Generalsanierung der Strecke Hagen–Wuppertal–Köln
der Abgeordneten Matthias Gastel, Tarek Al-Wazir, Victoria Broßart, Swantje Henrike Michaelsen und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Im Februar 2026 möchte die Deutsche Bahn (DB) InfraGO in die Sanierung der Strecke zwischen Hagen–Wuppertal–Köln starten. Als eine der wichtigsten Fern- und Nahverkehrsachsen in der Metropolregion Nordrhein-Westfalen besteht auf der Strecke ein dichter Takt. Demzufolge ist die geplante Vollsperrung der Strecke im Zuge einer der zehn Generalsanierungen in Nordrhein-Westfalen für fünf Monate mit großen Auswirkungen auf den Zugbetrieb in der Metropolregion und die Fahrgäste verbunden. Konkret soll die Sanierung im Zeitraum vom 6. Februar 2026 bis zum 10. Juli 2026 durchgeführt werden, wobei die gesperrten Streckenabschnitte im Gegensatz zu anderen Generalsanierungen über den Zeitraum mehrfach wechseln. Während vor allem Pendlerinnen und Pendler von enormen Einschränkungen betroffen sind (vgl. www.wz.de/nrw/wuppertal/darum-ist-die-generalsanierung-fuer-wuppertaler-pendler-eine-katastrophe_aid-134589389), erwartet auch die Fernverkehrsfahrgäste zwischen Köln und Berlin/Hamburg eine Fahrzeitverlängerung von bis zu 40 Minuten, während Wuppertal und Solingen gänzlich vom Fernverkehr abgekoppelt werden (vgl. www.it-boltwise.de/sanierung-der-bahnstrecke-koeln-hagen-auswirkungen-auf-den-fernverkehr.html).
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen95
Welche Zustandsnoten werden im Bereich der Generalsanierung nach dem InfraGO-Zustandsbericht zwischen den Jahren 2021 und 2025 vergeben?
Welche Sanierungsmaßnahmen wurden im Bereich der Generalsanierung zwischen 2021 und 2025 ergriffen (bitte in geeigneten Einheiten für jedes Gewerk angeben)?
Welche Zustandsnoten werden im Bereich der Generalsanierung nach dem InfraGO-Zustandsbericht erwartet (bitte für jede Anlagenklasse auflisten)?
Welche Zustandsnoten für Ingenieurbauwerke gemäß Methodik Infrastrukturzustands- und -entwicklungsbericht werden aktuell im Bereich der Generalsanierung jeweils vergeben (bitte für jede Anlagenklasse auflisten)?
Wie hoch sind die Gesamtkosten für die Generalsanierung (inklusive Risikopuffer), und wie hoch sind die für den der Deutschen Bahn vorgesehenen Eigenmittel?
Wie haben sich die erwarteten Kosten seit Planungsbeginn entwickelt (spätestens seit Aufnahme des Projekts in das Großprojekt-Portfolio; bitte alle Zwischenstände bezüglich Kostenschätzung und Zeitpunkt nennen)?
Erfolgt eine Anpassung der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung zur Finanzierung der Generalsanierung, und wenn nein, warum nicht?
Sofern eine Anpassung der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung erfolgt, wie lautet der Wortlaut, und wann ist die Anpassung erfolgt bzw. wann wird sie erfolgen?
Sind Verträge für Planung und Bau der Strecke DB-intern sowie extern geschlossen worden, bevor eine Anpassung der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung erfolgt ist, und in welcher Höhe sind Leistungen in diesem Zeitraum insgesamt vergeben worden?
Erfolgen Sanierungsarbeiten im Rahmen der Generalsanierung zeitweise unter nur eingleisiger Sperrung der Strecke, und wenn ja, wie verteilen sich die Sperrzeiten auf eingleisige Sperrungen und Totalsperrungen?
Wurde eine Aufrechterhaltung der Öffnung der Strecke geprüft, und was war das Ergebnis der Prüfung?
Welches Nutzen-Kosten-Verhältnis weist die Generalsanierung auf?
Im Vergleich zu welchem Bezugsfall wurden die Effekte der Generalsanierung bestimmt?
Welche Nutzen- und Kostenparameter wurden im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsprüfung erhoben, und was sind die jeweiligen Barwerte (bitte jeweils angeben)?
Zu welchem Zeitpunkt wurde die Wirtschaftlichkeitsprüfung durchgeführt?
