Fiskalische Kosten der Arbeitslosigkeit 1996
der Abgeordneten Dr. Heidi Knake-Werner und der Gruppe der PDS
Vorbemerkung
Die finanziellen Aufwendungen für Arbeitslose führen zu Mehrausgaben und Mindereinnahmen bei verschiedenen öffentlichen Haushalten.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen4
Welche Erkenntnisse besitzt die Bundesregierung über die Höhe der fiskalischen Gesamtkosten der Arbeitslosigkeit in den Jahren 1980, 1985, 1990, 1995 und 1996 und ihre Verteilung auf die einzelnen öffentlichen Haushalte und Sozialleistungen?
a) Welche durchschnittlichen gesamtfiskalischen Kosten entstanden im Bundesgebiet West, im Bundesgebiet Ost und in der Bundesrepublik Deutschland 1995 und 1996 für - einen Arbeitslosengeldempfänger bzw. eine Arbeitslosengeldempfängerin, - einen Arbeitslosenhilfeempfänger bzw. eine Arbeitslosenhilfeempfängerin, - einen „Nichtleistungsempfänger" bzw. eine „Nichtleistungsempfängerin"?
Wie entwickelten sich die Beitragszahlungen der Bundesanstalt für Arbeit an die anderen gesetzlichen Sozialversicherungsträger für einen durchschnittlichen bzw. eine durchschnittliche - Arbeitslosengeldempfänger bzw. Arbeitslosengeldempfängerin - Arbeitslosenhilfeempfänger bzw. Arbeitslosenhilfeempfängerin jeweils in den Jahren seit 1980 in absoluten Beträgen und prozentual zu den jeweiligen durchschnittlichen Gesamtaufwendungen für den jeweiligen „Durchschnittsarbeitslosen" bzw. die jeweilige „Durchschnittsarbeitslose" (ab 1991 bitte auch getrennt nach Bundesgebiet Ost und West)?
Wie stellt sich ein Kostenvergleich (Minderausgaben/ Mehreinnahmen) zwischen sogenannten passiven Leistungen (Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe, Sozialhilfe) und sogenannten aktiven Leistungen (Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, Lohnkostenzuschüsse nach §§ 242 s und 249 h Arbeitsförderungsgesetz) für 1995 und 1996 dar, und wie verteilen sich die jeweiligen Mehrausgaben und -einnahmen sowie Minderausgaben und -einnahmen auf die einzelnen öffentlichen Haushalte?
Welche Erkenntnisse besitzt die Bundesregierung über die unterschiedliche Höhe der Aufwendungen für eine weibliche „Durchschnittsarbeitslose" und einen männlichen „Durchschnittsarbeitslosen" ?