Gewalt gegen Schwule
der Abgeordneten Christina Schenk und der Gruppe der PDS
Vorbemerkung
Die Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage nach Gewalttaten gegen schwule Männer für den Zeitraum des Jahres 1994 und den Monat Januar 1995 (Drucksache 13/631) ist sehr unbefriedigend. Die Bundesregierung stellt lediglich fest, daß weder ihr noch den Ländern entsprechende Erkenntnisse vorliegen. Statt dessen verweist die Bundesregierung auf Einzelstudien, die, wie sie selbst feststellt, nicht repräsentativ sind bzw. keine Antworten auf die gestellten Fragen beinhalten. Das Problem der Gewalt gegen schwule Männer scheint der Bundesregierung jedoch bekannt zu sein, wie der Antwort entnommen werden kann.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen4
Sieht die Bundesregierung vor dem Hintergrund der von ihr angegebenen Studien einen Anlaß, Gewalttaten gegen Schwule als gesonderten Bestandteil der Kriminalstatistik zu erfassen?
Wann wird die Bundesregierung Erhebungen durchführen, die Aufschluß über den Umfang, die Art, die Verfolgung und Bestrafung von Gewalttaten gegen schwule Männer Aufschluß geben?
Welche diesbezüglichen Konzepte und Vorüberlegungen liegen bereits vor bzw. werden erarbeitet?
Wann wird die Bundesregierung eine repräsentative Studie über Gewalt gegen Schwule in Auftrag geben?