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Kleine AnfrageWahlperiode 10Beantwortet

Verfahren wegen Nötigung im Zusammenhang mit Blockaden (G-SIG: 10003086)

Anzahl der Ermittlungsverfahren, Verurteilungen, Freisprüche und Einstellungen, Anzahl der nach Art. 100 GG beim Bundesverfassungsgericht anhängigen Verfahren

Fraktion

Die Grünen

Ressort

Bundesministerium der Justiz

Datum

25.10.1985

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 10/399609.10.85

Verfahren wegen Nötigung im Zusammenhang mit Blockaden

der Abgeordneten Mann, Dr. Schierholz und der Fraktion DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Kleine Anfrage

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen9

1

Wie viele Ermittlungsverfahren wegen Nötigung im Zusammenhang mit Blockaden der Friedensbewegung wurden bisher eingeleitet a) bis zum 31. Dezember 1983, b) in der Zeit vom 1. Januar 1984 bis heute?

2

In wie vielen Fällen kam es zu Verurteilungen?

3

In wie vielen Fällen kam es zu Freisprüchen?

4

Wie viele Verfahren sind bisher rechtskräftig abgeschlossen a) mit einem Freispruch, b) mit einer Verurteilung? In wie vielen Fällen wurde das Verfahren eingestellt?

5

Gibt es in den einzelnen Bundesländern und Gerichtsbezirken eine unterschiedliche rechtliche Behandlung im wesentlichen gleicher Sachverhalte?

6

Wie viele Verfassungsbeschwerden bzw. Verfahren nach Artikel 100 GG sind wegen Nötigung im Zusammenhang mit Blockaden beim Bundesverfassungsgericht anhängig?

7

Wie viele Ermittlungsverfahren wurden u. a. gegen LKW-Fahrer im Zusammenhang mit den Blockaden in Kufstein und Kiefersfelden eingeleitet, und in wie vielen Fällen kam es zu Verurteilungen?

8

Wurde gegen den bayerischen Ministerpräsidenten auf Grund der in der Presse (z. B. DER SPIEGEL Nr. 15 vom 9. April 1984) bekanntgewordenen Strafanzeige eines Rechtsanwaltes ein Ermittlungsverfahren eingeleitet?

9

Gibt es in der Behandlung der Sachverhalte unter Fragen 1 bis 6 einerseits und Fragen 7 und 8 andererseits wesentliche Unterschiede, und wenn ja, wie lassen sich diese Unterschiede nach Auffassung der Bundesregierung begründen?

Bonn, den 9. Oktober 1985

Mann Dr. Schierholz Hönes, Schmidt (Hamburg-Neustadt) und Fraktion

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