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Kleine AnfrageWahlperiode 14Beantwortet

Umsetzung des "Sofortprogramms für 100 000 Jugendliche" besonders in den neuen Bundesländern (G-SIG: 14010188)

Umsetzung des Sofortprogramms zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit, insbesondere in Ostdeutschland, Anteil benachteiligter und behinderter Jugendlicher, Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze, Verstetigung des Programms

Fraktion

PDS

Datum

08.04.1999

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 14/58517. 03. 99

Umsetzung des „Sofortprogramms für 100000 Jugendliche“ besonders in den neuen Bundesländern

der Abgeordneten Maritta Böttcher, Sabine Jünger und der Fraktion der PDS

Vorbemerkung

Laut Koalitionsvereinbarung soll das von der Bundesregierung initiierte „Sofortprogramm zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit“ der allgemeinen Ausbildungs- und Beschäftigungsmisere von Jugendlichen entgegensteuern und dabei vor allem die besonders zugespitzte Situation in Ostdeutschland verbessern.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen24

1

Wieviel der für das Programm vorgesehenen finanziellen Mittel von 2 Mrd. DM sind bisher abgerufen worden, wieviel davon entfallen auf Ostdeutschland?

2

Gibt es in Ostdeutschland regionale Unterschiede bei der Wahrnehmung der mit diesem Programm gegebenen Fördermöglichkeiten?

Wenn ja,

a) worin bestehen diese Unterschiede,

b) worin liegen sie begründet?

3

Wie viele Jugendliche wurden bisher in die Beratung und Vermittlungsversuche einbezogen (bitte aufschlüsseln nach – gesamter Bundesrepublik Deutschland, – Ostdeutschland und – bez. Ostdeutschland entsprechend den nach Frage 2 festgestellten regionalen Unterschieden)?

4

Wie viele Jugendliche, die im Ausbildungsjahr 1998/99 keinen Ausbildungsplatz erhalten hatten, haben über das Programm eine berufliche Ausbildung in einer betrieblichen bzw. außerbetrieblichen Einrichtung aufgenommen (bitte wie in Frage 3 aufschlüsseln)?

5

Wie viele Jugendliche wurden in eine berufsorientierende Bildungsmaßnahme einbezogen, in deren Rahmen der Hauptschulabschluß nachgeholt werden kann (bitte wie in Frage 3 aufschlüsseln)?

6

Wie hat sich das Sofortprogramm auf die Forcierung des Programms „Arbeit und Qualifizierung für – noch – nicht ausbildungsgeeignete Jugendliche“ (AQJ) ausgewirkt (bitte wie in Frage 3 aufschlüsseln)?

7

Wie viele arbeitslose Jugendliche wurden durch das Sofortprogramm in Maßnahmen zu Nach- und Zusatzqualifikationen einbezogen (bitte wie in Frage 3 aufschlüsseln)?

8

Wieviel Lohnkostenzuschüsse zur Beschäftigung von arbeitslosen Jugendlichen wurden bisher gezahlt (bitte wie in Frage 3 aufschlüsseln)?

9

Wie viele junge Arbeitslose erhalten im Rahmen von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) Praxiserfahrung und eine zusätzliche Qualifikation (bitte wie in Frage 3 aufschlüsseln)?

10

Wie hoch ist der Anteil besonders benachteiligter Jugendlicher an der Zahl derer, die bisher in die Umsetzung des Sofortprogramms einbezogen sind (bitte wie in Frage 3 aufschlüsseln)?

11

Wie hoch ist der prozentuale Anteil von Mädchen und jungen Frauen in den verschiedenen Branchen, die von dem Angebot des Programms Gebrauch machen?

Welchen Anteil haben Ausbildungen im Bereich der Informationstechnologie allgemein und differenziert nach Geschlecht (bitte wie in Frage 3 aufschlüsseln)?

12

Wie viele der bisher in Gang gesetzten Maßnahmen mit wie vielen Jugendlichen sind befristet a) bis zu 3 Monaten (sog. Trainingsmaßnahmen), b) bis zu 6 Monaten, c) bis zu einem Jahr, d) bis zu 2 Jahren, e) über einen Zeitraum von mehr als 2 Jahren, (bitte jeweils aufschlüsseln wie in Frage 3 und – nach Möglichkeit – nach Geschlecht, Alter, Nationalität)?

13

Wie hoch ist der Anteil behinderter Jugendlicher, die in das Programm einbezogen sind, und wie verhält sich dieser Anteil zum Anteil dieser Gruppe an der gesamten Jugendarbeitslosigkeit (bitte wie in Frage 3 aufschlüsseln)?

14

Wie viele nichtdeutsche Jugendliche, nach Geschlecht differenziert, sind in das Programm einbezogen (bitte wie in Frage 3 aufschlüsseln)?

15

Wie viele Jugendliche haben welches Angebot mit hauptsächlich welchen Gründen abgelehnt?

Hatten diese Ablehnungen Sanktionen zur Folge?

Wenn ja, welcher Art (bitte wie in Frage 3 aufschlüsseln)?

16

Wie hoch ist der Anteil der in das Programm einbezogenen Jugendlichen, die nicht bei den Arbeitsämtern registriert waren (bitte wie in Frage 3 aufschlüsseln)?

17

In welchen Bereichen (betrieblich, außerbetrieblich, schulisch) wurden die zusätzlichen Ausbildungsplätze geschaffen?

18

Gibt es Anzeichen dafür, daß einzelne Länder unter Nutzung des Programms ihre eigenen Fördermittel reduziert haben?

19

Inwiefern tragen geburtenschwache Jahrgänge aktuell und in den nächsten Jahren zu einem Sinken der Jugendarbeitslosigkeit bei?

20

Wie hat sich parallel zur Umsetzung des Programms die Zahl der bei den ostdeutschen/westdeutschen Arbeitsämtern registrierten Jugendlichen entwickelt?

Wie viele davon haben ihre Ausbildung in den letzten beiden Jahren beendet?

21

Wie will die Bundesregierung das am 9. März 1999 über dpa verbreitete Versprechen der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend einlösen, wonach die Schulabgänger des Jahrgangs 1999 wieder „normal versorgt“ würden?

Mit wie vielen Auszubildenden rechnet die Bundesregierung für 1999?

22

Beabsichtigt die Bundesregierung, das Sofortprogramm zu verstetigen?

Wenn ja, in welcher Weise?

23

Gedenkt die Bundesregierung nichtausbildende Betriebe zur Finanzierung von Ausbildungen heranzuziehen?

24

Wie gedenkt die Bundesregierung das strukturelle Problem der Jugendarbeitslosigkeit und des Einstiegs Jugendlicher in den Arbeitsmarkt zu bewältigen?

Bonn, den 17. März 1999

Dr. Gregor Gysi und Fraktion

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