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Kleine AnfrageWahlperiode 17Beantwortet

Altersarmut nach Familientyp

Anzahl und Anteil älterer Menschen in verschiedenen Familientypen mit Einkommen auf oder unterhalb der Armutsgefährdungsquote sowie mit Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, Finanzbedarf für die Jahre 2014 bis 2020, Berücksichtigung von Einkommensanteilen aus Erwerbsarbeit, des Bezugs von Wohngeld sowie der Einkünfte von Angehörigen als Haupteinkommensquelle, Rentenversicherungsjahre, Vermeidung von Altersarmut durch Zuschussrenten, Erhöhung der Rentenansprüche für Kindererziehungszeiten<br /> (insgesamt 31 Einzelfragen)

Fraktion

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ressort

Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Datum

19.09.2013

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 17/1469403. 09. 2013

Altersarmut nach Familientyp

der Abgeordneten Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn, Kerstin Andreae, Beate Müller-Gemmeke, Birgitt Bender, Britta Haßelmann, Maria Klein-Schmeink, Dr. Tobias Lindner, Brigitte Pothmer, Elisabeth Scharfenberg, Dr. Harald Terpe und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Die Bundesregierung kommt im aktuellen Armuts- und Reichtumsbericht zu dem Schluss, dass „Bedürftigkeit im Alter heute kein Problem darstellt“ (S. XXXVIII). Übereinstimmend mit dieser Diagnose hat die Bundesregierung in dieser Legislaturperiode die Rentenbeiträge für Arbeitslose gestrichen. Zugleich hat jedoch die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Dr. Ursula von der Leyen, ein Konzept zur Bekämpfung der heutigen Altersarmut von bestimmten Personengruppen vorgelegt. Auch im Wahlprogramm zur Bundestagswahl fordert die Union unter anderem einen Rentenzuschuss für bestimmte Personengruppen sowie eine teilweise Verbesserung der Rentenansprüche aufgrund von Kindererziehung. Bei diesen Maßnahmen ist offen, in welchem Maße und für welche Personenkreise sie geeignet sind, zu einer Reduzierung der Altersarmut beizutragen.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen31

1

Wie hoch waren Anzahl und Anteil derjenigen, die 65 Jahre und älter sind und über ein Einkommen auf oder unterhalb der Armutsgefährdungsquote verfügen (bitte jährlich, von 2005 bis zu den aktuellsten Zahlen und aufgeschlüsselt nach Geschlecht ausweisen)?

2

Wie hoch waren Anzahl und Anteil von alleinstehenden Frauen im Alter von 65 Jahren und älter mit einem Einkommen auf oder unterhalb der Armutsgefährdungsquote, jährlich, von 2005 bis zu den aktuellsten Zahlen (bitte insgesamt und aufgeschlüsselt danach, ob sie in ihrem Leben Kinder hatten oder nicht, ausweisen)?

3

Wie hoch waren Anzahl und Anteil von alleinstehenden Männern im Alter von 65 Jahren und älter mit einem Einkommen auf oder unterhalb der Armutsgefährdungsquote, jährlich, von 2005 bis zu den aktuellsten Zahlen (bitte insgesamt und aufgeschlüsselt danach, ob sie in ihrem Leben Kinder hatten oder nicht, ausweisen)?

4

Wie hoch waren Anzahl und Anteil von verheirateten oder in einer Partnerschaft lebenden Personen mit einem Einkommen auf oder unterhalb der Armutsgefährdungsquote, jährlich, von 2005 bis zu den aktuellsten Zahlen (bitte insgesamt und aufgeschlüsselt danach, ob sie in ihrem Leben Kinder hatten oder nicht, ausweisen)?

5

Wie hoch waren Anzahl und Anteil von verheirateten oder in einer Partnerschaft lebenden Personen mit einem Einkommen auf oder unterhalb der Armutsgefährdungsquote und die gemeinsame Kinder hatten, jährlich, von 2005 bis zu den aktuellsten Zahlen?

