Digitale Bildungsinhalte in der frühkindlichen Bildung
der Abgeordneten Matthias Seestern-Pauly, Britta Katharina Dassler, Katja Suding, Renata Alt, Nicole Bauer, Jens Beeck, Mario Brandenburg (Südpfalz), Dr. Jens Brandenburg (Rhein-Neckar), Dr. Marco Buschmann, Dr. Marcus Faber, Daniel Föst, Thomas Hacker, Reginald Hanke, Peter Heidt, Katrin Helling-Plahr, Markus Herbrand, Torsten Herbst, Katja Hessel, Manuel Höferlin, Reinhard Houben, Olaf in der Beek, Dr. Christian Jung, Dr. Marcel Klinge, Pascal Kober, Carina Konrad, Konstantin Kuhle, Ulrich Lechte, Oliver Luksic, Alexander Müller, Roman Müller-Böhm, Dr. Martin Neumann, Dr. h. c. Thomas Sattelberger, Dr. Wieland Schinnenburg, Dr. Hermann Otto Solms, Bettina Stark-Watzinger, Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Michael Theurer, Stephan Thomae, Dr. Florian Toncar, Nicole Westig und der Fraktion der FDP
Vorbemerkung
In der Phase der familienergänzenden Kindertagesbetreuung (bei den Drei- bis Unter Sechsjährigen) ist die familienergänzende, institutionelle Kindertagesbetreuung in Deutschland längst selbstverständlich geworden; rund 95 Prozent der Kinder besuchen in dieser Phase eine Kindertageseinrichtung (vgl. Nationaler Bildungsbericht 2018, S. 64 ff.).
Das Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation (DIPF), unter Beteiligung des Bundes und der Bundesländer Hessen und Berlin, unterstützt und informiert durch wissenschaftliche Arbeit Wissenschaft, Administration und Praxis im Bildungsbereich (https://www.dipf.de/de/institut/das-dipf).
Derweil schreitet die Digitalisierung auch im Alltag von Familien weiter voran. Die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützte Initiative „SCHAU HIN!“ rät, dass Kinder nach dem dritten Geburtstag „[…] digitale Medien gezielter nutzen [können] – in Begleitung ihrer Eltern und in überschaubarem Maß.“ (https://www.schau-hin.info/medien-kleinkinder).
Angesichts der hohen Besuchsquote von Kindertageseinrichtungen in der Altersgruppe der Drei- bis Unter Sechsjährigen ist der Forschungs- und Wissensstand der Bundesregierung im Bereich der frühkindlichen Bildung im Verbund mit der Digitalisierung für die Fragesteller von besonderem Interesse, um eine mündige Nutzung digitaler Medien auch über den Besuch frühkindlicher Bildungseinrichtungen hinaus zu fördern.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen8
Welche Erkenntnisse hat die Bundesregierung über den Stellenwert pädagogischer Inhalte zur digitalen Mediennutzung in den Ausbildungsgängen zu Fachkräften in der frühkindlichen Bildung in den Bundesländern?
Welche Forschungsprojekte des DIPF mit Bezug zu digitalen Bildungsinhalten in der frühkindlichen Bildung sind der Bundesregierung bekannt (bitte alle Projekte seit 2014 auflisten und nach abgeschlossenen, laufenden und geplanten Forschungsprojekten aufschlüsseln)?
In welcher Höhe hat der Bund seit dem Jahr 2014 Forschungsprojekte zu digitalen Bildungsinhalten in der frühkindlichen Bildung finanziert (bitte nach gefördertem Projekt und Haushaltstitel aufschlüsseln)?
Welche Schlüsse hat die Bundesregierung aus bereits abgeschlossenen Forschungsprojekten des DIPF zu digitalen Bildungsinhalten in der frühkindlichen Bildung gezogen?
Welche Studien zu gesundheitlichen Folgen digitaler Mediennutzung durch Kinder in der Altersgruppe der Drei- bis Sechsjährigen sind der Bundesregierung bekannt?
Welche Endgeräte haben nach Erkenntnissen der Bundesregierung das höchste Suchtpotenzial (beispielhaft, aber nicht abschließend: TV, Tablet, Smartphone)?
Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse aus anderen europäischen Ländern zu gesundheitlichen Auswirkungen digitaler Mediennutzung in der Altersgruppe der Drei- bis Sechsjährigen vor?
Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse aus anderen europäischen Ländern zu digitalen Bildungshinhalten in der frühkindlichen Bildung vor?