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Kleine AnfrageWahlperiode 19Beantwortet

Entwicklungen und Erkenntnisse zur Schwimmkompetenz

(insgesamt 12 Einzelfragen)

Fraktion

FDP

Ressort

Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

Datum

12.06.2020

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 19/1968629.05.2020

Entwicklungen und Erkenntnisse zur Schwimmkompetenz

der Abgeordneten Matthias Seestern-Pauly, Katja Suding, Nicole Bauer, Grigorios Aggelidis, Renata Alt, Jens Beeck, Dr. Jens Brandenburg (Rhein-Neckar), Mario Brandenburg (Südpfalz), Sandra Bubendorfer-Licht, Dr. Marco Buschmann, Britta Katharina Dassler, Hartmut Ebbing, Dr. Marcus Faber, Daniel Föst, Otto Fricke, Thomas Hacker, Reginald Hanke, Peter Heidt, Markus Herbrand, Torsten Herbst, Katja Hessel, Dr. Christoph Hoffmann, Reinhard Houben, Ulla Ihnen, Olaf in der Beek, Dr. Christian Jung, Dr. Marcel Klinge, Daniela Kluckert, Konstantin Kuhle, Ulrich Lechte, Alexander Müller, Dr. Martin Neumann, Dr. Wieland Schinnenburg, Frank Sitta, Judith Skudelny, Dr. Hermann Otto Solms, Bettina Stark-Watzinger, Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Michael Theurer, Stephan Thomae, Dr. Florian Toncar, Gerald Ullrich, Sandra Weeser, Nicole Westig und der Fraktion der FDP

Vorbemerkung

Das Entspannen am See, der Urlaub an der Meeresküste oder direkt der Ausflug auf dem Ruderboot: Wir fühlen uns in der Nähe des Wassers wohl. Besonders bei warmem Wetter und in guter Gesellschaft ist aber auch der Sprung ins Wasser für viele Menschen eine Selbstverständlichkeit. Dies gilt jedoch nicht für alle. Denn die einen mögen es nicht, wenn das Wasser trüb und der Grund nicht sichtbar ist. Andere können schlichtweg nicht schwimmen. Das mag in der Freizeitgestaltung zuweilen ausschließend sein. In Notsituationen kann dies jedoch sehr schnell lebensgefährlich werden. Dabei gibt es auch in Deutschland eine lebendige Schwimmsportgemeinschaft. Doch Schwimmen ist nicht nur ein Spitzensport, sondern auch generell eine gesundheitsfördernde Betätigung mit positiven Auswirkungen auf Gelenke, Muskeln und das Herz-Kreislauf-System. Man kann sagen: Schwimmen ist eine Grundfertigkeit.

Die hervorragende und zumeist ehrenamtliche Arbeit von Institutionen wie der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e. V. (DLRG), das Deutsche Rote Kreuz e. V. (DRK) oder auch der Deutsche Schwimmverband leisten hier neben anderen Verbänden und Vereinen einen unschätzbaren Beitrag, um Menschen in Not zu helfen.

Die Bedeutung des Schwimmens – besonders als Fähigkeit zur Selbsthilfe und Hilfe für andere in Notsituationen – ist Anlass der Fragesteller, um nach den Kenntnissen der Bundesregierung zur Situation der Schwimmfähigkeit der Bevölkerung zu fragen.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen12

1

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Zahl der Gestorbenen durch Unfälle durch Ertrinken und Untergehen in Deutschland in den letzten zehn Jahren entwickelt (bitte nach Altersgruppen und Geschlecht aufschlüsseln)?

2

Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung über die örtlichen Umstände der Todesfälle durch Unfälle durch Ertrinken und Untergehen in Deutschland (bitte für die letzten zehn Jahre und nach Bundesländern aufschlüsseln)?

3

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Zahl der Lebensrettungen in den letzten zehn Jahren entwickelt, und wie viele Wachstunden wurden im genannten Zeitraum von wie vielen Einsatzkräften jeweils geleistet?

4

Wie viele ausgebildete Rettungsschwimmer gibt es nach Kenntnis der Bundesregierung in Deutschland?

5

Welche Informationsmaterialien und öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen zum Thema Schwimmfähigkeit der Bevölkerung hat die Bundesregierung in den letzten zehn Jahren durchgeführt, und welche Kosten sind dabei entstanden (bitte entsprechende Haushaltstitel angeben)?

6

Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Zahl der öffentlichen Schwimmbäder in Deutschland in den letzten zehn Jahren entwickelt (bitte nach Bundesländern und unter Angabe von Rückbauten aufschlüsseln)?

7

Wie viele Schwimmbäder in Deutschland sind nach Kenntnis der Bundesregierung für den Schwimmunterricht von Schulen geeignet?

8

Wie viele Schwimmbäder in Deutschland sind nach Kenntnis der Bundesregierung für die Ausübung des Schwimmsportes geeignet?

9

Welche Kenntnisse besitzt die Bundesregierung zu sogenannten Public Private Partnerships (PPP) im Bereich Schwimmbäder im Hinblick auf Anzahl und wirtschaftlichen Erfolg solcher Modelle?

10

Plant die Bundesregierung in Zusammenarbeit mit den Kommunen, PPP-Modelle zu fördern, und wenn nein, warum nicht?

11

Inwiefern unterstützt die Bundesregierung derzeit die Arbeit und Rettungsorganisationen im Schwimmbereich (DLRG oder ähnliche Institutionen), und wie ist die Unterstützung dieser Organisationen mittelfristig geplant?

12

Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung über die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die die Primarstufe ohne geprüfte Schwimmfähigkeit verlassen (bitte für die letzten zehn Jahre und nach Bundesländern aufschlüsseln)?

Berlin, den 27. Mai 2020

Christian Lindner und Fraktion

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