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Kleine AnfrageWahlperiode 16Beantwortet

Nachwuchslage bei der Bundeswehr (G-SIG: 16010173)

Aktuelle Bewerberzahlen, Personalbedarf und Eignung der Bewerber, zukünftige Entwicklungen, Schlussfolgerungen und Handlungsbedarf, evtl. Anhebung der Höchstverpflichtungszeiten <p> </p>

Fraktion

FDP

Datum

10.02.2006

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 16/47125. 01. 2006

Nachwuchslage bei der Bundeswehr

der Abgeordneten Birgit Homburger, Elke Hoff, Dr. Rainer Stinner, Jens Ackermann, Dr. Karl Addicks, Daniel Bahr (Münster), Uwe Barth, Rainer Brüderle, Angelika Brunkhorst, Ernst Burgbacher, Patrick Döring, Mechthild Dyckmans, Jörg van Essen, Otto Fricke, Paul K. Friedhoff, Horst Friedrich (Bayreuth), Dr. Edmund Peter Geisen, Hans-Michael Goldmann, Miriam Gruß, Joachim Günther (Plauen), Dr. Christel Happach-Kasan, Heinz-Peter Haustein, Dr. Werner Hoyer, Hellmut Königshaus, Dr. Heinrich L. Kolb, Gudrun Kopp, Jürgen Koppelin, Heinz Lanfermann, Sibylle Laurischk, Harald Leibrecht, Ina Lenke, Michael Link (Heilbronn), Markus Löning, Patrick Meinhardt, Jan Mücke, Burkhardt Müller-Sönksen, Dirk Niebel, Hans-Joachim Otto (Frankfurt), Detlef Parr, Cornelia Pieper, Gisela Piltz, Jörg Rohde, Frank Schäffler, Marina Schuster, Dr. Hermann Otto Solms, Florian Toncar, Christoph Waitz, Dr. Claudia Winterstein, Dr. Volker Wissing, Hartfrid Wolff (Rems-Murr), Martin Zeil, Dr. Wolfgang Gerhardt und der Fraktion der FDP

Vorbemerkung

Die Bundeswehr ist auf gut ausgebildete Soldatinnen und Soldaten angewiesen. Als Arbeitgeber steht die Bundeswehr in Konkurrenz zu Arbeitgebern aus der Privatwirtschaft und dem öffentlichen Dienst um geeignete Bewerber. Während aktuell die Bundeswehr ausreichend geeignete Bewerber findet, droht eine Verschärfung der Bewerbersituation infolge kommender geburtenschwacher Jahrgänge.

Aufgrund der unterschiedlichen Restdienstzeiten der Soldaten auf Zeit ist es der Bundeswehr nur teilweise möglich, auf dieses demographische Problem so zu reagieren, dass sie bereits heute geeignete Bewerber längerfristig an sich bindet.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen11

1

Wie hoch sind aktuell die Bewerberzahlen für die Bundeswehr für die verschiedenen Laufbahnen, und wie viele zu besetzende Dienstposten stehen dem gegenüber?

2

Wie viele Bewerberinnen und Bewerber sind davon für die Tätigkeit als Soldatin bzw. Soldat geeignet, und wie hat sich dieses Verhältnis in den letzten Jahren entwickelt?

3

Wie wird sich die Anzahl der Bewerberinnen und Bewerber nach Einschätzung der Bundesregierung insbesondere vor dem Hintergrund der kommenden geburtenschwachen Jahrgänge, die in das Berufsleben eintreten, in den nächsten Jahren entwickeln?

4

Wie wird sich gegenüber den zu erwartenden Bewerberzahlen der Personalbedarf der Bundeswehr nach Einschätzung der Bundesregierung in den nächsten Jahren entwickeln?

5

Kann die Bundesregierung abschätzen, welche Auswirkungen die Entwicklung der Bewerberzahlen auf die Anzahl der für die einzelnen Laufbahnen jeweils zur Verfügung stehenden Bewerberinnen und Bewerber hat, und wenn ja, wie wird sich die Personalsituation in den jeweiligen Laufbahnen in den nächsten Jahren entwickeln?

6

Wie bewertet die Bundesregierung die Einschätzung, dass es infolge kommender geburtenschwacher Jahrgänge für die Bundeswehr immer schwieriger werden wird, geeignete Bewerberinnen und Bewerber zu finden?

7

Welche Auswirkungen wird diese Entwicklung nach Auffassung der Bundesregierung auf die Nachwuchslage der verschiedenen Laufbahnen innerhalb der Bundeswehr haben, und welche Schlussfolgerungen zieht die Bundesregierung hieraus?

8

Sieht die Bundesregierung insoweit Handlungsbedarf, und wenn nein, warum nicht?

9

Wenn ja, was wird sie konkret unternehmen?

10

Plant die Bundesregierung insbesondere die Höchstverpflichtungszeiten der verschiedenen Laufbahnen anzuheben, um die heute zur Verfügung stehenden geeigneten Bewerberinnen und Bewerber längerfristig an sich binden zu können und damit eine zukünftig mögliche Lücke bei den Bewerberzahlen zu überbrücken?

11

Wenn nein, warum nicht?

Berlin, den 24. Januar 2006

Dr. Wolfgang Gerhardt und Fraktion

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