6

Wie hoch waren jährlich, von 2005 bis zu den aktuellsten Zahlen, Anzahl und Anteil der 65-Jährigen und Älteren, die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung bezogen (bitte auch aufgegliedert nach Geschlecht ausweisen)?

7

Wie hoch waren jährlich, von 2005 bis zu den aktuellsten Zahlen, Anzahl und Anteil der 65-Jährigen und Älteren, die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung und/oder Wohngeld bezogen (bitte auch aufgegliedert nach Geschlecht ausweisen)?

8

Wie hoch waren jährlich, von 2005 bis zu den aktuellsten Zahlen, Anzahl und Anteil der alleinstehenden Frauen im Alter von 65 Jahren und älter, die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung bezogen?

9

Wie hoch waren jährlich, von 2005 bis zu den aktuellsten Zahlen, Anzahl und Anteil der alleinstehenden Frauen im Alter von 65 Jahren und älter, die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung und/oder Wohngeld bezogen?

10

Wie hoch waren jährlich, von 2005 bis zu den aktuellsten Zahlen, Anzahl und Anteil der alleinstehenden Männer im Alter von 65 Jahren und älter, die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung bezogen?

11

Wie hoch waren jährlich, von 2005 bis zu den aktuellsten Zahlen, Anzahl und Anteil der alleinstehenden Männer im Alter von 65 Jahren und älter, die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung und/oder Wohngeld bezogen?

12

Wie hoch waren jährlich, von 2005 bis zu den aktuellsten Zahlen, Anzahl und Anteil der verheirateten oder in einer Partnerschaft zusammenlebenden Personen im Alter von 65 Jahren und älter, die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung bezogen?

13

Wie hoch waren jährlich, von 2005 bis zu den aktuellsten Zahlen, Anzahl und Anteil der verheirateten oder in einer Partnerschaft zusammenlebenden Personen im Alter von 65 Jahren und älter, die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung und/oder Wohngeld bezogen?

14

Wie hoch waren jährlich, von 2005 bis zu den aktuellsten Zahlen, Anzahl und Anteil der Personen (insgesamt und nach Geschlecht) im Alter von 65 Jahren und älter, die in ihrem Leben keine Kinder hatten und Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung bezogen?

15

Wie hoch waren jährlich, von 2005 bis zu den aktuellsten Zahlen, Anzahl und Anteil der Personen (insgesamt und nach Geschlecht) im Alter von 65 Jahren und älter, die in ihrem Leben keine Kinder hatten und Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung und/oder Wohngeld bezogen?

16

Wie hoch ist nach aktuellen Studien der Anteil der 65-Jährigen und Älteren, die zwar einen Anspruch auf Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung hätten, diesen jedoch nicht in Anspruch nehmen (bitte insgesamt und aufgegliedert nach Geschlecht ausweisen)?

17

Wie hoch ist nach aktuellen Studien der Anteil der 65-Jährigen und Älteren, die zwar einen Anspruch auf Wohngeld hätten, dieses jedoch nicht in Anspruch nehmen (bitte insgesamt und aufgegliedert nach Geschlecht ausweisen)?

18

Wie hoch ist Anzahl und Anteil der verheirateten oder in einer Partnerschaft lebenden Frauen, deren Haupteinkommensquelle die Einkünfte von Angehörigen sind, jährlich, von 2005 bis zu den aktuellsten Zahlen (bitte insgesamt und aufgeschlüsselt danach, ob sie in ihrem Leben Kinder hatten oder nicht, ausweisen)?

19

Wie hoch ist Anzahl und Anteil der verheirateten oder in einer Partnerschaft lebenden Frauen mit einem Einkommen unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze, deren Haupteinkommensquelle die Einkünfte von Angehörigen sind, jährlich, von 2005 bis zu den aktuellsten Zahlen (bitte insgesamt und aufgeschlüsselt danach, ob sie in ihrem Leben Kinder hatten oder nicht)?

