Zukunft der Künstlersozialversicherung
der Abgeordneten Dr. Irmgard Schwaetzer, Hans-Joachim Otto (Frankfurt), Hildebrecht Braun (Augsburg), Rainer Brüderle, Ernst Burgbacher, Jörg van Essen, Ulrike Flach, Horst Friedrich (Bayreuth), Rainer Funke, Hans-Michael Goldmann, Dr. Karlheinz Guttmacher, Klaus Haupt, Dr. Helmut Haussmann, Ulrich Heinrich, Birgit Homburger, Dr. Werner Hoyer, Dr. Heinrich L. Kolb, Gudrun Kopp, Ina Lenke, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Dirk Niebel, Günther Friedrich Nolting, Detlef Parr, Cornelia Pieper, Dr. Edzard Schmidt-Jortzig, Gerhard Schüßler, Marita Sehn, Dr. Hermann Otto Solms, Dr. Max Stadler, Carl-Ludwig Thiele, Dr. Wolfgang Gerhardt und der Fraktion der F.D.P.
Vorbemerkung
Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat mit Beschluss vom 3. November 1999 die Bundesregierung zur Abgabe eines „Berichts über die soziale Lage der Künstlerinnen und Künstler in Deutschland“ bis zum 31. März 2000 aufgefordert (vgl. Kurzprotokoll des Haushaltsausschusses Nr. 35, S. 101). Zugleich wurde die Vorlage eines Gesetzentwurfs der Regierung zur Reform der Künstlersozialversicherung bis Ende April 2000 angemahnt.
Mit Veröffentlichung vom 10. März 2000 hat der Deutsche Kulturrat seine Vorstellungen zur Novelle des Künstlersozialversicherungsgesetzes dargelegt. Der Deutsche Kulturrat beklagt in diesem Zusammenhang „Lücken bei der Erfassung der zahlungspflichtigen Verwerter besonders im Hinblick auf diejenigen Abgabepflichtigen und Unternehmen, die nicht der Kultur- und Medienwirtschaft zuzurechnen sind und trotzdem regelmäßig künstlerische und publizistische Leistungen verwerten (Generalklausel)“.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Bundesregierung:
Fragen3
Nach welchen Kriterien wird der Kreis der Verwerter ausfindig gemacht?
Welche Verwerter werden duch die Generalklausel erfaßt?
Gibt es Überlegungen, den Bundeszuschuss zur Künstlersozialversicherung weiter abzusenken?