In wie viele Lose wurde das Bauvolumen aufgeteilt, und aus welchen Maßnahmen setzen sich diese jeweils zusammen (bitte inklusive der jeweiligen Kosten angeben)?
Nach welchen Kriterien erfolgte der Zuschlag für die Baulose (z. B. Preis, Nachhaltigkeit, zeitliche Umsetzung; bitte auch Gewichtung angeben)?
In welchem Planungsstadium befinden sich die verschiedenen Bauabschnitte jeweils?
Werden im Rahmen einer möglichen Finanzierungsvereinbarung bzw. bei der Anpassung der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung Angaben zu den zu erbringenden Leistungen gemacht, und wenn ja, welche?
Welche Mengen folgender Anlagen befinden sich im Bereich der Generalsanierung a) Gleise (Meter [m]), b) Weichen (Anzahl), c) Überleitstellen (Anzahl), d) Signale (Anzahl), e) Signalausleger (Anzahl), f) Achszähler (Anzahl), g) Gleismagnete inklusive Geschwindigkeitsprüfeinrichtungen (Anzahl), h) Heißläuferortungsanlagen (Anzahl), i) Bahnübergänge (Anzahl), j) Linienförmige Zugbeeinflussung (LZB; m), k) Europäisches Zugbeeinflussungssystem (ETCS; m), l) Geschwindigkeitsüberwachung für NeiTech-Züge (GNT; m), m) Schallschutzwände (m), n) Durchlässe (Anzahl), o) Modulgebäude elektronisches Stellwerk (ESTW) bzw. digitales Stellwerk (DSTW) bzw. LZB bzw. ETCS (Anzahl), p) Bahnsteige (m), q) Personenunterführungen (Anzahl), r) Aufzüge bzw. Höhenfördertechnik (Anzahl), s) Bahnsteigbeleuchtungen (Anzahl), t) Bahnsteigdächer (m), u) Weichenheizstationen (Anzahl), v) Oberleitung (m), w) Oberleitungsmasten (Anzahl), x) Quertragwerke (Anzahl), y) Global System for Mobile Communications – Rail (GSM-R)-Masten (Anzahl), z) Brücken (qm), aa) Tunnel (m)?
Welche Mengen der in der Frage 20 aufgelisteten Anlagen werden im Rahmen der Generalsanierung saniert bzw. ersetzt (bitte jeweils angeben)?
Welche Mengen der in Frage 20 aufgelisteten Anlagen werden im Rahmen der Generalsanierung neu errichtet (bitte jeweils angeben)?
Wie viele Meter Oberleitung weisen im Bereich der Generalsanierung eine Netzzustandsnote von vier oder schlechter auf?
Welche Stellwerke befinden sich im Bereich der Generalsanierung, und was ist deren Netzzustandsnote jeweils (das bedeutet, dass die Stellwerke Stelleinheiten steuern, die sich im Bereich der Generalsanierung befinden; bitte jeweils den Stellwerktyp angeben)?
Welche Stellwerke im Bereich der Generalsanierung werden ausgetauscht, angepasst oder saniert (bitte jeweils den Stellwerkstyp und die ergriffenen Maßnahmen bzw. die neue Stellwerksbauform angeben)?
Welche Maßnahmen zum Ausbau von GSM-R werden ergriffen?
Welche vorbereitenden Maßnahmen für das Future Railway Mobile Communication System (FRMCS) werden ergriffen?
Wie viele Bahnübergänge im Bereich der Generalsanierung werden jeweils aufgelassen und durch Überführungen bzw. Unterführungen ersetzt sowie aufgelassen ohne Ersatz (bitte jeweils auflisten)?
Auf wie vielen Bahnsteigdächern werden im Rahmen der Generalsanierung Photovoltaikanlagen installiert?
Welche weiteren Instandhaltungs- und Ersatzarbeiten werden im Bereich der Generalsanierungen durchgeführt, die nicht von den vorherigen Fragen erfasst sind?
Was ist die aktuelle Verspätungsquote für Züge, die im Bereich der Generalsanierung ein- bzw. ausfahren (bitte Einbruchs- sowie Ausbruchspünktlichkeit sowie getrennt nach Schienenpersonenfernverkehr [SPFV], Schienenpersonennahverkehr [SPNV] und Schienengüterverkehr [SGV] angeben)?
Welche Ausweichstrecken werden im Zeitraum der Generalsanierung genutzt (bitte nach den Verkehrsarten SPFV, SPNV und SGV aufschlüsseln und die Elektrifizierung der Ausweichstrecken angeben)?
