Musikförderung in Deutschland – Initiative Musik
der Abgeordneten Christoph Waitz, Hans-Joachim Otto (Frankfurt), Jens Ackermann, Dr. Karl Addicks, Christian Ahrendt, Uwe Barth, Rainer Brüderle, Ernst Burgbacher, Patrick Döring, Mechthild Dyckmans, Jörg van Essen, Ulrike Flach, Horst Friedrich (Bayreuth), Dr. Edmund Peter Geisen, Miriam Gruß, Dr. Christel Happach-Kasan, Heinz-Peter Haustein, Elke Hoff, Dr. Werner Hoyer, Dr. Heinrich L. Kolb, Gudrun Kopp, Heinz Lanfermann, Sibylle Laurischk, Harald Leibrecht, Michael Link (Heilbronn), Horst Meierhofer, Patrick Meinhardt, Jan Mücke, Burkhardt Müller-Sönksen, Dirk Niebel, Detlef Parr, Gisela Piltz, Jörg Rohde, Dr. Konrad Schily, Dr. Max Stadler, Dr. Rainer Stinner, Carl-Ludwig Thiele, Florian Toncar, Dr. Volker Wissing, Hartfrid Wolff (Rems-Murr), Martin Zeil, Dr. Guido Westerwelle und der Fraktion der FDP
Vorbemerkung
Anlässlich der Messe Popkomm 2007 betonte der Staatsminister und Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien Bernd Neumann die Bedeutung der Musikbranche für Kultur und Wirtschaft. Zur weiteren Förderung der Musikindustrie gab der Staatsminister den Startschuss zu einer neuen Initiative Musik. Zuvor hatte die Bundesregierung das Musikprojekt German Sounds gefördert.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen25
Wurde vor Einrichtung der Initiative Musik ein Gesamtkonzept erarbeitet? Wenn ja, durch wen wurde es erarbeitet, und welche Handlungsempfehlungen wurden vorgelegt?
Wie wurde das Gesamtkonzept für die Initiative Musik ausformuliert? Welche Aufgaben- und Zielstellungen wurden ausgearbeitet?
Welchen Stellenwert nimmt die Nachwuchsförderung im Rahmen der Initiative Musik ein, und welche konkreten Projekte sind geplant?
Mit welchen Initiativen und Maßnahmen soll das Aufgabenfeld „Integration und Migration“ gestaltet werden? In welchem Umfang sind Fördermittel vorgesehen?
In welchem Umfang wurde die Arbeitsweise internationaler Musikexportbüros evaluiert, und wenn ja, wie lauten die Ergebnisse dieser Evaluation?
Mit welchen Maßnahmen und Instrumenten soll die Musikwirtschaft gefördert werden? Welche Konzepte sind zur Exportförderung besonders erfolgversprechend, und welche organisatorischen Voraussetzungen sind zu beachten?
Wie werden die der Initiative Musik zur Verfügung stehenden Mittel (jeweils 1 Mio. Euro in den Haushalten 2007 und 2008, ergänzt durch jährlich 300 000 Euro von der Musikwirtschaft) eingesetzt, und welcher Förderbereich erhält welchen Anteil der dann insgesamt jährlich bereitgestellten 1,3 Mio. Euro (Aufgliederung in: Förderprojekte; Rechtsberatung; Konzeptentwicklung; Öffentlichkeitsarbeit und andere relevante Bereiche)?
Welches Planungs- bzw. Umsetzungsstadium hat die Initiative Musik erreicht?
Aus welchen Gründen wurde die Initiative Musik ohne Beteiligung des Beauftragten für Kultur und Medien und bei gleichzeitiger Kürzung des Finanzrahmens der Kulturstiftung des Bundes initiiert?
Wie viele Mitarbeiter wurden und werden durch die Initiative Musik bis zum Ende des Jahres 2008 angestellt? Wie wurden die Stellenbeschreibungen der zur Ausschreibung vorgesehenen Stellen ausformuliert?
Wie sollen die Deutsche Welle und das Goethe-Institut in die Initiative Musik eingebunden werden? In welchem Umfang ist beabsichtigt, Mitarbeiter des Goethe-Instituts und der Deutschen Welle kontinuierlich mit Aufgaben der Exportförderung zu betrauen?
Welche Unterstützungsاءhandlungen erwartet die Bundesregierung von Seiten der Deutschen Welle und des Goethe-Institutes?
Wer übernimmt die finanziellen Mehraufwendungen, die der Deutschen Welle und dem Goethe-Institut bei der Umsetzung der Unterstützung der Initiative Musik entstehen?
Sind Messepräsentationen der Initiative Musik im Laufe der Jahre 2007 und 2008 geplant, um die deutsche Musikwirtschaft zu präsentieren, und wenn ja, welche?
Welche Instrumente zur Förderung der deutschen Musikwirtschaft existieren, und welche öffentlichen Informationsangebote über diese Förderprogramme existieren?
In welchem Umfang ist beabsichtigt, insbesondere kleinere Musikverlage und Musikproduzenten bei Messeauftritten zu unterstützen? Welche Förderinstrumente sind dafür vorgesehen?
Ist beabsichtigt, die Arbeit der Initiative Musik in regelmäßigen Abständen zu evaluieren? Welche Parameter zur Beurteilung der Arbeit der Initiative Musik sollen aus der Sicht der Bundesregierung erhoben werden?
Welche konzeptionellen Unterschiede existierten zwischen German Sounds und dem Bureau Export de la Musique Française, nach dessen Vorbild die deutsche Exportfördereinrichtung eingerichtet wurde, und in welchem Umfang unterschied sich die personelle und finanzielle Ausstattung beider Exportfördereinrichtungen?
Welche konkreten Auswirkungen auf die deutsche Musikwirtschaft konnte mit den Aktivitäten von German Sounds erzielt werden?
Wie war die Aufgaben- und Zielstellung des Projekts German Sounds definiert?
Welche konkreten Mängel und Fehler führten zur Einstellung des Projektes?
Gibt es Maßnahmen und Initiativen von German Sounds, die nicht zum Abschluss geführt werden konnten?
Welche Initiativen des Projektes German Sounds sollen durch die Initiative Musik fortgeführt werden? Welche Erfahrungen des Projektes German Sounds sind bei der Konzeption der Initiative Musik beachtet worden?
Wie wurde dafür gesorgt, dass die von German Sounds erarbeiteten Kenntnisse und Kontakte in die Initiative Musik überführt werden?
Wurde vor Einstellung des Projektes eine förmliche Übergabe nicht abgeschlossener Projekte im Rahmen der Vorbereitungen zur Initiative Musik durchgeführt?