Zur Förderung der KI-Kompetenz an Schulen
der Abgeordneten Barbara Benkstein, Nicole Höchst, Dr. Michael Kaufmann, Dr. Götz Frömming, Volker Münz und der Fraktion der AfD
Vorbemerkung
Die Bildungsministerkonferenz hat anlässlich ihrer Zusammenkunft am 10. Oktober 2024 umfangreiche Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) in schulischen Bildungsprozessen verabschiedet. Dabei solle den Schulen ein konstruktiv-kritischer Umgang mit KI ermöglicht werden; die Schulen bereiteten junge Menschen auf eine Welt vor, die zunehmend von KI gesteuert werde (vgl. www.kmk.org/aktuelles/artikelansicht/bildu ngsministerkonferenz-verabschiedet-handlungsempfehlung-zum-umgang-mit-k uenstlicher-intelligenz-1.html).
Die Bundesministerin für Bildung und Forschung Bettina Stark-Watzinger nahm Presseberichten zufolge an der Konferenz teil („Länder wollen KI- Kompetenz fördern“, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11. Oktober 2024, S. 5). Dabei sei es auch um die Finanzierung einer stabilen digitalen Infrastruktur gegangen, ohne die nach Auffassung der Bildungsministerkonferenz KI in der Schule nicht funktioniere (vgl. www.kmk.org/aktuelles/artikelansicht/bildu ngsministerkonferenz-verabschiedet-handlungsempfehlung-zum-umgang-mit-k uenstlicher-intelligenz-1.html). Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) will im Haushaltsjahr 2025 den Bundesländern rund 1,6 Mrd. Euro zur Förderung von Investitionen in die digitale Infrastruktur von Schulen zur Verfügung stellen (Digitalpakt Schule, vgl. Bundestagsdrucksache 20/12400, Einzelplan 30, S. 10). Der Bund sieht als Ziel des Digitalpaktes den „flächendeckende[n] Aufbau einer zeitgemäßen digitalen Bildungsinfrastruktur unter dem Primat der Pädagogik“ (www.digitalpaktschule.de/de/was-ist-der-dig italpakt-schule-1701.html). Darüber hinaus konstatiert das BMBF, dass sich das Lehrpersonal und die Gesellschaft als Ganzes mit dem KI-Einsatz in der Bildung auseinandersetzen müssten (www.bmbf.de/bmbf/shareddocs/faq/2023082 2-faq-ki.html).
Die Handlungsempfehlungen der Bildungsministerkonferenz zum Umgang mit KI in schulischen Bildungsprozessen beziehen sich etwa auf die Katalogisierung aktueller Forschungsvorhaben zum Einsatz generativer KI-Anwendungen im Unterricht (vgl. www.kmk.org/fileadmin/veroeffentlichungen_beschluesse/ 2024/2024_10_10-Handlungsempfehlung-KI.pdf, S. 4), auf die Förderung kritisch-reflexiver Kompetenzen im Zusammenhang mit KI-generierten Falschinformationen (ebd., S. 5) oder auch auf die Beachtung digitaler Teilhabe aller Schüler bezogen auf die Entwicklung weiterer KI-Anwendungen (ebd., S. 11). Eine Differenzierung der Schüler nach Alter oder Schulform unternimmt die Bildungsministerkonferenz dabei nicht.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen15
Hat die Bundesregierung Kenntnis von den Handlungsempfehlungen der Bildungsministerkonferenz zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz in schulischen Bildungsprozessen (siehe Vorbemerkung der Fragesteller)?
Wenn Frage 1 mit ja beantwortet wird, war die Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger, die an der Bildungsministerkonferenz teilnahm, an der Ausarbeitung der genannten Handlungsempfehlungen beteiligt (siehe Vorbemerkung der Fragesteller; bitte ausführen)?
Wenn Frage 1 mit ja beantwortet wird, macht sich die Bundesregierung die genannten Handlungsempfehlungen der Bildungsministerkonferenz als Ganzes beziehungsweise in Teilen zu eigen (siehe Vorbemerkung der Fragesteller; bitte ausführen)?