Welche regulären Fernverkehrs- oder Nahverkehrsangebote auf den Ausweichstrecken werden für die Zeit der Generalsanierung zugunsten von Umleiterverkehren gestrichen, in der Häufigkeit vermindert oder im Routenverlauf angepasst (bitte die Relation und die vorgenommene Anpassung nennen)?
Welche Sanierungs- sowie anderen Maßnahmen werden auf diesen Ausweichstrecken vor Beginn der Generalsanierung jeweils ergriffen (bitte auch Instandhaltungsmaßnahmen sowie Gesamtkosten aufzählen)?
Werden alle vorbereitenden Maßnahmen nach aktuellem Stand rechtzeitig abgeschlossen, und wenn nein, wie wird sichergestellt, dass die Generalsanierung nicht in Verzug gerät und die Strecke zum geplanten Ende der Totalsperrung in Betrieb genommen werden kann?
Welche Maßnahmen wären nach dem zu erstellenden Bericht für temporär überlastete Schienenwege auf den Umleitungsstrecken jeweils sinnvoll gewesen, und konnten diese jeweils umgesetzt werden (bitte Umsetzungsstand und Kosten bzw. Verhinderungsgrund angeben)?
Inwiefern werden Spotzüge Güter auch während der Generalsanierung flexibel transportieren können?
Kommen bei nichtelektrifizierten Umleitungsstrecken Dual-Mode-Streckenlokomotiven zum Einsatz, und wenn ja, in welchem Umfang (wenn nein, bitte begründen)?
Welche anderen Projekte (z. B. Bedarfsplanprojekte) werden aufgrund der Generalsanierung verzögert (z. B. durch fehlende Sperrpausen)?
Sofern kein ETCS im Rahmen der Generalsanierung verbaut wird und nicht bereits installiert ist, wann ist eine Ausrüstung der Strecke im Bereich der Generalsanierung mit ETCS vorgesehen, und welche Ausrüstungsform (Level sowie ob mit Signalen oder ohne Signale) ist dabei anvisiert (bitte in die einzelnen Streckenabschnitte aufschlüsseln, sofern hier Unterschiede bestehen)?
Welche Anpassungen im Bereich der Leit- und Sicherungstechnik (z. B. Position Achszähler, Signalstandorte) erfolgen im Rahmen der Generalsanierung?
Welche vorbereitenden Maßnahmen für die spätere ETCS-Ausrüstung (ETCS-Ready-Maßnahmen) werden im Rahmen der Generalsanierung ergriffen (bitte auflisten)?
Welche Anlagen im Bereich der Generalsanierung werden nicht durch das Projekt in den ETCS-Ready-Zielzustand versetzt, und wodurch begründet sich das?
Werden die neu errichteten Signale für die Ausrüstung von ETCS Level 2 mit Signalen vorbereitet (beispielsweise Platz für Ne-14-Tafel, Dunkelschaltung), und wenn nein, warum nicht?
Mit welchen Zugsicherungssystemen, Stellwerksbauformen und Funktechnologien sowie darauf aufbauenden Vorrichtungen für den digitalisierten Zugbetrieb (beispielsweise integriertes Leit- und Bediensystem [iLBS] oder Anlagenpreissyste [APS]) soll die Strecke im Bereich der Generalsanierung im Zielzustand ausgerüstet sein, wann soll dieser Zielzustand erreicht werden, und inwieweit wird dadurch der European Rail Traffic Management System(ERTMS)-Standard erfüllt?
Wie viele Bahnübergänge im Bereich der Generalsanierung werden so umgerüstet, dass sie dem Zielzustand ETCS-Ready entsprechen, und wie viele der Bahnübergänge entsprechen bereits diesem Zustand?
Werden im Rahmen der Generalsanierung Blockverdichtungen vorgenommen, und wenn ja, wo (bitte genauen Standort der zusätzlichen Signale jeweils angeben)?
Welche kleinen und mittleren Maßnahmen sind nach den durchgeführten eisenbahnbetriebswissenschaftlichen Untersuchungen im Bereich der Generalsanierung sinnvollerweise zu errichten?
Welche kleinen und mittleren Maßnahmen werden im Rahmen der Generalsanierung umgesetzt (bitte auflisten)?
An welchen Stellen der Strecke im Bereich der Generalsanierung befinden sich Überleitmöglichkeiten (bitte alle Überleitmöglichkeiten mit genauem Standort sowie Art der Überleitstelle: einfach inklusive Richtungsangabe, doppelt, Trapez inklusive Richtungsangabe, angeben)?
