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Kleine AnfrageWahlperiode 13Beantwortet

Berücksichtigung ökologischer Anforderungen bei den Bundesbauten in Berlin (G-SIG: 13011650)

Ökologische Vorgaben für die Bauplanung der Regierungsbauten in Berlin, Wärmeschutz, Solartechnik, Blockheizkraftwerke mit alternativen Energiequellen, Verzicht auf Verwendung von PVC, Wassereinsparung, Recycling von Bauschutt, Erreichbarkeit für Fußgänger, Radfahrer und den ÖPNV

Ressort

Bundesministerium für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau

Datum

11.06.1996

Aktualisiert

26.07.2022

BT13/474523.05.1996

Berücksichtigung ökologischer Anforderungen bei den Bundesbauten in Berlin

Kleine Anfrage

Volltext (unformatiert)

[Deutscher Bundestag 13. Wahlperiode Drucksache 13/4745 23. 05. 96 Kleine Anfrage der Abgeordneten Wolfgang Behrendt, Christoph Matschie, Marion Caspers-Merk, Michael Müller (Düsseldorf), Klaus Barthel, Hans-Werner Bertl, Tilo Braune, Dr. Eberhard Brecht, Ursula Burchardt, Christel Deichmann, Dr. Marliese Dobberthien, Freimut Duve, Petra Ernstberger, Elke Ferner, Lothar Fischer (Homburg), Gabriele Fograscher, Norbert Gansel, Iris Gleicke, Günter Gloser, Angelika Graf (Rosenheim), Hans-Joachim Hacker, Klaus Hagemann, Christel Hanewinckel; Dr. Liesel Hartenstein, Dr. Barbara Hendricks, Uwe Hiksch, Reinhold Hiller (Lübeck), Brunhilde Irber, Sabine Kaspereit, Horst Kubatschka, Eckart Kuhlwein, Waltraud Lehn, Klaus Lennartz, Dr. Elke Leonhard, Klaus Lohmann (Witten), Dr. Christine Lucyga, Ulrike Mascher, Heide Mattischek, Ulrike Mehl, Angelika Mertens, Ursula Mogg, Jutta Müller (Völklingen), Adolf Ostertag, Dr. Martin Pfaff, Georg Pfannenstein, Dr. Hansjörg Schäfer, Siegfried Scheffler, Dieter Schloten, Horst Schmidbauer (Nürnberg), Dagmar Schmidt (Meschede), Regina Schmidt- Zadel, Heinz Schmitt (Berg), Ottmar Schreiner, Gisela Schröter, Dietmar Schütz (Oldenburg), Ilse Schumann, Dr. Angelica Schwall-Düren, Erika Simm, Dr. Cornelie Sonntag-Wolgast, Wieland Sorge, Dr. Bodo Teichmann, Margitta Terborg, Jella Teuchner, Uta Titze-Stecher, Hans-Eberhard Urbaniak, Hans Georg Wagner, Reinhard Weis (Stendal), Dr. Wolfgang Wodarg, Verena Wohlleben, Hanna Wolf (München) Berücksichtigung ökologischer Anforderungen bei den Bundesbauten in Berlin Die Planung sowie der Neubau und Umbau der Bundesbauten in der Bundeshauptstadt Berlin eröffnen die große Möglichkeit mit der Realisierung modernster ökologischer Konzepte umweltfreundliche Standards für die Zukunft zu setzen. Wichtige Aspekte, die bei den Bauten des Bundes in Berlin verwirklicht werden müssen, sind: rationelle Energienutzung, Einsatz erneuerbarer Energien, Verwendung umweltfreundlicher Baustoffe, wassersparende Anlagen und biologische Bauweisen. Die ökologische Qualität der Bauten des zukünftigen Regierungsviertels in Berlin wird auch über Deutschlands Grenzen hinaus demonstrieren, ob Deutschland seiner auf der Klima- Konferenz in Rio 1992 und auf der Folgekonferenz in Berlin 1995 postulierten Vorreiterrolle beim Umweltschutz gerecht wird. Wir fragen daher die Bundesregierung: 1. Welche ökologischen Vorgaben hat die Bundesregierung an die Planer von Bundesbauten in Berlin gegeben? 2. Wie sollen die Ausgleichsmaßnahmen für Eingriffe in Natur und Landschaft aussehen? 