Rückläufiger Anteil der Studienanfängerinnen in den neuen Bundesländern
der Abgeordneten Dr. Barbara Höll und der Gruppe der PDS/Linke Liste
Vorbemerkung
Aus Pressemitteilungen und offiziellen Statistiken geht hervor, daß in diesem Jahr die Zahl der Studienanfängerinnen in den neuen Bundesländern spürbar zurückgeht.
Waren 1990 dort noch 46,6 Prozent aller Erstsemestler junge Frauen, so sind es in diesem Jahr nur noch 38,6 Prozent. Damit nehmen in den neuen Bundesländern weniger Frauen ein Studium auf als in den Altbundesländern (39,9 Prozent).
Wir fragen deshalb die Bundesregierung:
Fragen5
Welche Ursachen liegen diesem Rückgang des Anteils der Studienanfängerinnen an allen Erstsemestern in den neuen Bundesländern zugrunde?
Gibt es Vorstellungen, wie die Bundesregierung durch spezielle Fördermaßnahmen die Studienwilligkeit junger Frauen in den neuen Bundesländern stimulieren will, um zu verhindern, daß dort der Frauenanteil an allen Studierenden insgesamt nicht auf das unzureichende Niveau der Altbundesländer absinkt?
Wie viele junge Frauen, darunter junge Mütter, haben seit dem 3. Oktober 1990 in den neuen Bundesländern ihr Studium abgebrochen, und welche Gründe wurden dafür angegeben?
Auf welche Weise will die Bundesregierung künftig die Aufnahme einer Hochschulausbildung durch Frauen bundesweit fördern?
Welche Mittel aus dem Zweiten Hochschulsonderprogramm setzt die Bundesregierung zur Förderung des Frauenstudiums bzw. der Berufsperspektiven von jungen Wissenschaftlerinnen an den Universitäten und Hochschulen in den neuen Bundesländern ein?