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Kleine AnfrageWahlperiode 18Beantwortet

Daten zur Abregelung von regenerativen Stromerzeugungsanlagen

Aus Gründen der Netzstabilität 2010 bis 2013 abgekoppelte bzw. heruntergeregelte regenerative und konventionelle Stromerzeugungsanlagen, dadurch nicht erzeugte Strommenge und vermiedene CO2-Emissionen, entstandene Kosten<br /> (insgesamt 5 Einzelfragen)

Fraktion

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ressort

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Datum

13.03.2014

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 18/64521.02.2014

Daten zur Abregelung von regenerativen Stromerzeugungsanlagen

der Abgeordneten Oliver Krischer, Annalena Baerbock, Dr. Julia Verlinden, Bärbel Höhn, Matthias Gastel, Sylvia Kotting-Uhl, Christian Kühn (Tübingen), Steffi Lemke, Peter Meiwald und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Durch die gleichzeitige Stromeinspeisung aus unflexiblen konventionellen Kraftwerken und den fluktuierenden erneuerbaren Energien kommt es immer häufiger zu Konflikten im Stromnetz. Unflexible Kohle- und Atomkraftwerke brauchen im Gegensatz zu hochflexiblen Gaskraftwerken mehrere Stunden, um hoch- oder heruntergefahren zu werden, und passen damit immer weniger in den Energiemix der Zukunft. Als Folge dessen werden immer öfter Erneuerbare-Energien-Kapazitäten abgeschaltet. Grund für diese temporäre Abregelungen bzw. Abschaltungen ist die Aufrechterhaltung der Stabilität im Stromnetz. Da die Betreiber von Erzeugungsanlagen jedoch für die Abschaltung entschädigt werden, verursacht dies Kosten für die Verbraucherinnen und Verbraucher. Erste Daten dazu hat die Bundesnetzagentur in ihrem Monitoringbericht veröffentlicht.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen5

1

Welche Summe regenerativer Stromerzeugungsanlagen wurde in den Jahren von 2010 bis 2013 (bitte einzeln nach Technologien inkl. installierter Leistung, Bundesländern und Jahren aufschlüsseln) mit welcher potentiell erzeugbaren Strommenge vom Netz aus Gründen der Netzstabilität abgekoppelt (bitte unter Angabe der abgeschalteten Jahresstunden), und wie viele CO2-Emissionen aus konventionellen Kraftwerken hätten ohne diese Abkoppelung eingespart werden können?

2

Welche Summe regenerativer Stromerzeugungsanlagen wurde in den Jahren von 2010 bis 2013 (bitte einzeln nach Technologien inkl. installierter Leistung, Bundesländern und Jahren aufschlüsseln) mit welcher potentiell erzeugbaren Strommenge aus Gründen der Netzstabilität heruntergeregelt (bitte unter Angabe der heruntergeregelten Strommenge), und wie viele CO2-Emissionen aus konventionellen Kraftwerken hätten ohne diese Herabregelung eingespart werden können?

3

Welche Kosten sind nach Informationen der Bundesregierung durch die Abregelung regenerativer Stromerzeugungsanlagen demnach entstanden (bitte für die Jahre von 2010 bis 2013 einzeln aufschlüsseln)?

4

Welche Summe konventioneller Stromerzeugungsanlagen wurde in den Jahren von 2010 bis 2013 (bitte einzeln nach Technologien inkl. installierter Leistung, Bundesländern und Jahren aufschlüsseln) mit welcher potentiell erzeugbaren Strommenge vom Netz aus Gründen der Netzstabilität abgekoppelt (bitte unter Angabe der abgeschalteten Jahresstunden)?

5

Welche Summe konventioneller Stromerzeugungsanlagen wurde in den Jahren von 2010 bis 2013 (bitte einzeln nach Technologien inkl. installierter Leistung, Bundesländern und Jahren aufschlüsseln) mit welcher potentiell erzeugbaren Strommenge aus Gründen der Netzstabilität heruntergeregelt (bitte unter Angabe der heruntergeregelten Strommenge)?

Berlin, den 21. Februar 2014

Katrin Göring-Eckardt, Dr. Anton Hofreiter und Fraktion

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