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Kleine AnfrageWahlperiode 18Beantwortet

Mittelabruf von Wirtschaftsförderprogrammen des Bundes im Saarland

Anteil von Unternehmen mit Finanzierungsproblemen, Nachfrage nach einzelnen Fördermöglichkeiten 2005 bis 2015 Anträge und Zusagen, abgerufene Mittel, jeweils im Vergleich zum gesamten Bundesgebiet, Anzahl geförderter Unternehmen, Schwierigkeiten und Unterstützung bei der Inanspruchnahme<br /> (insgesamt 6 Einzelfragen mit zahlreichen Unterfragen)

Fraktion

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ressort

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Datum

18.04.2016

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 18/796317.03.2016

Mittelabruf von Wirtschaftsförderprogrammen des Bundes im Saarland

der Abgeordneten Markus Tressel, Dr. Thomas Gambke, Matthias Gastel, Stephan Kühn (Dresden), Tabea Rößner, Dr. Valerie Wilms und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Kleine und mittelständische Betriebe im Saarland sind die Basis der regionalen Wirtschaft. Sie schaffen qualitativ hochwertige Arbeitsplätze und stärken regionale Wertschöpfung. Doch besonders jenseits der Ballungszentren fällt es schwerer, Produktivkapital und Arbeitsplätze zu schaffen und dauerhaft zu binden. Der Fachkräftemangel, die Frage der Unternehmensnachfolge, nötige Innovationen und Investitionen sind für die Betriebe große Herausforderungen.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen6

1

Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung der Anteil der Unternehmen im Saarland im Vergleich zum gesamten Bundesgebiet, die Probleme haben, an eine Finanzierung zu kommen?

2

Wie groß war die Nachfrage nach den einzelnen Fördermöglichkeiten für Unternehmen im Saarland in den Jahren 2005 bis 2015 bemessen an der Anzahl der Anträge und Zusagen im Vergleich zum gesamten Bundesgebiet (bitte pro Einwohner, bezogen auf die Wirtschaftskraft sowie bezogen auf die Anzahl der förderfähigen Unternehmen angeben):

a) ERP-Kapital für Gründungen (ERP: European Recovery Program),

b) ERP-Gründerkredit – StartGeld,

c) ERP-Gründerkredit – Universell,

d) ERP-Startfonds,

e) High-Tech Gründerfonds,

f) EXIST-Gründungsstipendien aus der Wissenschaft,

g) INVEST-Zuschuss für Wagniskapital,

h) Mikrokredit,

i) Mikromezzaninfonds,

j) KfW-Unternehmerkredit (KfW: Kreditanstalt für Wiederaufbau),

k) ERP-Beteiligungsprogramm,

l) EIF (Europäischer Investitionsfonds) ERP-Dachfonds,

m) ERP-Innovationsprogramm,

n) Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM),

o) SIGNO – Schutz von Ideen für Gewerbliche Nutzung (Patente),

p) Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF),

q) Unternehmerkredit Plus und

r) Go-Inno?

3

In welcher Höhe sind Mittel in diesen Förderprogrammen im Zeitraum von 2005 bis 2015 im Saarland abgerufen worden im Vergleich zum gesamten Bundesgebiet (bitte pro Einwohner, bezogen auf die Wirtschaftskraft sowie bezogen auf die Anzahl der förderfähigen Unternehmen angeben)?

4

Wie viele Unternehmen haben diese Fördermöglichkeiten im entsprechenden Zeitraum im Saarland abgerufen (bitte zwischen kleinen und mittelständischen Betrieben [KMU] und Großbetrieben, Branchen und Höhe der bewilligten Mittel unterscheiden)?

5

Bestehen nach Kenntnis der Bundesregierung Schwierigkeiten für die Unternehmen im Saarland, die bestehenden Fördermöglichkeiten in den Bereichen Gründung, Unternehmensfinanzierung, Innovations- oder Forschungsförderung in Anspruch zu nehmen (bitte mit Begründung)?

6

Welche Unterstützung erhalten Unternehmen, um in die Lage versetzt zu werden, diese Fördermöglichkeiten in Anspruch zu nehmen und die Mittel abzurufen?

Berlin, den 15. März 2016

Katrin Göring-Eckardt, Dr. Anton Hofreiter und Fraktion

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