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Kleine AnfrageWahlperiode 18Beantwortet

Entwicklung inhabergeführter Bäckereien und Fleischereien im ländlichen Raum

Bedeutung für Nahversorgung und regionale Wertschöpfung, jeweilige Anzahl und Beschäftigtenzahl inhabergeführter und nicht inhabergeführter Fachbetriebe und Supermärkte, Entwicklungstendenzen, Ursachen und Auswirkungen, Schlüsse und Konsequenzen<br /> (insgesamt 25 Einzelfragen)

Fraktion

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ressort

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Datum

03.09.2014

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 18/236115.08.2014

Entwicklung inhabergeführter Bäckereien und Fleischereien im ländlichen Raum

der Abgeordneten Markus Tressel, Nicole Maisch, Annalena Baerbock, Matthias Gastel, Bärbel Höhn, Oliver Krischer, Peter Meiwald, Friedrich Ostendorff, Dr. Valerie Wilms und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

In ländlichen Regionen sichern Bäckereien und Fleischereien einen wichtigen Teil der Nahversorgung. Mit räumlicher Nähe zur Landwirtschaft verarbeiten sie Produkte, die direkt vor Ort oder in umliegenden Supermärkten vermarktet werden. Gleichzeitig versorgen sie den ländlichen Raum mit frischen und hochqualitativen Lebensmitteln, fördern Vielfalt und regionale Esskultur. Neben der regionalen Verarbeitung landwirtschaftlich produzierter Rohstoffe verwies der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt, beim Treffen mit Verbänden der Ernährungswirtschaft am 18. Juli 2014 auch auf die unverzichtbare Aufgabe des Lebensmittelhandels als Ausbilder und Arbeitgeber im ländlichen Raum.

Hier agieren besonders inhabergeführte Fachbetriebe mit regionaler Verantwortung. Durch die Nähe des Geschäftsführers oder der Geschäftsführerin zum eigenen Betrieb zeichnet sich diese am Personal ausgerichtete mittelständische Unternehmensart durch kurze Entscheidungswege und jahrelange Zusammenarbeit aus. So sind Bäckereien und Fleischereien in Form der inhabergeführten Fachbetriebe Impulsgeber im ländlichen Raum. Vor dem Hintergrund demografischer und struktureller Veränderungen tragen sie dadurch in besonderem Maße zur regionalen Wertschöpfung bei.

Inhabergeführte Bäckereien und Fleischereien werden immer häufiger durch Backshops und Discounter verdrängt, die Waren auf Kosten der Qualität, der Vielfalt und der regionalen Verantwortung zu günstigeren Preisen anbieten können. Besonders auf dem Land hat diese Entwicklung Folgen für die ortsnahe Versorgung mit Lebensmitteln und die Wirtschaftskraft der Region.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen25

1

Teilt die Bundesregierung die Einschätzung, dass inhabergeführte Bäckereien und Fleischereien von besonderer Bedeutung für die Nahversorgung und die regionale Wertschöpfung im ländlichen Raum sind (bitte mit Begründung)?

2

Wie viele Bäckereien sind nach Kenntnis der Bundesregierung in Deutschland inhabergeführt (bitte nach Bundesländern aufschlüsseln)?

3

Wie viele Bäckereien, beziehungsweise Filialen, sind nach Kenntnis der Bundesregierung nicht inhabergeführt (bitte nach Bundesländern aufschlüsseln)?

4

Wie viele Beschäftigte arbeiten nach Kenntnis der Bundesregierung in inhabergeführten Bäckereien (bitte nach Bundesländern aufschlüsseln)?

5

Wie viele Beschäftigte arbeiten nach Kenntnis der Bundesregierung in nicht inhabergeführten Bäckereien beziehungsweise Filialen (bitte nach Bundesländern aufschlüsseln)?

6

Wie haben sich zwischen den Jahren 1980 und 2014 die Anzahl und Beschäftigtenzahl inhabergeführter Bäckereien in Deutschland im Allgemeinen und im ländlichen Raum im Speziellen entwickelt?

7

Wie haben sich zwischen den Jahren 1980 und 2014 die Anzahl und Beschäftigtenzahl nicht inhabergeführter Bäckereien beziehungsweise Filialen in Deutschland im Allgemeinen und im ländlichen Raum im Speziellen entwickelt?

