Ausbildungsplatzsituation bei der Deutschen Post AG, der Deutschen Postbank AG und der Deutschen Telekom AG
der Abgeordneten Gerhard Jüttemann, Wolfgang Bierstedt und der Gruppe der PDS
Vorbemerkung
Im Rahmen von Gesprächen zum Thema „Zukunftssicherung des Standortes Deutschland und für mehr Beschäftigung" am 15. März 1995 beim Bundeskanzler wurde erklärt, daß die Bundesregierung im öffentlichen Dienst auf eine Trendumkehr bei den Ausbildungsplätzen hinwirken will.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen9
Wie verträgt sich diese Absichtserklärung mit den für 1995 von den im 100prozentigen Bundesbesitz befindlichen Aktiengesellschaften Deutsche Telekom und Deutsche Post vorgesehenen massiven Ausbildungsstellenkürzungen sowie mit der von der Deutschen Postbank vorübergehend eingestellten Ausbildungstätigkeit?
Wie sind die Ausbildungszahlen 1995 für die drei Aktiengesellschaften im einzelnen, und welche prozentuale Entwicklung bedeutet das im Vergleich zum Vorjahr?
Wie viele der Auszubildenden sollen nach der Lehre übernommen werden?
Wie viele Plätze bietet die Post AG für die nur zweijährige Ausbildung in dem sogenannten Monoberuf „Fachkraft für Brief- und Frachtverkehr" an, und wieviel Prozent der Gesamtausbildungsplätze bei der Post AG sind das?
Wie viele der in dem Monoberuf Ausgebildeten erhalten die Chance eines dritten Ausbildungsjahres?
Gibt es eine Übernahmegarantie der Post AG für die in dem Monoberuf Ausgebildeten?
Falls es keine Übernahmegarantie gibt, wie viele der in dem Monoberuf Ausgebildeten sollen von der Post AG übernommen werden?
Wie werden die Chancen der in dem Monoberuf Ausgebildeten am allgemeinen Arbeitsmarkt eingeschätzt?
Falls keine Übernahmegarantie für die in dem Monoberuf Ausgebildeten gegeben wird, und falls deren Chancen am allgemeinen Arbeitsmarkt als eher ungünstig angesehen werden, warum wird eine solche Kurzausbildung dann durchgeführt?