Auswirkungen der Schneefälle in Mitteldeutschland vom 17. und 18. März 2018
der Abgeordneten Torsten Herbst, Grigorios Aggelidis, Renata Alt, Nicole Bauer, Jens Beeck, Dr. Jens Brandenburg (Rhein-Neckar), Dr. Marco Buschmann, Dr. Marcus Faber, Otto Fricke, Dr. Christoph Hoffmann, Reinhard Houben, Ulla Ihnen, Olaf in der Beek, Gyde Jensen, Daniela Kluckert, Pascal Kober, Dr. Lukas Köhler, Carina Konrad, Alexander Graf Lambsdorff, Ulrich Lechte, Michael Georg Link, Oliver Luksic, Dr. Martin Neumann, Bernd Reuther, Dr. Stefan Ruppert, Matthias Seestern-Pauly, Frank Sitta, Judith Skudelny, Michael Theurer, Manfred Todtenhausen, Dr. Florian Toncar, Sandra Weeser, Nicole Westig der FDP
Vorbemerkung
In großen Teilen Mitteldeutschlands kam es am 17. und 18. März 2018 aufgrund von Schneefällen zu massiven Einschränkungen im Schienenpersonenverkehr. Am Leipziger Hauptbahnhof wurde der Zugverkehr zeitweise komplett eingestellt. Dort und in weiteren Städten der Region mussten in der Folge tausende Reisende stundenlang auf einen Anschluss warten und noch zwei Tage später kam es zu Verzögerungen im Betriebsablauf. Nach Medienberichten und nach Auskunft der Deutschen Bahn AG (DB AG) waren mehrere gefrorene Weichen verantwortlich für die Beeinträchtigungen.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen12
Welche Strecken bzw. Streckenabschnitte sowie Bahnhöfe und Haltepunkte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wurden aufgrund der Schneefälle teilweise oder komplett gesperrt, und wie lange hielt die jeweilige Sperrung an?
Wie viele Zugverbindungen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind im Zusammenhang mit den Schneefällen komplett oder teilweise entfallen?
Wie viele eingefrorene Weichen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen lagen nach Kenntnis der Bundesregierung den Zugausfällen zugrunde?
Wie hoch ist der Anteil beheizter Weichen im Streckennetz der DB Netz AG jeweils in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen?
Wie viele Mitarbeiter waren im Auftrag der DB Netz AG zur individuellen Weichenertüchtigung im Rahmen der Schneefälle vom 17. und 18. März 2018 im Raum Halle/Leipzig tätig?
Wurden in Erwartung der erschwerten Wetterbedingungen zusätzliche Mitarbeiter zur individuellen Weichenertüchtigung im Voraus eingeplant, und wenn ja, wie viele?
Mit welchen Maßnahmen werden die Schienenfahrzeuge der DB AG für winterliche Wetterverhältnisse ertüchtigt?
Wie viele Triebwagen im Bestand der DB AG sind mit Vorrichtungen ausgerüstet, die verhindern, dass Schnee- und Eisbrocken in die Gleise gelangen können?
In welcher Form setzte die DB AG Enteisungsmittel ein, um die Ertüchtigung der Schienenwege zur gewährleisten?
In welcher Art und Weise haben die DB AG und die DB Netz AG mit dritten Eisenbahnverkehrsunternehmen zusammengearbeitet, um die Streckenertüchtigung zu gewährleisten?
Welche Notfallmaßnahmen im Streckennetz sind bei der DB AG grundsätzlich bei solchen Wetterlagen vorgesehen?
Welche Erfahrungen hat die DB AG bei dem Wetterereignis gemacht, und welche Lehren hat sie daraus gezogen?