Wenn Frage 1 mit ja beantwortet wird, decken sich die Handlungsempfehlungen der Bildungsministerkonferenz mit den Zielen des BMBF- Aktionsplans Künstliche Intelligenz, soweit diese den Einsatz von KI im schulischen Bildungssystem betreffen (vgl. www.bmbf.de/SharedDocs/Pu blikationen/de/bmbf/5/31819_Aktionsplan_Kuenstliche_Intelligenz.pdf ?__blob=publicationFile&v=7, S. 21; bitte ausführen)?
Wenn Frage 1 mit ja beantwortet wird, hat sich die Bundesregierung zu der Einschätzung der Bildungsministerkonferenz, dass es einen Zusammenhang zwischen einer stabilen digitalen Infrastruktur und dem Einsatz von KI in der Schule gebe, eine eigene Auffassung erarbeitet, und wie lautet diese (siehe Vorbemerkung der Fragesteller; bitte ausführen)?
Wenn Frage 1 mit nein beantwortet wird, wird sich die Bundesregierung in absehbarer Zeit Kenntnis von den Handlungsempfehlungen der Bildungsministerkonferenz zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz in schulischen Bildungsprozessen verschaffen (siehe Vorbemerkung der Fragesteller; bitte ausführen)?
Hält es die Bundesregierung für sinnvoll, beim diskutierten Einsatz von KI in der schulischen Bildung hinsichtlich des Alters der Schüler sowie der Schulformen zu differenzieren, und hält es die Bundesregierung für sinnvoll, bereits in der Grundschule den Einsatz von KI zu diskutieren (siehe Vorbemerkung der Fragesteller; bitte ausführen)?
Ist die Bundesregierung der Auffassung, dass die von ihr projektierten Mittel im Haushalt 2025 zur Förderung der digitalen Infrastruktur für Schulen ausreichen, um den Einsatz von KI in der Schule zu ermöglichen, und gibt es eine Einigung zwischen der Bundesregierung und den Bundesländern über die anteilige Finanzierung des Digitalpaktes Schule (siehe Vorbemerkung der Fragesteller; bitte ausführen)?
Wie sähe eine konkrete Ausformulierung von KI-Kompetenzen von Schülern aus, wie sie die Bundesregierung in ihrem BMBF-Aktionsplan Künstliche Intelligenz als Ziel ausgibt (vgl. www.bmbf.de/SharedDocs/Publikat ionen/de/bmbf/5/31819_Aktionsplan_Kuenstliche_Intelligenz.pdf?__blo b=publicationFile&v=7, S. 21; bitte ausführen)?
Ist die Bundesregierung der Auffassung, dass die Lehrkräfte über alle Schulformen und Altersstufen hinweg ihrerseits über notwendige KI- Kompetenzen verfügen, um diese ihren Schülern zu vermitteln (siehe Vorbemerkung der Fragesteller; bitte ausführen)?
Sind der Bundesregierung Erfahrungen anderer Länder über den Einsatz von KI im schulischen Unterricht bekannt, und welche Schlüsse zieht sie gegebenenfalls daraus (siehe Vorbemerkung der Fragesteller; bitte ausführen)?
Sind der Bundesregierung Erfahrungen über den Einsatz von KI im schulischen Unterricht in Deutschland bekannt, und welche Schlüsse zieht sie gegebenenfalls daraus (siehe Vorbemerkung der Fragesteller; bitte ausführen)?
Wie umfangreich, gemessen in Wochenstunden, sollte nach Auffassung der Bundesregierung die systematische Beschäftigung mit KI im schulischen Unterricht sein (siehe Vorbemerkung der Fragesteller; bitte ausführen)?
Hält es die Bundesregierung für sinnvoll, die Beschäftigung mit KI im Rahmen der schulischen Bildung speziell im Mathematikunterricht stattfinden zu lassen (siehe Vorbemerkung der Fragesteller; bitte ausführen)?
Hat die Bundesregierung Erkenntnisse darüber, wie viele Schüler im privaten Bereich bereits mit welchen Anwendungen generativer KI Erfahrungen gemacht haben (siehe Vorbemerkung der Fragesteller; bitte gegebenenfalls ausführen)?