3. Wie werden die Bundesbauten in Berlin an die ökologischen Anforderungen der Stadt Berlin insgesamt angepaßt? Gelten die Berliner Richtlinien für ökologisches Bauen auch für die Bundesbauten? 4. In welchem Umfang werden bei den Regierungsbauten die Werte der Wärmeschutzverordnung unterschritten, um ein Vorbild für noch mehr Wärmeschutz zu geben? 5. In welchem Umfang und mit welcher Leistung sollen a) Sonnenkollektoren, b) Photovoltaikanlagen, c) mit regenerativer Energie betriebene Blockheizkraftwerke installiert werden, und welchen Anteil an der Energieversorgung der einzelnen Gebäude werden diese Anlagen aufbringen? Inwieweit sollen Energiespartechniken genutzt werden? 6. Bei welchen Bauten sind auf welchen Flächen begrünte Dächer zur Wärmedämmung und zur Regenwasserrückhaltung mit Klimaverbesserung geplant oder installiert? 7. Welche Maßnahmen zur passiven Nutzung der Sonnenenergie sind bei welchen Bundesbauten vorgesehen? 8. Wird auf die Verwendung von PVC-Produkten, insbesondere auf Kabelummantelungen aus PVC sowie auf FKW-haltige Dämmstoffe verzichtet, und inwieweit werden grundsätzlich ökologische Baumaterialien verwendet? 9. Welche Wasserspartechniken werden für die Bundesbauten vorgesehen? 10. Bei welchen Bauten sind Regenversickerungsmöglichkeiten, Regenwassernutzung bzw. Regenwasserzisternen eventuell in Verbindung mit Pflanzenkläranlagen geplant? 11. Welche Arten und welche Mengen von Bauschutt sind bei den einzelnen Umbauten bereits angefallen oder zu erwarten? Welche Recyclingkonzepte liegen vor? 12. Welche Verbundmaterialien werden bei den Neu- und Umbauten eingesetzt? Welche Methoden zum Recycling dieser Materialien gibt es? 13. Inwiefern wurden bei den Baustoffen die „ökologischen Rucksäcke", die bei der Herstellung anfallen, berücksichtigt? 14. Inwiefern sind die Bundesbauten vorbildhaft für verdichtetes Bauen? 15. Durch welche Maßnahmen soll die Zugänglichkeit der Bauten mit dem ÖPNV, dem Fahrrad oder zu Fuß erleichtert und der Zugang mit dem Pkw erschwert werden? Bonn, den 23. Mai 1996 Wolfgang Behrendt Christoph Matschie Marion Caspers -Merk Michael Müller (Düsseldorf) Klaus Barthel Hans-Werner Bertl Tilo Braune Dr. Eberhard Brecht Ursula Burchardt Christel Deichmann Dr. Marliese Dobberthien Freimut Duve Petra Ernstberger Elke Ferner Lothar Fischer (Homburg) Gabriele Fograscher Norbert Gansel Iris Gleicke Günter Gloser, Angelika Graf (Rosenheim) Hans-Joachim Hacker Klaus Hagemann Christel Hanewinckel Dr. Liesel Hartenstein Dr. Barbara Hendricks Uwe Hiksch Reinhold Hiller (Lübeck) Brunhilde Irber Sabine Kaspereit Horst Kubatschka Eckart Kuhlwein Waltraud Lehn Klaus Lennartz Dr. Elke Leonhard Klaus Lohmann (Witten) Dr. Christine Lucyga Ulrike Mascher Heide Mattischeck Ulrike Mehl Angelika Mertens Ursula Mogg Jutta Müller (Völklingen) Adolf Ostertag Dr. Martin Pfaff Georg Pfannenstein Dr. Hansjörg Schäfer Siegfried Scheffler Dieter Schloten Horst Schmidbauer (Nürnberg) Dagmar Schmidt (Meschede) Regina Schmidt-Zadel Heinz Schmitt (Berg) Ottmar Schreiner Gisela Schröter Dietmar Schütz (Oldenburg) Ilse Schumann Dr. Angelica Schwall-Düren Erika Simm Dr. Cornelie Sonntag-Wolgast Wieland Sorge Dr. Bodo Teichmann Margitta Terborg Jella Teuchner Uta Titze-Stecher Hans-Eberhard Urbaniak Hans Georg Wagner Reinhard Weis (Stendal) Dr. Wolfgang Wodarg Verena Wohlleben Hanna Wolf (München)]

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