Zur Preisentwicklung und zur Liefersituation im Baubereich
der Abgeordneten Udo Theodor Hemmelgarn, Frank Magnitz, Marc Bernhard und der Fraktion der AfD
Vorbemerkung
Nach Berichten verschiedener Verbände haben sich die Preise für Baumaterialien in den vergangenen Wochen und Monaten massiv verteuert (https://www.bauindustrie.de/zahlen-fakten/auf-den-punkt-gebracht/preisentwicklung-am-bau-deutliche-preissteigerungen-bei-baumaterialien-zu-jahresbeginn-2021).
So lag der Preis für Betonstahl im März 2021 um 25,8 Prozent über dem Preisniveau von März 2020 (a. a. O.). Der Preis für Bauholz verteuerte sich ebenfalls erheblich. Die Angaben über die Preiserhöhungen schwanken zwischen „mehr als 30 Prozent“ (https://www.manager-magazin.de/unternehmen/industrie/holzpreise-und-saegestreik-wird-holz-in-deutschland-knapp-a-997107bb-d14e-4165-a480-941b6c93b108) und 60 bis 80 Prozent (https://www.manager-magazin.de/unternehmen/industrie/holzpreise-und-saegestreik-wird-holz-in-deutschland-knapp-a-997107bb-d14e-4165-a480-941b6c93b108). Teilweise wird von Lieferengpässen berichtet und die Lage als „katastrophal“ bezeichnet (a. a. O.).
Die Internetseite des Statistischen Bundesamtes weist für die Zeit von Februar 2020 bis Februar 2021 lediglich einen Preisanstieg von 3,1 Prozent aus (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/04/PD21_179_61281.html).
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen3
Wie erklärt sich die Bundesregierung, dass die Baupreissteigerungen, die vom Statistischen Bundesamt ausgewiesen werden, derart deutlich von den Angaben der Branchenvertreter abweichen (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
Plant die Bundesregierung Maßnahmen, um den Preissteigerungen und möglichen Engpässen im Baubereich entgegenzuwirken, und wenn ja, welche?
Plant die Bundesregierung Maßnahmen, um die Funktionstüchtigkeit der Lieferketten zu erhalten und ggf. wiederherzustellen, und wenn ja, welche?