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Kleine AnfrageWahlperiode 20Beantwortet

Start-up-Strategie - Handlungsfeld Start-up-Gründerinnen und Diversität bei Gründungen stärken

(insgesamt 4 Einzelfragen)

Fraktion

AfD

Ressort

Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

Datum

09.06.2023

Aktualisiert

16.01.2024

Deutscher BundestagDrucksache 20/696825.05.2023

Start-up-Strategie – Handlungsfeld Start-up-Gründerinnen und Diversität bei Gründungen stärken

der Abgeordneten Uwe Schulz, Leif-Erik Holm, Dr. Malte Kaufmann, Enrico Komning, Dr. Michael Espendiller, Sebastian Münzenmaier, Bernd Schattner, Kay-Uwe Ziegler und der Fraktion der AfD

Vorbemerkung

In Kapitel 4 „Start-up-Gründerinnen und Diversität bei Gründungen stärken“ der vom Bundeskabinett am 27. Juli 2022 beschlossenen „umfassenden“ Startup-Strategie der Bundesregierung spricht sich das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) für die Errichtung eines Forums für eine bessere Vernetzung migrantischer Gründerinnen aus (www.bmwk.de/Redaktion/DE/Publikationen/Existenzgruendung/start-up-strategie-der-bundesregierung.pdf?__blob=publicationFile&v=1, S. 16).

Weiter heißt es in der Start-up-Strategie der Bundesregierung, „die Bundesregierung will so zu mehr Kooperationen migrantischer Start-ups beitragen. Denn fehlende Netzwerke sind die zentrale Herausforderung für migrantische Gründungen noch vor bürokratischen Hürden und sprachlichen Barrieren“ (ebd.).

Das Positionspapier zum Thema „Talent und Gründer*innen mit Migrationshintergrund“ beinhaltet eine Bestandsaufnahme und eine Darstellung der Chancen der Migration, die wertschöpfend auf unsere Volkswirtschaft wirken könnten (www.bmwk.de/Redaktion/DE/Downloads/B/bjdw-positionspapier-zum-thema-talent-gruenderinnen-mit-migrationshintergrund.pdf?__blob=publicationFile&v=4).

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen4

1

Wie viele Gründungen im Start-up-Bereich sind nach Kenntnis der Bundesregierung seit 2018 auf migrantische Gründerinnen zurückzuführen (bitte nach Bundesländern aufschlüsseln)?

2

In welcher Art und welchem Umfang soll das von der Bundesregierung geplante Forum zur Vernetzung migrantischer Gründerinnen im Sinne eines Abbaus sprachlicher Barrieren und bürokratischer Hürden ausgestattet werden, und wie bewertet die Bundesregierung in diesem Zusammenhang die Erfolgsaussichten ihres Ansatzes, dass Kooperationen migrantischer Startups Defizite bei bürokratischen Hürden und sprachlichen Barrieren beseitigen sollen (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?

3

Sind der Bundesregierung Prognosen über die Anzahl von Gründungen migrantischer Gründer bekannt, und wenn ja, wie viele Start-up-Gründungen von migrantischen Gründerinnen werden von der Bundesregierung im Jahr 2023 erwartet?

4

Wurden etwaige Erkenntnisse anderer Länder mit einem derartigen Ansatz, Gründer mit Migrationshintergrund zu unterstützen, in das Kapitel 4 der Start-up-Strategie einbezogen, und wenn ja, befindet sich die Bundesregierung in einem diesbezüglichen Austausch mit anderen Regierungen, und welche Erfahrungen haben andere Regierungen mit diesem Ansatz erworben, und welche Erfahrungen anderer Länder hat die Bundesregierung berücksichtigt?

Berlin, den 22. Mai 2023

Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion

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