8

Sieht die Bundesregierung eine Tendenz in der Entwicklung der Anzahl und Beschäftigtenzahl inhabergeführter Bäckereien, und wenn ja, welche Schlüsse und Konsequenzen zieht die Bundesregierung daraus?

9

Welche Gründe sieht die Bundesregierung für die Entwicklung inhabergeführter Bäckereien, und welche Auswirkungen sind ihrer Auffassung nach damit für die Wertschöpfung und Wirtschaft im ländlichen Raum verbunden?

10

Wie viele Fleischereien sind nach Kenntnis der Bundesregierung in Deutschland inhabergeführt (bitte nach Bundesländern aufschlüsseln)?

11

Wie viele Fleischereien beziehungsweise Filialen sind nach Kenntnis der Bundesregierung nicht inhabergeführt (bitte nach Bundesländern aufschlüsseln)?

12

Wie viele Beschäftigte arbeiten nach Kenntnis der Bundesregierung in inhabergeführten Fleischereien (bitte nach Bundesländern aufschlüsseln)?

13

Wie viele Beschäftigte arbeiten nach Kenntnis der Bundesregierung in nicht inhabergeführten Fleischereien beziehungsweise Filialen (bitte nach Bundesländern aufschlüsseln)?

14

Wie haben sich zwischen den Jahren 1980 und 2014 die Anzahl und Beschäftigtenzahl inhabergeführter Fleischereien in Deutschland im Allgemeinen und im ländlichen Raum im Speziellen entwickelt?

15

Wie haben sich zwischen den Jahren 1980 und 2014 die Anzahl und Beschäftigtenzahl nicht inhabergeführter Fleischereien beziehungsweise Filialen in Deutschland im Allgemeinen und im ländlichen Raum im Speziellen entwickelt?

16

Sieht die Bundesregierung eine Tendenz in der Entwicklung der Anzahl und Beschäftigtenzahl inhabergeführter Fleischereien, und wenn ja, welche Schlüsse und Konsequenzen zieht die Bundesregierung daraus?

17

Welche Gründe sieht die Bundesregierung für die Entwicklung inhabergeführter Fleischereien, und welche Auswirkungen sind ihrer Auffassung nach damit für die Wertschöpfung und Wirtschaft im ländlichen Raum verbunden?

18

Wie viele Supermärkte sind nach Kenntnis der Bundesregierung in Deutschland inhabergeführt (bitte nach Bundesländern aufschlüsseln)?

19

Wie viele Supermärkte beziehungsweise Filialen sind nach Kenntnis der Bundesregierung nicht inhabergeführt (bitte nach Bundesländern aufschlüsseln)?

20

Wie viele Beschäftigte arbeiten nach Kenntnis der Bundesregierung in inhabergeführten Supermärkten (bitte nach Bundesländern aufschlüsseln)?

21

Wie viele Beschäftigte arbeiten nach Kenntnis der Bundesregierung in nicht inhabergeführten Supermärkten beziehungsweise Filialen (bitte nach Bundesländern aufschlüsseln)?

22

Wie haben sich zwischen den Jahren 1980 und 2014 die Anzahl und Beschäftigtenzahl inhabergeführter Supermärkte in Deutschland im Allgemeinen und im ländlichen Raum im Speziellen entwickelt?

23

Wie haben sich zwischen den Jahren 1980 und 2014 die Anzahl und Beschäftigtenzahl nicht inhabergeführter Supermärkte beziehungsweise Filialen in Deutschland im Allgemeinen und im ländlichen Raum im Speziellen entwickelt?

24

Sieht die Bundesregierung eine Tendenz in der Entwicklung der Anzahl und Beschäftigtenzahl inhabergeführter Supermärkte, und wenn ja, welche Schlüsse und Konsequenzen zieht die Bundesregierung daraus?

25

Welche Gründe sieht die Bundesregierung für die Entwicklung inhabergeführter Supermärkte, und welche Auswirkungen sind ihrer Auffassung nach damit für die Wertschöpfung und Wirtschaft im ländlichen Raum verbunden?

Berlin, den 15. August 2014

Katrin Göring-Eckardt, Dr. Anton Hofreiter und Fraktion

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