20

Wie hoch ist Anzahl und Anteil der verheirateten oder in einer Partnerschaft lebenden Frauen, die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung beziehen und deren Haupteinkommensquelle die Einkünfte von Angehörigen sind, jährlich, von 2005 bis zu den aktuellsten Zahlen (bitte insgesamt und aufgeschlüsselt danach, ob sie in ihrem Leben Kinder hatten oder nicht)?

21

Wie hoch waren 2005 bis zu den aktuellsten Zahlen Anzahl und Anteil der 65-Jährigen oder älteren alleinlebenden Frauen, alleinlebenden Männer und verheirateten oder in einer Partnerschaft lebenden Paare, deren Einkommen unter oder auf der Höhe der Armutsgefährdungsquote lag und die Einkommensanteile aus Erwerbsarbeit haben?

22

Wie hoch waren 2005 bis zu den aktuellsten Zahlen Anzahl und Anteil der 65-Jährigen oder älteren alleinlebenden Frauen, alleinlebenden Männer und verheirateten oder in einer Partnerschaft lebenden Paare, die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung bezogen und die Einkommensanteile aus Erwerbsarbeit haben?

23

Wie hoch waren jährlich, von 2005 bis zu den aktuellsten Zahlen, Anzahl und Anteil (insgesamt und nach Geschlecht) im Alter von 65 Jahren und mehr, die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung bezogen und mehr als 40 Versicherungsjahre in der Rentenversicherung vorzuweisen hatten?

24

Wie hoch waren jährlich, von 2005 bis zu den aktuellsten Zahlen, Anzahl und Anteil der Personen (insgesamt und nach Geschlecht) im Alter von 65 Jahren und darüber hinaus, die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung bezogen, mehr als 40 Versicherungsjahre in der Rentenversicherung vorzuweisen hatten und zudem privat vorgesorgt hatten?

25

Wie hoch waren jährlich, von 2005 bis zu den aktuellsten Zahlen, Anzahl und Anteil der Personen (insgesamt und nach Geschlecht) im Alter von 65 Jahren und älter, die über ein Einkommen auf oder unterhalb der Armutsgefährdungsquote verfügen und mehr als 40 Versicherungsjahre in der Rentenversicherung aufweisen können?

26

Wie hoch waren jährlich, von 2005 bis zu den aktuellsten Zahlen, Anzahl und Anteil der Personen (insgesamt und nach Geschlecht) im Alter von 65 Jahren und darüber hinaus, die über ein Einkommen auf oder unterhalb der Armutsgefährdungsquote verfügen, die mehr als 40 Versicherungsjahre in der Rentenversicherung vorweisen können und zudem privat vorgesorgt haben?

27

Zu welchem Ergebnis kommen aktuelle Studien bezüglich des zukünftigen jährlichen Finanzbedarfs bei der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung für die Jahre 2014 bis 2020, und wie bewertet die Bundesregierung diese Ergebnisse?

28

Welchen Beitrag zur Vermeidung von Altersarmut würde nach Ansicht der Bundesregierung die Einführung eines Rentenzuschusses auf 850 Euro für diejenigen, die 40 Jahre in der Rentenversicherung versichert waren und privat vorgesorgt haben, leisten?

29

Welchen Beitrag zur Vermeidung von Altersarmut würde nach Ansicht der Bundesregierung die Einführung einer Zuschussrente entsprechend des Referentenentwurfs Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Alterssicherung (Alterssicherungsstärkungsgesetz) leisten?

30

Welchen Beitrag zur Vermeidung von Altersarmut würde nach Ansicht der Bundesregierung die Erhöhung der Rentenansprüche für Kindererziehungszeiten von vor 1992 geborenen Kindern um einen Entgeltpunkt leisten?

31

Welchen Beitrag zur Vermeidung von Altersarmut würde nach Ansicht der Bundesregierung eine vollständige Angleichung der Rentenansprüche für Kindererziehungszeiten von vor 1992 geborenen Kindern mit denjenigen für Kindererziehungszeiten von ab 1992 geborenen Kindern leisten?

Berlin, den 3. September 2013

Renate Künast, Jürgen Trittin und Fraktion

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