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Kleine AnfrageWahlperiode 14Beantwortet

Mögliche finanzielle Beteiligung des Bundes am Umbau des Leipziger Zentralstadions (G-SIG: 14010065)

Finanzierungszusage, Leipzig als einer der möglichen Austragungsorte für die Fußballweltmeisterschaft 2006

Fraktion

PDS

Datum

23.12.1998

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache14/21311. 12. 98

Mögliche finanzielle Beteiligung des Bundes am Umbau des Leipziger Zentralstadions

der Abgeordneten Dr. Barbara Höll, Gustav-Adolf Schur, Dr. Ruth Fuchs und der Fraktion der PDS

Vorbemerkung

Während seiner Wahlkampftournee versprach der damalige Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl am 1. September 1998 auf einer Kundgebung in Leipzig, daß die Bundesregierung für den geplanten Umbau des Zentralstadions in ein WM-gerechtes Fußballstadion insgesamt 100 Mio. DM zur Verfügung stellen wird. Bereits am 31. August 1998 hatte Dr. Helmut Kohl dem Leipziger Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee diese Summe auch schriftlich zugesagt und darauf verwiesen, daß die Mittel „nach heutiger Vorstellung auf die Jahre 2000 bis 2002 verteilt werden“. Er äußerte darüber hinaus die Überzeugung, daß mit dieser Mittelzusage „die Bewerbung der Stadt Leipzig als einer der Austragungsorte für die Fußballweltmeisterschaft 2006 termingerecht darstellbar ist“.

Bis zum heutigen Tag hat der Kämmerer der Stadt Leipzig nach eigenem Bekunden keine verbindliche Zusage aus Bonn.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen3

1

Fühlt sich die Bundesregierung an die Zusage des ehemaligen Bundeskanzlers Dr. Helmut Kohl gebunden, und wenn ja, in welcher Form?

2

Wann kann mit einer Finanzierungszusage für die Stadt Leipzig gerechnet werden, und wann bzw. in welchen Schritten wird die Summe zur Verfügung gestellt?

3

Wie steht die Bundesregierung zur Bewerbung der Stadt Leipzig als möglicher Austragungsort der Fußballweltmeisterschaft im Jahr 2006, und wird sie dieses Anliegen unterstützen?

Wenn ja, in welcher Form?

Wenn nein, warum nicht?

Bonn, den 10. Dezember 1998

Dr. Barbara Höll Gustav-Adolf Schur Dr. Ruth Fuchs Dr. Gregor Gysi und Fraktion

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