Aktivitäten des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zum Jahr der biologischen Vielfalt
der Abgeordneten Cornelia Behm, Undine Kurth (Quedlinburg), Ulrike Höfken, Bärbel Höhn, Nicole Maisch, Friedrich Ostendorff und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Für das UN-Jahr der biologischen Vielfalt 2010 plant das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) laut Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage „Vorhaben der Bundesregierung zum Schutz der biologischen Vielfalt“ (Bundestagsdrucksache 17/512) unter dem Motto „Biologische Vielfalt – Schutz durch Nutzung“ eine Reihe von Aktionen und Veranstaltungen zur Aufklärung und Bildung der Verbraucher zur biologischen Vielfalt für die Ernährungs-, Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft, der so genannten Agrobiodiversität.
Außerdem plant das BMELV für das Jahr 2010 die Konzeption und Umsetzung einer Kommunikationsstrategie zur Agrobiodiversität. Hierfür sind Mittel in Höhe von 450 000 Euro vorgesehen. Diese Strategie soll der Stärkung des Problembewusstseins der Öffentlichkeit und der Verbraucher bezüglich der Bedeutung und der Gefährdung der biologischen Vielfalt für die Ernährungs-, Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft dienen.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen8
Welche konkreten Aktionen und Veranstaltungen wird das BMELV zur Aufklärung und Bildung der Verbraucher zur Agrobiodiversität im UN-Jahr der biologischen Vielfalt 2010 durchführen?
Welche Mittel sind hierfür veranschlagt?
Ist die Konzeption der geplanten Kommunikationsstrategie zur Agrobiodiversität bereits abgeschlossen, und wenn ja, was sieht diese Konzeption vor?
Für wann ist die Umsetzung dieser Kommunikationsstrategie vorgesehen?
Wie stellt die Bundesregierung sicher, dass der Sachverstand der Umwelt- und Naturschutzverbände in Planung und Erarbeitung der Maßnahmen und Aktionen einbezogen wird?
Wie hoch bewertet die Bundesregierung die Aussichten, mit den geplanten Aktionen und Veranstaltungen und der Kommunikationsstrategie, tatsächlich einen relevanten Beitrag zur Stärkung des Problembewusstseins der Öffentlichkeit und der Verbraucher bezüglich der Bedeutung und der Gefährdung der Agrobiodiversität zu leisten, und worauf stützt sie diese Einschätzung?
Welche dieser Aktionen und Veranstaltungen haben bereits stattgefunden, und welchen Erfolg hatten diese jeweils bezogen auf die Teilnehmerzahl bzw. die erreichten Personen sowie das Medienecho?
Was müsste aus Sicht der Bundesregierung über die geplanten Aktivitäten hinaus unternommen werden, um eine relevante Stärkung des Problembewusstseins der Öffentlichkeit und der Verbraucher bezüglich der Bedeutung und der Gefährdung der Agrobiodiversität zu erreichen?