Förderung der Waldbewirtschaftung am Horn von Afrika; Projekt Partizipative Waldwirtschaft in Äthiopien
der Abgeordneten Dietmar Friedhoff, Markus Frohnmaier, Edgar Naujok, Stefan Keuter, Dr. Harald Weyel, Dr. Malte Kaufmann und der Fraktion der AfD
Vorbemerkung
Von 2013 bis 2019 förderte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) das Projekt „Partizipative Waldwirtschaft (PFM)“, indem in ausgewählten Gebieten Äthiopiens eine partizipative Waldbewirtschaftung in und in der Nähe von Wassereinzugsgebieten durchgeführt wurde (www.giz.de/de/weltweit/32891.html). Hierdurch sollte die Widerstandsfähigkeit (Resilienz) der Kleinbauern gegenüber dem Klimawandel gestärkt werden.
In den Regionen Oromia, Amhara und Tigray wurden etwa 24 gemeindebasierte Organisationen gegründet, die zusammen fast 4 500 Mitglieder haben. Die Gemeinden in den drei Projektregionen haben bis jetzt 52 000 Hektar Waldland für die Einführung des Konzepts der partizipativen Waldbewirtschaftung identifiziert; 12 000 Hektar in Oromia, 22 000 Hektar in Amhara und 18 000 in Tigray (www.giz.de/de/weltweit/32891.html).
Überdies soll das Projekt nach Angaben der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH zusätzlich nachweislich positive Auswirkungen auf die Geschlechtergerechtigkeit haben (www.giz.de/projektdaten/projects.action?request_locale=de_DE&pn=201297662).
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen14
Trifft die Projektnummer 2012.9766.2 (vgl. www.giz.de/projektdaten/projects.action?request_locale=de_DE&pn=201297662) für das genannte Projekt zu?
Welche Kosten sind für das genannte Projekt entstanden (bitte nach Kostenarten, Personal, Projektverwaltung, Beschaffungen, Baumaßnahmen, Evaluierungen etc. aufschlüsseln)?
Welche konkreten Projektmaßnahmen wurden im Rahmen des genannten Projekts umgesetzt?
Wurden im Rahmen des genannten Projekts durch die GIZ GmbH Zuwendungen an lokale Organisationen gewährt, und wenn ja, in welchem Zeitraum in welcher Höhe, und zu welchem Zweck?
Wurden im Rahmen der Projektmaßnahmen durch die Bundesregierung Organisationen mit Sachmitteln gefördert, und wenn ja, welche Organisation wurde mit welchen Sachmitteln zu welchen Kosten gefördert?
Wie hoch waren die Personalkosten im Rahmen der Projektförderung, und wie viel Personal wurde in welcher Art und Weise eingesetzt?
Entsprachen die ursprünglich veranschlagten Projektkosten den tatsächlich angefallenen Kosten?
Wann ging dem BMZ der Schlussbericht zu?
Wurde das genannte Projekt evaluiert, und wenn ja, mit welchen Ergebnissen?
Wie bewertet die Bundesregierung den Erfolg des genannten Projektes? Hat sich der Waldbestand in der Region im Rahmen der Projektumsetzung in den genannten Regionen unter gleichzeitiger Stärkung der Resilienz der Kleinbauern fast vier Jahre nach Abschluss nachhaltig verbessert, und wenn ja, inwiefern?
In welcher Hinsicht hat das genannte Projekt konkrete, positive Auswirkungen auf die Geschlechtergerechtigkeit entfaltet (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
Wie wurde nach Kenntnis der Bundesregierung das Projekt von der lokalen Bevölkerung angenommen, insbesondere im Rahmen des gewählten partizipativen Ansatzes (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller, bitte sowohl positive als auch negative Beispiele benennen)?
Wurden nach Abschluss des genannten Projekts Folgeprojekte beauftragt, und wenn ja, in welcher Art und Weise?
Werden die 24 gemeindebasierten Organisationen (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller) weiterhin durch die Bundesregierung oder eine ihrer Durchführungsorganisationen unterstützt, und wenn ja, in welcher Art und Weise?