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Kleine AnfrageWahlperiode 12Beantwortet

Beseitigung des Ausbildungsnotstandes in den neuen Bundesländern (G-SIG: 12011492)

Verlängerung der vom Arbeitsamt finanzierten überbetrieblichen Berufsausbildung, Ausschöpfung der Fördergelder in den neuen Bundesländern, Bereitstellung von Ausbildungsplätzen für Mädchen

Fraktion

PDS/LL

Ressort

Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft

Datum

30.06.1993

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 12/510309.06.93

Beseitigung des Ausbildungsnotstandes in den neuen Bundesländern

der Abgeordneten Angela Stachowa und der Gruppe der PDS/Linke Liste

Vorbemerkung

Zum Ende des Berufsberatungsjahres 1992/93 werden nach gegenwärtigen Wertungen der Bundesanstalt für Arbeit voraussichtlich 35 000 bis 40 000 Jugendliche in Ostdeutschland ohne Ausbildungsplätze bleiben. Im Freistaat Sachsen kommt derzeit auf zwei Bewerber eine Lehrstelle. Noch schlimmer sieht die Situation im Arbeitsamtsbezirk Bautzen aus. Hier hat nur jeder dritte Schulabgänger die Chance, eine Lehrstelle für das Ausbildungsjahr 1993/94 zu erhalten (Stand 24. April 1993). Hauptursache dafür ist der bisher ausgebliebene wirtschaftliche Aufschwung.

Angesichts dieser alarmierenden Lage für die Jugendlichen fragen wir die Bundesregierung:

Fragen3

1

Welche Möglichkeiten gibt es, die vom Arbeitsamt überbetrieblich organisierte und finanzierte dreijährige Berufsausbildung (§ 40 c Abs. 4) zu verlängern, um einen Ausbildungsnotstand zu verhindern?

2

Wurden bisher alle Fördergelder zur Einrichtung von Ausbildungsstätten in den neuen Bundesländern ausgeschöpft, und welche Fördermaßnahmen müßten kurzfristig geschaffen werden?

3

Wie können mehr Ausbildungsplätze für Mädchen bereitgestellt werden?

Bonn, den 9. Juni 1993

Angela Stachowa Dr. Gregor Gysi und Gruppe

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