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Kleine AnfrageWahlperiode 20Beantwortet

Medikamente gegen das COVID-19-Virus

(insgesamt 5 Einzelfragen)

Fraktion

AfD

Ressort

Bundesministerium für Gesundheit

Datum

08.02.2022

Antwortdauer

15 Tage

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 20/47124.01.2022

Medikamente gegen das COVID-19-Virus

der Abgeordneten Thomas Seitz, Corinna Miazga, Tobias Matthias Peterka, Martin Sichert, Jörg Schneider, Dr. Christina Baum, Kay-Uwe Ziegler, Thomas Dietz, Robert Farle und der Fraktion der AfD

Vorbemerkung

Laut der Zeitschrift „Handelsblatt“ sollen neue Medikamente gegen das COVID-19-Virus künftig zur Bekämpfung des Virus eingesetzt werden („Kampf gegen die Pandemie; Das sind die Hoffnungsträger unter den Coronamedikamenten.“ von Siegfried Hofmann, erschienen am 23. Dezember 2021):

„Neue Medikamente gegen das COVID-19-Virus sollen das Risiko für schwere Verläufe senken – auch bei einer Omikron-Infektion. In einer Führungsrolle sehen viele Experten den US-Branchenriesen Pfizer mit Paxlovid. Am Mittwoch erteilte die US-Arzneimittelaufsicht FDA Paxlovid eine Notfallzulassung. Als zweite wichtige Neuentwicklung, wenn auch mit etwas schlechteren Perspektiven, gilt das Mittel Lagevrio, dessen Wirkstoff Molnupiravir der US-Konzern Merck & Co und Ridgeback Biotherapeutics entwickelt haben. Beide Medikamente haben den Vorteil, dass sie als Tablette eingenommen werden können. Damit könnten sie auf wesentlich breiterer Basis als die bisher verfügbaren Antikörperwirkstoffe eingesetzt werden. Die Antikörpermittel können praktisch nur im Krankenhaus verabreicht werden, wenn es bei vielen Patienten schon zu spät ist.

COVID-19-Patienten, so die Hoffnung, könnten die neuen Wirkstoffe künftig schnell nach Symptombeginn fünf Tage lang einnehmen und damit das Risiko für schwere Verläufe erheblich reduzieren. Infektionswellen ließen sich damit besser beherrschen, die Zahl der Klinikeinweisungen und Sterbefälle könnte spürbar gesenkt werden.

Als weitere Stärke der Arzneien gilt, dass sie voraussichtlich auch gegen neue Virusmutanten wie Omikron wirksam sein werden. Denn im Gegensatz zu den Antikörperpräparaten setzen die neuen antiviralen Medikamente nicht am mutationsfreudigen Spike-Protein des Virus an, sondern an Enzymen, die die Vervielfältigung der Viren in den Zellen steuern.“

Laut „Handelsblatt“ („Vertrag besiegelt; Spahn sichert Deutschland COVID-19-Medikament Lagevrio von Merck – Erste Lieferung im Dezember“, von Jürgen Klöckner und Siegfried Hofmann, erschienen am 2. Dezember 2021) soll das Bundesministerium für Gesundheit einen Liefervertrag für das Medikament Lagevrio mit dem US-Pharmaunternehmen Merck & Co. abgeschlossen haben. Deutschland soll in den kommenden Monaten 80 000 Einheiten des Medikaments Lagevrio erhalten. Erste Lieferungen seien für Dezember geplant.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen5

1

Welche Medikamente gegen das COVID-19-Virus (ausgenommen Impfstoffe) hat die Bundesregierung bestellt (bitte nach Bezeichnung des Medikaments und Wirkstoffen aufschlüsseln)?

2

Mit welchen Unternehmen, die Medikamente gegen das COVID-19-Virus produzieren (ausgenommen Impfstoffe), ist die Bundesregierung derzeit in Verhandlungen?

3

In welchem Umfang wurden Medikamente gegen das COVID-19-Virus bereits bestellt, und wie viele Medikamente sollen in welchem Zeitraum insgesamt bestellt werden (bitte nach Zahl der Einheiten, Zeitraum und Bezeichnung des Medikaments aufschlüsseln)?

4

Wie wurden bzw. werden die Medikamente gegen das COVID-19-Virus in die strategische Ausrichtung der Bekämpfung des Virus einbezogen?

5

Werden die neuen Medikamente gegen das COVID-19-Virus Auswirkungen auf die Beurteilung der geplanten Einführung der allgemeinen gesetzlichen Impfpflicht haben, und wenn ja, welche?

Berlin, den 14. Januar 2022

Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion

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