Verschwenkung der S-Bahntrasse im Planfeststellungsabschnitt Fürth-Nord
der Abgeordneten Helmut Wilhelm (Amberg), Gila Altmann (Aurich), Egbert Nitsch (Rendsburg), Albert Schmidt (Hitzhofen) und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Im Rahmen des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit - Schiene Nr. 8.1: Ausbaustrecke Nürnberg—Ebensfeld - wird von seiten des Planungsträgers Deutsche Bahn AG im Planfeststellungsabschnitt 1600 Fürth-Nord vorgeschlagen, im Bereich des sog. Knoblauchlandes die S-Bahnlinie von der Fernstrecke weg durch das Knoblauchland zu verschwenken. Die Stadt Fürth lehnt diese Verschwenkung ab.
Wir fragen daher die Bundesregierung:
Fragen8
Welche Gründe sind nach Kenntnis der Bundesregierung ausschlaggebend für die Planung dieser Verschwenkung?
Werden dadurch für den S-Bahnbereich mehr oder weniger Fahrkundenpotentiale erschlossen?
In welchem Umfang werden hierzu mehr Grundstücksflächen in Anspruch genommen?
Welche Auswirkungen hat die Verschwenkung auf die Baukosten?
Für welche Kapazität sind Fern- und S-Bahn ausgelegt?
Wurden kostensparendere Lösungen - beispielsweise wie auf anderen Nürnberger S-Bahnlinien teils eingleisige Streckenabschnitte oder gemeinsame Führung von S-Bahn und· Fernbahn - untersucht?
Mit welchem Ergebnis?
Welche ökologischen Auswirkungen hat der Verschwenk auf landwirtschaftliche Nutzflächen, Biotope, zusätzliche Versiegelung, lokales Kleinklima, Naherholung, Grundwasserneubildung etc.?
In welchem Planungsabschnitt (UVP, Raumordnungsverfahren, Planfeststellungsverfahren) befindet sich die Planung?