Alternativer Impfstoff gegen das SARS-CoV-2-Virus
der Abgeordneten Uwe Witt, Detlev Spangenberg, Dr. Robby Schlund, Jörg Schneider, Paul Viktor Podolay, Ulrich Oehme, Jürgen Braun, Dr. Heiko Wildberg, Dr. Axel Gehrke und der Fraktion der AfD
Vorbemerkung
Nach Ausbruch der Pandemie hat Euroimmun als eines der ersten Unternehmen verschiedene Corona-Tests entwickelt (https://www.spiegel.de/politik/deutschland/coronavirus-der-corona-tueftler-und-sein-impfstoff-im-marmeladenglas-a-0000000-0002-0001-0000-000175196801). Einige basieren auf einem Antigen-Konstrukt, mit dem sich Antikörper gegen SARS-CoV-2 nachweisen lassen (ebd.). Da das Virus sich im menschlichen Körper mithilfe eines sogenannten Spike-Proteins an die Rezeptoren der Zielzelle legt, liegt es für einige Wissenschaftler nahe, dass eine Immunisierung mit diesem Protein eine Schutzwirkung vor einer Infektion entfaltet (ebd.). Auf Grundlage eines alternativen Ansatzes wurde auf dem Euroimmun-Konstrukt ein basierendes rekombinantes Antigen hergestellt (ebd.). Wenn man sich mit diesem Antigen immunisiere, bilde der Körper nach diesem Ansatz Antikörper, die das Virus daran hinderten, sich an die Rezeptoren zu binden (ebd.). Sie könnten ihre Zielzellen somit nicht mehr infizieren (ebd.). Nach Selbstinjektion wurden Neutralisationstests durchgeführt (ebd.). Durch diese kann überprüft werden, ob sich tatsächlich spezifische Antikörper gebildet haben, die in der Lage sind, das Coronavirus zu neutralisieren (ebd.). Die Neutralisationstests belegten eindeutig, dass eine Immunisierung stattfand (ebd.). Der Unternehmer und Entwickler des Impfstoffes wandte sich daraufhin an das Paul-Ehrlich-Institut, um zusammen an einer Zulassung und an einer ersten Testphase mit Freiwilligen zu arbeiten (ebd.). Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts meldete den Unternehmer daraufhin beim Landesamt für soziale Dienste und äußerte den Verdacht, dass eine klinische Prüfung mit diesem experimentellen Impfstoff stattgefunden habe, ohne zuvor die erforderlichen Genehmigungen einzuholen (ebd.)
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen4
Welche Bedingungen muss ein Unternehmen erfüllen, um für die Entwicklung, Testreihen oder für den Einsatz staatliche Förderungen zu erhalten?
Sieht die Bundesregierung eine Möglichkeit, den alternativen Impfstoff finanziell und wissenschaftlich zu fördern (bitte ausführen)?
Sieht die Bundesregierung Möglichkeiten für eine Beschleunigung von Zulassungen von Arzneimitteln und Impfungen, die die Corona-Pandemie abmildern können?
Reichen aus der Sicht der Bundesregierung die Eigenschaften des o. g. entwickelten Mittels (keine Kühlnotwendigkeit, hohe Wirksamkeit, kostengünstige Produktion) aus, um ihm Unterstützung auch in Form von Hilfe bei der Entwicklung und Finanzierungen zur Verfügung zu stellen?