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Kleine AnfrageWahlperiode 19Beantwortet

Situation von 40plus-Studierenden

Fraktion

FDP

Ressort

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Datum

02.03.2020

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 19/1717914.02.2020

Situation von 40plus-Studierenden

der Abgeordneten Dr. Jens Brandenburg (Rhein-Neckar), Katja Suding, Mario Brandenburg (Südpfalz), Britta Katharina Dassler, Peter Heidt, Dr. h. c. Thomas Sattelberger, Grigorios Aggelidis, Renata Alt, Christine Aschenberg-Dugnus, Nicole Bauer, Jens Beeck, Sandra Bubendorfer-Licht, Dr. Marco Buschmann, Hartmut Ebbing, Dr. Marcus Faber, Otto Fricke, Thomas Hacker, Katrin Helling-Plahr, Markus Herbrand, Torsten Herbst, Katja Hessel, Dr. Christoph Hoffmann, Reinhard Houben, Ulla Ihnen, Olaf in der Beek, Gyde Jensen, Pascal Kober, Carina Konrad, Konstantin Kuhle, Ulrich Lechte, Michael Georg Link, Alexander Müller, Roman Müller-Böhm, Dr. Martin Neumann, Hagen Reinhold, Dr. Wieland Schinnenburg, Matthias Seestern-Pauly, Judith Skudelny, Dr. Hermann Otto Solms, Bettina Stark-Watzinger, Benjamin Strasser, Linda Teuteberg, Michael Theurer, Manfred Todtenhausen, Gerald Ullrich, Sandra Weeser, Nicole Westig und der Fraktion der FDP

Vorbemerkung

Immer mehr Menschen wollen nach ihrer Erstausbildung im Laufe des Erwerbslebens ein (weiteres) Studium aufnehmen, um sich z. B. beruflich neu zu orientieren. Studierende im Alter von 40 oder mehr Jahren (im Folgenden „40plus-Studierende“) haben in der Regel keinen Anspruch auf herkömmliche Finanzierungsmöglichkeiten wie BAföG, Begabtenförderung oder Studienkredite, da sie die gesetzten Altersgrenzen überschreiten. Sie greifen deshalb oft auf ihre eigenen Ersparnisse oder auf Unterstützung durch Dritte zurück.

Oftmals sind sie gezwungen, berufsbegleitend in Teilzeit zu studieren. Dadurch können sich Studiendauer und Kosten erhöhen. Studierende über 40 unterscheiden sich von jüngeren Studierenden nicht nur durch ihr Alter, sondern oft auch durch ihre Herangehensweise, die Art ihrer Motivation und beleben durch ihren anderen Umgang mit Lehrenden und Inhalten oftmals die wissenschaftliche Debatte.

Die Bundesregierung sieht sich in Teilen selbst für die Belange von 40plus- Studieren zuständig. So möchte sie in Abstimmung mit den Ländern in der Nationalen Weiterbildungsstrategie (Handlungsziel 1) auch die hochschulische Weiterbildung sowie Teilzeitstudiengänge und berufsbegleitende Studiengänge fördern (https://www.bmbf.de/files/NWS_Strategiepapier_barrierefrei_DE.pdf). Diese Studienmodelle betreffen 40plus-Studierende in besonderem Maße.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen17

1

Wie viele 40plus-Studierende (Promovierende im Folgenden immer ausgenommen) sind nach Kenntnis der Bundesregierung derzeit (Wintersemester 2019/2020) an deutschen Hochschulen eingeschrieben (bitte die Entwicklung der Zahlen in den letzten fünf Jahren aufzeigen, auch für alle Unterfragen)?

1

Wie viele von diesen Studierenden sind älter als 65 Jahre?

1

Wie viele von diesen Studierenden studieren in Teilzeit?

1

Wie verteilen sich diese Studierenden auf die Länder (bitte einzeln nach Ländern aufschlüsseln)?

2

Welche Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten für 40plus-Studierende sind der Bundesregierung bekannt, und wie bewertet sie diese?

3

Welche Möglichkeiten zur Beratung und Information für 40plus-Studierende und Interessierte sind der Bundesregierung bekannt, und wie bewertet sie dieses Angebot?

4

Wie bewertet die Bundesregierung den Stellenwert eines Studiums für über 40-Jährige, gerade vor dem Hintergrund der Digitalisierung der Arbeitswelt?

5

Welche Ziele verfolgt die Bundesregierung hinsichtlich 40plus-Studierenden?

6

Welche Maßnahmen hat die Bundesregierung bisher unternommen, und welche Maßnahmen plant die Bundesregierung, um die Zielgruppe der 40plus-Studierenden künftig besser zu unterstützen (bitte erläutern)?

7

Wie viel Prozent der 40plus-Studierenden schließen nach Kenntnis der Bundesregierung ihr Studium erfolgreich ab?

7

Wie hoch ist die Abbrecherquote?

8

Wie lang ist nach Kenntnis der Bundesregierung die durchschnittliche Studiendauer 40plus-Studierender?

9

Inwieweit weichen die Quoten aus den Fragen 7 und 8 von den unter 40-jährigen Studierenden ab, und woran liegt diese Abweichung nach Einschätzung der Bundesregierung?

10

Welche Fächer werden nach Kenntnis der Bundesregierung von 40plus-Studierenden bevorzugt genutzt (65plus-Studierende bitte extra ausweisen), und wie erklärt sich die Bundesregierung diese Präferenzen?

11

Wie beurteilt die Bundesregierung die Chancen auf dem Arbeitsmarkt für 40plus-Studierende nach dem Studium?

12

Wie viele der 40plus-Studierenden studieren nach Kenntnis der Bundesregierung in ihrer vorherigen Profession, und wie viele orientieren sich neu?

13

Wie verändert sich nach Kenntnis der Bundesregierung das Gehalt durch ein Studium in der Mitte des Erwerbslebens?

Berlin, den 15. Januar 2020

Christian Lindner und Fraktion

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