Welche Anpassung der Überleitgeschwindigkeiten erfolgen an bestehenden Überleitmöglichkeiten, und wenn keine Anpassung erfolgt, warum nicht?
Welche zusätzlichen Überleitmöglichkeiten werden an welchen Stellen neu errichtet, und welche Überleitgeschwindigkeiten sind dort jeweils vorgesehen?
In welchen Abschnitten erfolgt eine Erhöhung der Geschwindigkeit in durchgehenden Hauptgleisen (bitte genauen Standort sowie Distanz, Geschwindigkeit vor der Maßnahme sowie nach der Maßnahme jeweils benennen)?
Bei welchen Weichen wird die aktuelle Zweiggleisgeschwindigkeit erhöht (bitte jeweils unter Nennung der Zweiggleisgeschwindigkeit vor und nach der Maßnahme, ggf. auch nach Bahnhöfen gruppiert, auflisten)?
Welche Überholgleise sollen im Rahmen der Generalsanierung neu errichtet werden (bitte unter Angabe des genauen Standorts auflisten)?
Welche Überholgleise sollen im Rahmen der Generalsanierung verlängert bzw. angepasst werden (bitte unter Angabe des genauen Standorts auflisten)?
Welche Überholgleise im Bereich der Generalsanierung werden nachträglich errichtet (bitte unter Angabe des genauen Standorts mit Zeitpunkt der Inbetriebnahme auflisten)?
Welche Genehmigungsverfahren, wie beispielsweise Planfeststellungen oder Plangenehmigungen, laufen aktuell im Wirkungsbereich der Generalsanierung (bitte unter Nennung des aktuellen Standes sowie Umsetzungszeitraums auflisten)?
Welche Maßnahmen für den Deutschlandtakt werden im Rahmen der Generalsanierung umgesetzt?
Wenn die Umsetzung von Maßnahmen für den Deutschlandtakt im Rahmen der Generalsanierung erfolgt, werden die Deutsche Bahn und die Bundesregierung diese Maßnahmen entsprechend kommunikativ begleiten (z. B. durch Verwendung des Siegels „Ein Projekt für den Deutschlandtakt“), und wenn nein, warum nicht?
Welche 740-m-Gleise werden im Rahmen der Generalsanierung umgesetzt (bitte unter Angabe des genauen Standorts auflisten)?
In welchem Maße wird im Rahmen der Generalsanierung die Kapazität angehoben (bitte Änderung der Nennleistung angeben)?
Wie wird sich die Verspätung (z. B. Einbruchs- und Ausbruchsverspätung) infolge der Maßnahmen der Generalsanierung genau entwickeln?
Welche Maßnahmen werden an welchen Bahnhöfen ergriffen (bitte für jeden Bahnhof alle Maßnahmen auflisten)?
Welche Bahnhöfe werden im Rahmen der Generalsanierung zu Zukunftsbahnhöfen ausgebaut, und welche der umgesetzten Maßnahmen sind dafür ursächlich, dass der jeweilige Bahnhof als Zukunftsbahnhof klassifiziert werden kann (bitte alle auflisten)?
Wie werden vor und während der Korridorsanierung die Öffentlichkeit sowie das Parlament über die Maßnahmenumfänge und die einzelnen Baufortschritte, Zeitpläne und Kostenentwicklungen informiert?
Wie ist der aktuelle Planungsstand zur Gewährleistung eines attraktiven und leistungsfähigen Schienenersatzverkehrs (SEV) in der Zeit der Totalsperrung?
Mit wie vielen Bussen und Fahrern soll der SEV bewerkstelligt werden?
Auf welchen Strecken, mit welchen Haltepunkten, in welcher Frequenz und zu welchen Zeiten soll der SEV zweckmäßig bedient werden (bitte jede Strecke auflisten)?
Mit welcher durchschnittlichen Fahrzeit des SEV rechnet das Bundesministerium für Verkehr (BMV) im Vergleich zur durchschnittlichen Reisezeit auf der Schiene?
Was ist der Bauablauf für die folgenden Gewerke jeweils (bitte je Bauabschnitt aufführen, welche Maßnahmen in welchem Zeitraum durchgeführt werden): a) Oberbau, b) Leit- und Sicherungstechnik, c) Oberleitungen, d) Telekommunikation, e) Elektrische Energieanlagen (50 Herz [Hz]), f) Konstruktiver Ingenieurbau?
