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Kleine AnfrageWahlperiode 12Beantwortet

Situation der Wissenschaftlerinnen in den neuen Bundesländern (G-SIG: 12010475)

Akademische Arbeitsplätze in der ehemaligen DDR, Gehaltstufen, weggefallene Arbeitsplätze, Ersatzarbeitsplätze - jeweils aufgeschlüsselt nach Akademikern und Akademikerinnen, soziale Abfederungsmaßnahmen, spezielle Frauenförderpläne, Förderung der Frauenforschung an den wissenschaftlichen Einrichtungen der neuen Bundesländer, Beteiligung von Frauen in Kommissionen, Umfang des Frauenstudiums in der ehemaligen DDR und nach der Vereinigung

Ressort

Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft

Datum

27.11.1991

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 12/150306.11.91

Situation der Wissenschaftlerinnen in den neuen Bundesländern

der Abgeordneten Monika Ganseforth, Holger Bartsch, Dr. Eberhard Brecht, Edelgard Bulmahn, Marion Caspers-Merk, Peter Conradi, Dr. Marliese Dobberthien, Dr. Peter Eckardt, Elke Ferner, Evelin Fischer (Gräfenhainichen), Arne Fuhrmann, Konrad Gilges, Stephan Hilsberg, Renate Jäger, Susanne Kastner, Ernst Kastning, Siegrun Klemmer, Dr. Hans-Hinrich Knaape, Regina Kolbe, Horst Kubatschka, Eckart Kuhlwein, Detlev von Larcher, Ulrike Mascher, Dr. Dietmar Matterne, Jutta Müller (Völklingen), Dr. Edith Niehuis, Doris Odendahl, Dr. Helga Otto, Günter Rixe, Wilhelm Schmidt (Salzgitter), Dr. Emil Schnell, Karl-Heinz Schröter, Dietmar Schütz, Rolf Schwanitz, Dr. Gerald Thalheim, Josef Vosen, Reinhard Weis (Stendal), Inge Wettig-Danielmeier, Heidemarie Wieczorek-Zeul, Hanna Wolf

Vorbemerkung

Die Umstrukturierung der wissenschaftlichen Institutionen in den neuen Bundesländern wirft soziale und berufliche Probleme bei den in diesen Institutionen beschäftigten Akademikern und Akademikerinnen auf.

Insbesondere die sich anbahnende Ausgrenzung von Frauen in den neuen Bundesländern aus dem Erwerbsleben allgemein und speziell aus den akademischen Berufslaufbahnen wird in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen.

Wir fragen daher die Bundesregierung:

Fragen11

1

Wie viele Arbeitsplätze — aufgeschlüsselt nach Akademikern und Akademikerinnen — gab es in der Deutschen Demokratischen Republik im gesamten Wissenschaftsbereich (Akademien der Wissenschaften, Universitäten, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen) ?

2

Wie verteilten sich die Gehaltsstufen — differenziert nach Akademikern und Akademikerinnen und jeweils aufgeschlüsselt nach Fachbereichen bzw. Fakultäten — im Wissenschaftsbereich der Deutschen Demokratischen Republik?

3

Wie viele Arbeitsplätze fallen in diesem Jahr und in den nächsten Jahren in den neuen Bundesländern im Wissenschaftsbereich — möglichst aufgeschlüsselt nach Fachbereichen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen — weg, und in welchem Ausmaß sind Frauen davon betroffen?

4

Wie viele Ersatzarbeitsplätze (unbefristet, befristet, ABM) sollen in den neuen und alten Bundesländern, aufgeschlüsselt nach Akademikern und Akademikerinnen, geschaffen werden?

5

Welche sozialen Abfederungsmaßnahmen (Sozialpläne, Umschulung, Vorruhestand etc.) plant die Bundesregierung? Hält sie diese Maßnahmen für ausreichend, und in welchem Maße nehmen Frauen diese Maßnahmen in Anspruch?

6

Plant die Bundesregierung spezielle Frauenförderpläne insbesondere an den wissenschaftlichen Einrichtungen in den neuen Bundesländern?

7

Hält die Bundesregierung die Frauenforschung generell und speziell in den neuen Bundesländern für sinnvoll und — falls ja —, plant sie eine besondere Förderung der Frauenforschung an den wissenschaftlichen Einrichtungen der neuen Bundesländer?

8

Teilt die Bundesregierung die Auffassung, daß — insbesondere in den neuen Bundesländern — Frauen nicht ausreichend in den Struktur-, Personal- und Berufungskommissionen beteiligt sind?

9

Wie viele Studenten und Studentinnen haben im Vergleich zur Deutschen Demokratischen Republik seit der deutschen Vereinigung in den neuen Bundesländern ein Studium aufgenommen, und gibt es hierzu Trendaussagen für die folgenden Jahre?

10

Welche Veränderungen gibt es gegenüber den Vergleichsdaten aus der Deutschen Demokratischen Republik in bezug auf die Anzahl und Geschlechterverteilung der Studienanfänger sowie der Wahl der Studienfächer, und wie bewertet die Bundesregierung diese Daten?

11

Welche Maßnahmen plant die Bundesregierung, um Frauen den Zugang zu den Hochschulen zu erleichtern und die weitere wissenschaftliche Laufbahn von Frauen zu fördern?

Bonn, den 6. November 1991

Monika Ganseforth Holger Bartsch Dr. Eberhard Brecht Edelgard Bulmahn Marion Caspers-Merk Peter Conradi Dr. Marliese Dobberthien Dr. Peter Eckardt Elke Ferner Evelin Fischer (Gräfenhainichen) Arne Fuhrmann Konrad Gilges Stephan Hilsberg Renate Jäger Susanne Kastner Ernst Kastning Siegrun Klemmer Dr. Hans-Hinrich Knaape Regina Kolbe Horst Kubatschka Eckart Kuhlwein Detlev von Larcher Ulrike Mascher Dr. Dietmar Matterne Jutta Müller (Völklingen) Dr. Edith Niehuis Doris Odendahl Dr. Helga Otto Günter Rixe Wilhelm Schmidt (Salzgitter) Dr. Emil Schnell Karl-Heinz Schröter Dietmar Schütz Rolf Schwanitz Dr. Gerald Thalheim Josef Vosen Reinhard Weis (Stendal) Inge Wettig-Danielmeier Heidemarie Wieczorek-Zeul Hanna Wolf

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