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Kleine AnfrageWahlperiode 19Beantwortet

Wissenschaftliche Grundlage für eine 50:50-Quote für Männer und Frauen bei Sorge- und Erwerbsarbeit

Fraktion

AfD

Ressort

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Datum

01.12.2020

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 19/2434217.11.2020

Wissenschaftliche Grundlage für eine 50:50-Quote für Männer und Frauen bei Sorge- und Erwerbsarbeit

der Abgeordneten Mariana Iris Harder-Kühnel, Johannes Huber, Frank Pasemann, Thomas Ehrhorn und der Fraktion der AfD

Vorbemerkung

Am 28. September 2020 hat das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend die Broschüre „Gleichstellungspolitik für Jungen und Männer in Deutschland. Ein Dossier zur partnerschaftlichen Gleichstellungspolitik“ veröffentlicht (https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/publikationen/gleichstellungspolitik-fuer-jungen-und-maenner-in-deutschland/160760, abgerufen am 12. Oktober 2020). Dort heißt es auf Seite 9, unter anderem Artikel 3 Absatz 2 des Grundgesetzes erteile der Bundesregierung den „Auftrag, alle Ressourcen und Belastungen, alle bezahlten und unbezahlten Arbeiten fair, also hälftig, zwischen den Geschlechtern zu verteilen“.

Das Bundesfamilienministerium behauptet in der Broschüre unter anderem auch, Jungen und Männer würden „unter Männlichkeitsnormen leiden“, blieben aber „strukturell privilegiert“ (beides S. 6). Soziale Gerechtigkeit wird mit einer „equalitiy for all gender“ gleichgesetzt (a. a. O.)

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen6

1

Welche Studien kennt die Bundesregierung oder hat sie in Auftrag gegeben, die darauf hinweisen, dass Jungen und Männer in Deutschland im Jahr 2020 „strukturell privilegiert“ seien?

2

Welche Studien kennt die Bundesregierung oder hat sie in Auftrag gegeben, die untermauern, dass Jungen und Männer in Deutschland im Jahr 2020 nicht strukturell privilegiert seien?

3

Wie viele und welche Gesetze und Verordnungen kennt die Bundesregierung, durch welche Jungen und Männer „strukturell privilegiert“ werden (bitte auflisten nach Art der Privilegierung)?

4

Wie viele und welche Gesetze und Verordnungen kennt die Bundesregierung, durch die Mädchen oder Frauen unter bestimmten Bedingungen bevorzugt werden (bitte nach Art der Bevorzugung auflisten)?

5

Welche Untersuchungen und Studien kennt die Bundesregierung, die belegen, dass Männer und Frauen ihre Entscheidungen unter gleichen Bedingungen auch genau mit dem gleichen Ergebnis treffen?

6

Welche Untersuchungen und Studien kennt die Bundesregierung, die belegen, dass Männer und Frauen ihre Entscheidungen unter gleichen Bedingungen teilweise mit unterschiedlichem Ergebnis treffen?

Berlin, den 13. November 2020

Dr. Alice Weidel, Dr. Alexander Gauland und Fraktion

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