Welche für den Bereich der Generalsanierung geplanten Maßnahmen zur Verbesserung des Zustands oder der Kapazität sind nicht umsetzbar gewesen, und welche rechtlichen Limitationen haben die Umsetzung verhindert (bitte jeweils aufführen)?
Wie viele infrastrukturbedingte Störungen gab es in den letzten fünf Jahren jeweils im Bereich der Generalsanierung (bitte jeweils in Stellwerksanlage, Signale, Weichen, Zugfunk, Oberbau, Kabel, Oberleitung, Zugsicherung unterteilen)?
Aus welchen Gründen wird die in Köln-Mülheim anvisierte Inbetriebnahme eines neuen DSTW nicht bereits im Rahmen der Generalsanierung umgesetzt, welche vorbereitenden Maßnahmen für die anstehende Inbetriebnahme werden im Zuge der Generalsanierung durchgeführt, und welche Einschränkungen ergeben sich daraus für die Realisierbarkeit der ETCS-Ausrüstung im Rahmen der Generalsanierung?
Wieso müssen die S-Bahn-Strecke zwischen dem 5. Oktober 2027 und dem 10. Dezember 2027 sowie die Fernbahnstrecke Hagen–Köln zwischen dem 3. Dezember 2027 und dem 10. Dezember 2027 erneut gesperrt werden, bzw. welche in der Totalsperrung von 5 Monaten nicht umsetzbaren Maßnahmen werden in diesem Zeitraum durchgeführt?
Aus welchen konkreten Gründen hat sich die DB InfraGO im Gegensatz zu anderen Generalsanierungen für eine abschnittsweise Sperrung der Strecke entschieden, anstatt die gesamte Strecke über die fünf Monate der Sanierung vollständig zu sperren, und wieso war die abschnittsweise Sperrung bei anderen Generalsanierungen (beispielsweise Hamburg–Berlin mit ca. 280 Kilometern [km] Totalsperrung) nicht umsetzbar?
Inwieweit wurden Risiken in der Zuverlässigkeit der Ersatzverkehrsbusse durch die starke Überlastung der Straßen in Nordrhein-Westfalen bei der Erstellung des Ersatzverkehrskonzepts berücksichtigt, und wurden dabei in Absprache mit den Straßenbaulastträgern zusätzliche infrastrukturelle Maßnahmen (beispielsweise separate Busspuren, Anpassung von Lichtsignalanlagen[LSA]-Phasen, Erweiterung der Kfz-Spuren, Sperrungen bzw. Umleitungen für Pkws) in Betracht gezogen?
Sofern zusätzliche infrastrukturelle Maßnahmen auf der Straße zur Verbesserung der Stabilität des Busbetriebs in Betracht gezogen wurden, welche dieser Maßnahmen werden umgesetzt, und welche nicht (bitte die Gründe nennen, wieso diese nicht umgesetzt werden)?
Wie wird sichergestellt, dass die Stadt Köln im Ersatzverkehrskonzept ausreichend angebunden wird, ohne dass die Busse im innerstädtischen Verkehr der Stadt Köln im Stau stehen?
Wie wird eine zusätzliche verspätungstreibende Überlastung der Strecke von Köln über Düsseldorf in Richtung Berlin vermieden, wenn die Fernverkehrszüge der Relation Hagen–Wuppertal–Köln über diese Strecke umgeleitet werden, und inwieweit resultiert daraus eine Reduzierung des Fernverkehrsangebots für den Zeitraum der Totalsperrung in der Metropolregion Nordrhein-Westfalen?
Werden bestimmte Fernverkehrsrelationen großräumig umgeleitet, um die zusätzliche Belastung auf den Ausweichstrecken in unmittelbarer Nähe zur Generalsanierung zu reduzieren (beispielsweise München–Hamburg nicht mehr über Köln, sondern über Göttingen bzw. Hannover; bitte die Relationen und deren Routenänderung nennen), und wenn nein, wieso nicht (bitte begründen)?
Wieso ergibt sich für die Sanierung der 65 km langen Strecke eine vergleichbare Fahrzeitverlängerung im Fernverkehr von 40 Minuten (min) gegenüber 45 min bei der Generalsanierung der Strecke Hamburg–Berlin mit mehr als der vierfachen Streckenlänge von ca. 280 km, und wie lässt sich dies dem Fahrgast gegenüber rechtfertigen?
