Entwicklung der Nutzung der Corona-Warn-App
der Abgeordneten Katrin Helling-Plahr, Michael Theurer, Grigorios Aggelidis, Renata Alt, Christine Aschenberg-Dugnus, Nicole Bauer, Jens Beeck, Dr. Jens Brandenburg (Rhein-Neckar), Dr. Marco Buschmann, Carl-Julius Cronenberg, Britta Katharina Dassler, Hartmut Ebbing, Dr. Marcus Faber, Daniel Föst, Otto Fricke, Thomas Hacker, Reginald Hanke, Markus Herbrand, Katja Hessel, Manuel Höferlin, Dr. Christoph Hoffmann, Ulla Ihnen, Olaf in der Beek, Dr. Christian Jung, Karsten Klein, Dr. Marcel Klinge, Pascal Kober, Carina Konrad, Konstantin Kuhle, Ulrich Lechte, Till Mansmann, Alexander Müller, Frank Müller-Rosentritt, Matthias Nölke, Bernd Reuther, Matthias Seestern-Pauly, Judith Skudelny, Dr. Hermann Otto Solms, Bettina Stark-Watzinger, Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Benjamin Strasser, Stephan Thomae, Manfred Todtenhausen, Gerald Ullrich, Sandra Weeser, Katharina Willkomm und der Fraktion der FDP
Vorbemerkung
Die Corona-Warn-App stellt sowohl aus Sicht der Bundesregierung als auch jener der Fragesteller eine Möglichkeit dar, Kontakte zu nachweislich mit SARS-CoV-2 infizierten Menschen festzustellen, Infektionsketten dadurch möglichst schnell zu identifizieren und letztendlich früh unterbrechen zu können. Auch wenn die App nicht perfekt ist, so kann in ihr ein Baustein von vielen für eine effektive Pandemiebekämpfung gesehen werden.
Auch der Präsident der Bundesärztekammer sprach sich medial dafür aus, der App bei der Bekämpfung von SARS-CoV-2 ein deutlich größeres Gewicht beizumessen. Hierbei müsse das Ziel sein, möglichst viele Menschen von der Nutzung und nicht zuletzt von der Eingabe eines positiven Testergebnisses in die App im Falle einer bekannt gewordenen Infektion zu überzeugen (https://www.deutschlandfunk.de/bundesaerztekammer-zur-corona-entwicklung-man-kann-den.694.de.html?dram:article_id=485999).
Vor diesem Hintergrund und jenem der gegenwärtig ansteigenden Infektionszahlen stellt sich aus Sicht der Fragesteller daher die Frage, wie eine entsprechende Steigerung der Nutzerzahlen erreicht werden kann.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen11
Wie viele Downloads der Corona-Warn-App hat es nach Kenntnis der Bundesregierung bisher gegeben, und wie bewertet die Bundesregierung diese Zahl (soweit möglich Zahlen bitte nach Monaten und/oder Wochen aufschlüsseln)?
Über welche Kanäle genau wirbt die Bundesregierung gegenwärtig für die Corona-Warn-App, und wie wurde in der Vergangenheit diesbezüglich verfahren?
a) In welchen Printmedien wurde bzw. wird für die App geworben?
b) Wo wurde bzw. wird online für die App geworben?
c) Wurde bzw. wird über TV-Werbespots geworben?
d) Wie wurde bzw. wird im öffentlichen Raum für die App geworben?
An welche Zielgruppen richtet sich die Werbung über die in Frage 2 erfragten Werbekanäle jeweils?
Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse dazu vor, wie viele Downloads der Corona-Warn-App aufgrund der Werbung über die in Frage 2 erfragten Kanäle jeweils genau stattgefunden haben?
a) Wenn ja, was sagen diese Zahlen aus?
b) Wenn nein, warum werden diese Zahlen nicht erfasst?
Liegen der Bundesregierung Auswertung oder Schätzungen vor, wie sich die Bewerbung der Corona-Warn-App durch den Einsatz von Bundesmitteln insgesamt auf die Zahl der Downloads ausgewirkt hat, und wenn ja, was sagen diese aus?
Auf welchen Betrag belaufen sich die finanziellen Mittel, die für die Werbung über die in Frage 2 erfragten Werbekanäle jeweils aufgewendet wurden bzw. werden?
Wie schätzt die Bundesregierung das Potenzial ein, die Nutzerzahl der Corona-Warn-App künftig weiter zu steigern (bitte begründen)?
Ist seitens der Bundesregierung beabsichtigt, künftig durch zusätzliche Werbemaßnahmen auf die Möglichkeiten und den Nutzen der Corona-Warn-App hinzuweisen, und wenn ja, auf welche Weise, über welche Kanäle, und welche finanziellen Mittel sind dafür vorgesehen?
Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung gegenwärtig der Anteil der positiv auf SARS-CoV-2 Getesteten, die ihren Infektionsstatus letztendlich durch die App übermitteln?
Liegen der Bundesregierung Einschätzungen zu den Gründen vor, die positiv auf SARS-CoV-2 Getestete von einer in Frage 9 genannten Übermittlung durch die App absehen lassen, und wenn ja, welche Gründe werden genannt?
Wie plant die Bundesregierung, den in Frage 10 genannten Gründen zu begegnen?