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Kleine AnfrageWahlperiode 20Beantwortet

Messstationen des Deutschen Wetterdienstes und deren Messwerte (Nachfrage zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 20/10268)

(insgesamt 12 Einzelfragen)

Fraktion

AfD

Ressort

Bundesministerium für Digitales und Verkehr

Datum

30.08.2024

Aktualisiert

09.09.2024

Deutscher BundestagDrucksache 20/1221809.07.2024

Messstationen des Deutschen Wetterdienstes und deren Messwerte (Nachfrage zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 20/10268)

des Abgeordneten Tobias Matthias Peterka und der Fraktion AfD

Vorbemerkung

Die Antwort zu Frage 6 der Kleinen Anfrage auf Bundestagsdrucksache 20/10268 ist in den Augen der Fragesteller unvollständig. Die Frage bezieht sich auf die nichthomogenisierten, aus Messdaten errechneten durchschnittlichen Jahres- und Monatstemperaturen der einzelnen Jahre. In der Antwort sind nur jeweils die durchschnittlichen Messdaten über mehrere Jahre angegeben.

Die Fragesteller bitten deshalb um die Angabe der durchschnittlichen Jahres- und Monatstemperaturen für jedes einzelne Jahr und für jeden Stationsstandort, bei dem die Berechnung der vieljährigen Stationsmittelwerte in der Referenzperiode 1961 bis 1990 sowie in der Vergleichsperiode 1991 bis 2020 auf der Basis homogenisierter Daten erfolgte (siehe Frage 1; Datenquelle „DQ 51“).

Darüber hinaus gibt die Antwort Anlass für Nachfragen.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen12

1

Welche sind die aus Messdaten errechneten durchschnittlichen Jahres- und Monatstemperaturen für jedes einzelne Jahr und für jeden Stationsstandort, bei dem die Berechnung der vieljährigen Stationsmittelwerte in der Referenzperiode 1961 bis 1990 sowie in der Vergleichsperiode 1991 bis 2020 auf der Basis homogenisierter Daten erfolgte (Datenquelle „DQ 51“)?

2

Auf welche Messstationen beziehen sich jeweils die Angaben zur Referenzperiode 1961 bis 1990 bzw. zur Vergleichsperiode 1991 bis 2020 gemäß der Antwort der Bundesregierung zu Frage 4 der Kleinen Anfrage auf Bundestagsdrucksache 20/10268 (bitte die Namen der Messstationen nennen)?

3

Über welchen Zeitraum wurden die zugrunde liegenden Messstationen gemäß der Antwort zu Frage 2 jeweils betrieben?

4

Welche der Messstationen gemäß der Antwort zu Frage 2 befinden sich jeweils an einem Standort innerhalb städtischer Gebiete und welche dieser Stationen befinden sich außerhalb von Städten (Kriterium für „Stadt“ ist eine Einwohnerzahl von 5 000 oder höher gemäß Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/forschung/raumbeobachtung/Raumabgrenzungen/deutschland/gemeinden/StadtGemeindetyp/StadtGemeindetyp.html#:~:text=Hat%20eine%20Gemeinde%20innerhalb%20eines,diese%20als%20%E2%80%9EStadt%E2%80%9C%20bezeichnet)?

5

Wie hoch ist der Anteil der seit dem Jahr 1991 bis 2020 neu hinzugekommenen Messstationen, die sich innerhalb städtischer Gebiete befinden, bezogen auf die Gesamtzahl aller zwischen 1991 und 2020 neu hinzugekommenen Messstationen (bitte mit Angabe der erstmaligen Inbetriebnahme der neu hinzugekommenen Messstationen)?

6

Wie hoch ist der Anteil der Messstationen aus der Referenzperiode 1961 bis 1990 sowie aus der Vergleichsperiode 1991 bis 2020, die sich an einem Standort innerhalb städtischer Gebiete befinden, bezogen auf die Gesamtzahl aller Messstationen aus dieser Periode?

7

Welche der Messstationen aus dem Jahr 2023, auf die sich die Aussage „Das Jahr 2023 war in Deutschland das wärmste seit Messbeginn 1881“ bezieht (Anlage 1 der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 20/10268), sind im Vergleich zu der Antwort zu Frage 2 (Messstationen der Vergleichsperiode 1991 bis 2020) neu hinzugekommen?

8

Welche der neu hinzugekommenen Messstationen gemäß der Antwort zu Frage 7 befinden sich an einem Standort innerhalb städtischer Gebiete, und welche dieser Stationen befinden sich außerhalb von Städten?

9

Wurde bei den Messstationen aus dem Jahr 2023, auf die sich die Aussage „Das Jahr 2023 war in Deutschland das wärmste seit Messbeginn 1881“ bezieht (Anlage 1 der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 20/10268), untersucht, ob diese a) von Anfang an oder b) nach ihrer ersten Inbetriebnahme innerhalb einer Distanz, die sich auf die Temperaturmessung auswirken kann, mit Gebäuden oder Infrastruktur (z. B. Straße, Parkplatz) umbaut waren bzw. wurden (wenn nein, warum nicht, und wenn ja, bei welchen Messstationen und mit welchem Ergebnis)?

10

Welche Vergleiche darüber gibt es, wie groß aufgrund der Umstellung des Messverfahrens die Abweichung bei der Ermittlung der Durchschnittswerte auf Tages-, Monats- und Jahresbasis ist (ab dem Jahr 2000 wurde das Messverfahren von Thermometer-Messung mit Messung zu den sog. Mannheimer Zeiten umgestellt auf stündliche oder sogar minutengenaue Messung; vgl. Der Brockhaus Mannheim, Leipzig 2006, S. 216; bitte mit genauer Angabe der betreffenden Stationen sowie der Angabe, wer und wann diese Vergleiche durchgeführt hat bzw. wurden)?

11

Wurde die Zu- oder Abnahme der mittleren Temperaturen aufgrund der Umstellung des Messverfahrens gemäß der Frage 10 in die veröffentlichten Ergebnisse eingepflegt, und wenn nein, warum nicht?

12

Welche der Messstationen, auf die sich die Angabe „Das Jahr 2023 war in Deutschland das wärmste seit Messbeginn im Jahr 1881“ bezieht und die seit 1881 bis 2023 betrieben wurden (Anlage 3 der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 10/10268), verzeichneten im Jahr 2023 dem höchsten Wert der Durchschnittstemperatur seit Messbeginn, bezogen auf a) das Jahr sowie b) die einzelnen Monate (bitte jeweils das betreffende Jahr und die betreffenden Monate angeben)?

Berlin, den 4. Juli 2024

Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion

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