Wie wird sichergestellt, dass die Fahrgäste im Großraum Köln infolge langwieriger Totalsperrungen für die Inbetriebnahme des ESTW Köln Hauptbahnhof (Hbf) und der Generalsanierung nicht dauerhaft auf andere Verkehrsmittel umsteigen, und wie werden durch die vielen Sperrungen verlorene Kundinnen und Kunden wieder zurückgewonnen?
Werden bei der Generalsanierung dieselben Busse wie bei der Generalsanierung der Riedbahn oder der Strecke Hamburg–Berlin eingesetzt oder wird hierfür neues Rollmaterial beschafft (bitte jeweilige Anteile der Busflotte nennen)?
Sofern neues Rollmaterial beschafft wird, wieso wurde nicht sichergestellt, dass die für die Generalsanierungen neu beschafften Busse mit extra dafür vorgesehener Ausrüstung auch auf den weiteren Generalsanierungen eingesetzt werden können, welche Maßnahmen hätten ergriffen werden können, um dies zu realisieren, und aus welchen Gründen wurden diese Maßnahmen nicht realisiert?
Wo werden die neu beschafften Busse der vorherigen Generalsanierungen gegenwärtig eingesetzt (beispielsweise im regulären Busverkehr, im SEV anderer Baumaßnahmen im deutschen Schienennetz; bitte die jeweiligen Stückzahlen nennen)?
Welche neuen Erfahrungen in Bezug auf die Ersatzverkehrskonzepte der Generalsanierungen konnten im Zuge der Generalsanierung der Strecke Hamburg–Berlin gewonnen werden, und inwieweit unterscheiden sich diese Erfahrungen von denen der Generalsanierung der Riedbahn?
Aus welchen Gründen wurde eine Trennung der Generalsanierungen auf diesem Korridor in zwei Teile (Hagen–Unna–Hamm und Hagen–Wuppertal–Köln) vorgenommen, und wieso wurde die Grenze zwischen den beiden Generalsanierungen in Hagen gesetzt?
Werden die vielen Streckenabzweige bzw. Streckenanschlüsse zwischen Hagen und Köln während der Totalsperrung weiterhin bedient (beispielsweise indem weiterhin ein Gleis im nächstgelegenen Bahnhof auf der gesperrten Strecke in Betrieb bleibt) oder werden die Anschlüsse nicht zur Verfügung stehen (bitte je Abzweig bzw. Anschluss angeben, in welchen Zeiträumen weiterhin eine Bedienung möglich ist und welche Züge diese nutzen)?
Wird bei jenen Abzweig- bzw. Anschlussstrecken, die durch die Generalsanierung gekappt werden müssen und demzufolge nicht bis zum nächstgelegenen Bahnhof bedient werden können, ein Ausweichbahnhof errichtet oder eine Bedienung bis kurz vor den Sperrbereich ermöglicht (wenn nein, bitte begründen)?
Werden auf den gekappten Abzweig- bzw. Anschlussstrecken auf den nicht befahrbaren Abschnitten ebenfalls Maßnahmen im Rahmen der Totalsperrung umgesetzt, und wenn nein, warum nicht?
Wird der Betrieb auf den Strecken 2324, 2671, 2675 und 2723 während der Zeit der Totalsperrung aufrechterhalten, wenn nein, wieso ist dies jeweils nicht möglich, und welche Einschränkungen auf den Zugbetrieb ergeben sich dadurch jeweils?
Wieso finden in den Bahnhöfen Köln-Mühlheim und Hagen Hbf während der Generalsanierung keine Maßnahmen statt (vgl. https://generalsanierung-nrw.deutschebahn.com/korridore/hagen-wuppertal-koeln.html#einschraenkungen), und inwieweit sind diese Bahnhöfe während der Totalsperrung für den Zugbetrieb weiterhin nutzbar?
Wo wird das üblicherweise für den Streckenabschnitt zuständige Stellwerkspersonal während der Zeit der Generalsanierung eingesetzt, und welche Schulungsmaßnahmen waren dafür erforderlich?
Gibt es Betriebsstandorte (beispielsweise Einsatzstellen von Triebfahrzeugführerinnen und Triebfahrzeugführern sowie Zugbegleiterinnen und Zugbegleitern, Werkstätten), die im Zuge der Generalsanierung nicht zur Verfügung stehen, und wie wird sichergestellt, dass der umliegende Zugbetrieb dennoch zuverlässig aufrechterhalten werden kann (bitte die Art des jeweiligen Betriebsstandorts, das betroffene Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) sowie die ergriffenen Gegensteuerungsmaßnahmen nennen)?