Wirtschaftliche Lage der Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler in Deutschland
des Abgeordneten Wolfgang Bierstedt und der Gruppe der PDS
Vorbemerkung
In den Hochschulsonderprogrammen widmet die Bundesregierung den Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern ihre besondere Aufmerksamkeit (Begabten-, Studien- und Promotionsförderung usw.) und wendet dafür erhebliche Mittel auf.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen2
Wie ist es möglich, daß in den Großforschungseinrichtungen (GFZ) der Bundesrepublik Deutschland ein Drittel der Forschungsaufgaben von Doktorandinnen, Doktoranden, Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern erledigt werden, die diese wissenschaftlichen Forschungen weit unter Tarif erfüllen und damit wesentlich zur Personalkostenreduzierung in diesen GFZ beitragen?
Wie beurteilt die Bundesregierung die soziale und finanzielle Situation von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern der Naturwissenschaften in den neuen Ländern, wenn angesichts der Teilzeitbeschäftigungen (20 Wochenstunden — halbe Stellen nach Maßgabe des BMBF), die nach „Tarifgemeinschaft deutscher Länder" (TdL) Ost vergütet werden und nach Abzug der Steuern und der Wohnungsmiete nicht einmal das Existenzminimum erreichen, obwohl sie 40 bis 60 Stunden pro Woche arbeiten?