Anzahl an Notebooks und Tablets stehen für Arbeiten im Homeoffice im BMG zur Verfügung?
a) Welche Anzahl an Mitarbeitern des BMG kann ein Notebook und/oder Tablet, das vom BMG zur Arbeit zur Verfügung gestellt wird, im Homeoffice nutzen?
b) Welche Anzahl an Mitarbeitern des BMG kann kein Notebook und/oder Tablet, das vom BMG zur Arbeit zur Verfügung gestellt wird, im Homeoffice nutzen?
c) Wurden in den Monaten Januar, Februar, März und April 2020 vom bzw. für das BMG Notebooks und Tablets beschafft, und wenn ja, aus welchem Grund, und in welchem Umfang (Anzahl der Geräte)?
Welche Anzahl an Mitarbeitern des BMG, die im Homeoffice arbeiten, hat Zugriff auf digitale Dienste, die zur täglichen Arbeit notwendig sind, und wie hat sich diese Anzahl monatlich seit Januar 2020 entwickelt?
a) Welche Anzahl an Mitarbeitern im Homeoffice hat Zugriff auf einen VPN-Dienst (VPN = virtuelles privates Netzwerk), und wie hat sich diese Anzahl monatlich seit Januar 2020 entwickelt?
b) Welche Anzahl an Mitarbeitern im Homeoffice hat Zugriff auf das Intranet der Bundesregierung bzw. auf interne IT-Anwendungen des BMG, und wie hat sich diese Anzahl monatlich seit Januar 2020 entwickelt?
Welche Anzahl an Mitarbeitern des BMG, die im Homeoffice arbeiten, hat Zugriff auf Telefondienste des BMG, etwa VOIP-Telefonie (VOIP = Internettelefonie) oder Mobilfunk?
a) Welche Anzahl an Mobilfunkgeräten steht für Mitarbeiter des BMG im Homeoffice zur Verfügung, und wie hat sich diese Anzahl monatlich seit Januar 2020 entwickelt?
b) Welche Anzahl an Internet-Sticks steht für Mitarbeiter des BMG im Homeoffice zur Verfügung, und wie hat sich diese Anzahl monatlich seit Januar 2020 entwickelt?
c) Wie genau können Mitarbeiter des BMG im Homeoffice Telefongespräche führen?
d) Welche Möglichkeiten für Video- oder Sprachkonferenzen bestehen?
Plant das BMG, weitere Mitarbeiter ins Homeoffice zu schicken, und wenn ja, wann, und in welchem Umfang?
Plant das BMG, Mitarbeiter aus dem Homeoffice zurück an ihren regulären Arbeitsplatz zu holen, und wenn ja, wann, und in welchem Umfang?